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WordPress auf Speed Teil 2: Snippets für eine bessere Performance

Wordpress Speed Performance Diagramm

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Snippets für eine bessere Performance

Auch für die functions.php gibt es einige Snippets, welche die Performance von WordPress zum Teil erheblich verbessern können. Mal sind es ganz einfach Tipps und Tricks, mal sind es versteckte Funktionen, die WordPress zwar zur Verfügung stellt, sie aber nur über Umwege freigibt bzw. aktivierbar macht. Hier sind einige dieser besonderen Snippets aufgelistet, mit denen ihr noch mehr aus eurem WordPress Blog herausholen könnt. Wie immer beginnt alles mit einem Cleaning. Weniger ist mehr, heißt es oft und gerade bei WordPress trifft diese Weisheit auch fast immer zu. Wer braucht unnötige Meta-Angaben und riesige Bilder? Vermutlich nur die wenigsten, also weg mit dem Ballast. Ohne Sandsäcke fliegt es sich nämlich nicht nur leichter, ihr gewinnt auch schnell an Höhe.

Unnötige Links im Head entfernen

WordPress generiert einen Haufen unnötiger Links im Head und diese lassen sich mit folgendem Snippet schnell und einfach entfernen. Keine Sorge, alles wichtige bleibt weiterhin erhalten. Solltet ihr eine der unteren Funktionen noch nutzen oder benötigen, entfernt einfach die entsprechende Zeile aus dem Snippet. Meine Empfehlung ist aber ganz klar: Alles was unten im Snippet vorhanden ist, ist meist auch überflüssig und sollte dementsprechend auch deaktiviert bzw. aus dem Head entfernt werden. WordPress ist schon aufgebläht genug und so etwas kostet Leistung.

Kommentare abschalten

Keine Lust mehr auf den ständigen Spam? Kein Interesse mehr daran extra ein Antispam Plugin einzusetzen, welches viel Leistung frisst, nur um schwachsinnige Kommentare auszusortieren? Kann ich verstehen, zumal viele Kommentare leider keinen Mehrwert haben bzw. sich Systeme wie Disqus und Co viel besser zum kommentieren eigenen, als das altbackene Feature von WordPress selbst. Wer seine Kommentare komplett deaktivieren möchte, findet hier nun also das passende Snippet. Da anschließend keine Spam-Anfragen mehr durchkommen, kein Antispam Plugin genutzt werden muss und auch sonst nichts in die Datenbank für Kommentare geschrieben wird, bringt das Abschalten der Kommentare eine Menge Leistung und entlastet den eigenen Server bzw. die MySQL-Datenbank enorm.

Thumbnail Qualität regulieren

In einem Portfolio machen hochauflösende Bilder tatsächlich Sinn, in einem Blog dagegen eher selten. Dabei lässt sich bei Bildern eine ganze Menge Speicherplatz einsparen und das führt zu stark verbesserten Ladezeiten. Gerade die Thumbnails in WordPress werden dabei meist unterschätzt. Sicherlich ist es so, dass ein einzelnes Thumbnail kein Problem darstellt, doch im Archiv werden es eben sehr schnell mehrere und die müssen beim Aufruf auch alle erst einmal geladen werden. Manche setzten hier auf Lazy Load, doch das hilft nur bedingt. Viel sinnvoller ist da schon das regulieren der eigentlichen Qualität. Bei mir zeigte sich oft ein Wert von 65 bis 75 als ideal, doch das solltet ihr selbst ausprobieren, weil es auch von der Größe eurer Thumbnails abhängig ist. Einfach bei 50 anfangen und dann testen welche Qualität das generierte Thumbnail hat. Ist diese zu schlecht, am besten in 5er Schritten nach oben gehen. Desto geringer der Wert, desto schneller die Ladezeit, desto schlechter aber auch die Optik des Bildes. Und immer daran denken: Kein Mensch schaut sich wirklich die Thumbnails an, sondern das Bild welches sich im Post befindet. Muss das Thumbnail also glasklar sein? Nicht wirklich, es soll ja nur eine schnelle Vorschau liefern und zum Klick animieren.

RSS Feeds abschalten

Wer keinen Feed in seinem Blog benötigt oder will, der kann selbigen auch gleich komplett deaktivieren. Dann wird der Feed innerhalb von WordPress gar nicht erst erstellt und vor allem kann er nicht abgerufen werden, was wiederum einen Hauch mehr Performance bedeuten kann. Also einfach alle RSS Feeds in WordPress deaktivieren, wenn ihr für selbige keine Verwendung habt. Das geht ganz einfach mit dem verlinkten WordPress Snippet.

HTML Minify

Manch ein Plugin hinterlässt einen auffälligen Kommentar im HTML Code der Website. Manch ein Theme enthält HTML Kommentare und wenn ihr diese, warum auch immer, nicht von Hand entfernen wollt, dann hilft euch das folgende HTML Minify Snippet dabei. Das löscht aber nicht nur Kommentare im Quelltext, sondern minimiert auch noch sämtlichen Code. Javascript, Inline CSS, Kommentare, Leerzeichen – Alles wird vom HTML Minify Snippet reduziert und komprimiert, sodass wirklich nur das Nötigste übrig bleibt. Das Ergebnis: Eine deutlich verbesserte Ladezeit. Da das WordPress Snippet ein wenig größer ausfällt und hier nicht den ganzen Platz einnehmen soll, solltet ihr einfach den entsprechenden Artikel lese, der oben unter HTML Minify Snippet verlinkt wurde. Dort gibt es auch noch weitere Hinweise zum Thema und zur verbesserten Performance.

HTTP Verbindungen blocken

Manch eine Erweiterung telefoniert gerne einmal nach Hause. Soll heißen: Schlechte Plugins verbinden sich ständig mit fremden Websites und Diensten, lesen eventuell sogar Informationen eurer Website aus. Um dem vorzubeugen, könnt ihr mit einem Snippet solche HTTP Verbindungen von WordPress blocken. Ganz einfach und effektiv. Aber vorsicht, denn manchmal funktioniert ein Plugin danach auch nicht mehr, weil es diese Funktion zwingend voraussetzt.

WordPress Heartbeat API

Die sogenannte WordPress Heartbeat API funktioniert wie eine Art Puls bzw. Herz, was in regelmäßigen Abständen schlägt. Immer wieder kontrolliert WordPress sich so selbst und prüft was genau sich geändert hat. Dieser Vorgang frisst unfassbar viel Leistung und ist eigentlich komplett überflüssig. Wer die WordPress Heartbeat API deaktiviert, kann allerdings auch kein Autosave etc. mehr nutzen. Mehr dazu im entsprechenden Artikel. Mit dem Code dort wird die Heartbeat API von WordPress jedenfalls komplett deaktiviert, was eine Menge Performance einbringt und den eigenen Server spürbar entlastet.

Inline-Style vom Kommentar-Widget entfernen

Falls ihr das Recent Comments Widget von WordPress verwendet, findet ihr im Header Inline-Style von genau diesem. Der ist allerdings vollkommen überflüssig und im Bereich der Suchmaschinenoptimierung auch alles andere als gern gesehen. Außerdem bremst er den Code unnötig aus, weshalb der Inline-Style mit folgendem Snippet ganz einfach entfernt werden kann und auch entfernt werden sollte. Natürlich nur wenn ihr das entsprechende Widget im Einsatz habt.

Emoji-Support deaktivieren

Der Inline-Style vom Comment Widget ist eine Sache, die ständige Einbindung und der beständige Support von Emojis eine ganz andere. Dieser Code wird nämlich dauerhaft und vollautomatisiert eingefügt, ohne dass sich die Emojis im Admin von WordPress deaktivieren lassen. Ziemlich nervig und vor allem richtig schlecht für die Performance. Also weg mit der Emoji-Unterstützung, zumindest wenn ihr die albernen Symbole nicht benötigt. Der normale Blogger benötigt so einen Quatsch jedenfalls nicht.

Embeds und Responsive Images deaktivieren

Wo wir gerade so fleißig beim deaktivieren sind, fallen mir auch gleich die Embeds und Responsive Images auf, welche mit WordPress 4.4 integriert wurden. Die Embeds benötigt so gut wie niemand, die Responsive Images ebenfalls nicht. Zumindest im normalen Einsatz ist ersteres nämlich ein vollkommen sinnloser Performance-Fresser und letzteres kaum anzuraten, es sei denn ihr integriert Bilder gigantischer Ausmaße. Da genau das aber eher selten der Fall sein dürfte, gehören die Embeds und Responsive Images von WordPress deaktiviert.

XML-RPC komplett deaktivieren

Die XML-RPC Schnittstelle von WordPress war schon des Öfteren mal ein echtes Problem. So diente selbige als Angriffsfläche und war lange Zeit eine Sicherheitslücke, wurde sogar für erfolgreiche DDoS-Attacken missbraucht. Nicht zuletzt deshalb, aber auch weil sie so gut wie niemand benötigt, sollte die XML-RPC Schnittstelle von WordPress komplett und restlos deaktiviert werden. Wie genau ihr vorgehen müsst, ist im verlinkten Artikel bestens beschrieben.

SEO-Snippet statt SEO-Plugin

Viele WordPress-Nutzer setzen auf ein umfangreiches SEO Plugin. Das ist auch nicht weiter verkehrt, wenn ihr sämtliche Features der Erweiterung auch nutzt, doch meistens sind solche SEO-Plugins nur im Einsatz, um automatische Meta-Tags zu generieren. Von Hand geben die Wenigsten ihre Daten ein, doch wozu dann das umfangreiche WordPress SEO Plugin? Wer solche Erweiterungen automatisiert verwendet, sollte statt einem Plugin, ein SEO Snippet einsetzten. Weitere Informationen dazu gibt es hier im Artikel, denn dort habe ich euch in der Vergangenheit bereits gezeigt, wie ihr mit einem Snippet sämtliche Einstellungen und Tags für die Suchmaschinenoptimierung erzeugen könnt. Der größte Vorteil: Das Snippet ist klein und schnell, wohingegen ein Plugin oft umfangreich und aufgebläht ist, dementsprechend auch viel Speicher frisst. Wem simple Einstellungen also reichen, der sollte auf ein SEO Plugin verzichten und stattdessen das SEO Snippet nutzen. Wem das nicht reicht, der sollte zumindest die Performance der verschiedenen SEO Plugins im Auge behalten.

HTML Minify verwenden

Wer kein Plugin oder Caching nutzt, um HTML-Code bestmöglich zu minimieren, sollte auf das folgende HTML Minify Snippet für WordPress zurückgreifen. Dieses minimiert den HTML-Code einer Seite und entfernt alle überflüssigen Freistellen und Kommentare. Dieser Vorgang der Minimierung kann einen enormen Zuwachs in Sachen Performance mit sich bringen, wird meist aber auch vom Caching Plugin selbst übernommen. Leider hin und wieder nicht ganz sauber, weshalb das HTML Minify Snippet trotzdem noch von Vorteil sein kann. Einfach mal ausprobieren und schauen was besser funktioniert, würde ich sagen.

Nicht alle Snippets sind sinnvoll

Ich habe euch hier nun eine Menge Snippets für mehr Performance innerhalb von WordPress gezeigt, doch nicht jedes der Snippets ist auch für jeden Blog sinnvoll. Das liegt vor allem daran, dass auch Snippets die Performance nicht unbedingt verbessern, denn auch hier ist weniger oft mehr. Wegen einem einzigen HTML Kommentar, braucht ihr beispielsweise noch lange kein Snippet, um selbigen zu entfernen. Wählt die oberen Snippets daher mit bedacht aus. Was macht auf eurer Website wirklich Sinn? Braucht ihr den RSS Feed noch oder kann er deaktiviert werden? Stellt euch bei jedem Snippet die Frage ob es sich für eure Website überhaupt eignet und lohnt. Ist dies der Fall, dann nutzt ist. Ist dies nicht der Fall, dann haltet eure functions.php lieber klein und übersichtlich. Tuning muss immer im richtigen Maße erfolgen und manchmal ist gar nichts zu tun, schon mehr als genug.



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