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WordPress auf Speed Teil 3: Plugins für eine geringere Ladezeit

Wordpress Speed Performance Diagramm

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Plugins für eine bessere Performance

Viele Plugins bremsen die Geschwindigkeit eines WordPress Blogs zusätzlich aus, doch manche steigern sie eben auch. So gibt es einige sehr interessante Erweiterungen, die sich komplett auf die Optimierung von Blogs spezialisiert haben, nur zu diesem Zweck im Einsatz sind und nur dafür erdacht wurden. Einige mit viel Erfolg, andere mit eher zweifelhaften Methoden. Im dritten Teil der Reihe WordPress auf Speed dreht sich nun alles um genau diese WordPress Plugins, die angeblich die Performance enorm verbessern sollen. Welche davon lohnen sich wirklich, bei welchen macht eventuell sogar die Premium-Version Sinn? Gibt es kostenlose Alternativen zu den teuren Erweiterungen, oder eignen sich tatsächlich nur kostenpflichtige Plugins, wenn es darum geht die  WordPress Performance zu verbessern? Zeit sich diese Plugins noch einmal im Detail anzuschauen und euch einige davon zu empfehlen.

WordPress Caching

Es ist eigentlich vollkommen egal wie ihr WordPress verwendet, denn ohne Caching läuft heutzutage eben gar nichts mehr. Wer kein Caching nutzt, generiert bei jedem Aufruf sämtliche Seiten neu, was den Server enorm belastet und bei mehreren Besuchern zur gleichen Zeit schnell Probleme macht. Mit einem Caching Plugin dagegen, werden die Seiten nur beim ersten Aufruf generiert und dann statisch gespeichert. Sobald ein Besucher diese anfragt, muss die Seite also nicht erst aus den Einzelteilen und mit den Informationen aus der Datenbank generiert werden, sondern besteht bereits fertig zur Verfügung. So verzichtet ihr auf den leistungsintensiven Vorgang, die Seite komplett neu zu generieren. König unter den Caching Plugins ist ganz klar Cache Enabler, im besten Fall mit diesem Snippet, um die PHP-Ausführung zu umgehen und so noch mehr Ressourcen einzusparen, was in noch besseren Ladezeiten resultiert. Wer es etwas komplexer möchte bzw. auch ein CDN nutzt und verschiedene Einstellungen vornehmen will, der greift dagegen am besten zu WP Rocket. Beides hervorragende Erweiterungen, je nach Bedarf mal simpel, mal etwas umfangreicher. Ich selbst setzte übrigens auf Cache Enabler, weil selbiges meiner Ansicht nach am schnellsten und simpelsten ist, eben ganz ohne Ballast oder viel Einstellungen auskommt.

Bilder optimieren

Bilder in WordPress zu optimieren, ist der Trend der letzten Jahre gewesen. Nachdem jeder Bestandteil eines Blogs bereits umfassend optimiert worden ist, bleibt auch kaum noch etwas anderes als die Bilder übrig. Dabei liegt es doch auf der Hand. Selbst wenn Bilder schon vorab im Grafikprogramm optimiert wurden, lassen sich meist noch ein paar weitere Kilobyte einsparen, zum Beispiel indem sinnlose Metadaten entfernt werden. Manch ein Plugin geht inzwischen auch noch weiter und reduziert sogar die Qualität selbst. Doch auch dann, wenn ihr ohne Qualitätsverlust komprimiert, lässt sich aus Bildern immer noch mehr herausholen. Da jedes Thumbnail auf dem Blog und jede kleine Grafik auch Ladezeit kostet, macht sich dies bei mehreren Bildern auf einer Seite nämlich sehr schnell bemerkt. Das beste ist aber, dass die Optimierung der Bilder ganz ohne eigenen Einsatz abläuft. Einfach Plugin installieren und vergessen, denn fortan werden eure Bilder, Thumbnails usw. automatisch beim hochladen optimiert. Die Möglichkeiten zur Bildoptimierung in WordPress hatte ich euch im Artikel dazu bereits ausführlich vorgestellt. Unbedingt einlesen und umsetzten.

Ballast entfernen

Wer die vielen WordPress Tweaks in dieser Serie nicht von Hand umsetzten kann, oder schlichtweg auch nicht von Hand umsetzten will, für den ist eventuell Lighthouse das Richtige. Das WordPress Plugin übernimmt für euch die typischen Tuning-Maßnahmen. So schaltet es die XML-RPC Schnittstelle ab, deaktiviert die Emojis und vieles mehr. Eine Art einfache Möglichkeit also, all die kleinen Anpassungen in WordPress vorzunehmen, die sonst mühsam per Hand und Snippet eingebaut und umgesetzt werden wollen. Gerade für Anfänger ist Lighthouse daher wirklich interessant und eine simple Alterantive, die noch dazu vor eventuellen Fehlern schützt.

CSS und Scripte gezielt laden

Eine weitere Möglichkeit, um euren WordPress Blog zu perfektionieren und zu optimieren ist die, dass ihr eventuelle CSS-Dateien und Scripte nur bei Bedarf ladet. So etwas lässt sich wunderbar mit der Erweiterung Gonzales umsetzten. Das WordPress Plugin lässt euch selbst entscheiden und einstellen, auf welchen Seite welche Scripte und Dateien geladen werden sollen. So verhindert ihr auf einfache Art und Weise, dass Scripte und CSS-Dateien immer und überall geladen werden. Mit Gonzales ist es euch möglich, CSS und Scripte nur dann zu laden, wenn diese auch wirklich auf der jeweiligen Seite verwendet werden bzw. zum Einsatz kommen. Das macht auf minimalen Blogs wenig Sinn, kann auf Blogs mit vielen Scripten aber den entscheidenden Vorteil bringen.

Auswählen statt alles aktivieren

Die oberen Plugins arbeiten nicht automatisch nebeneinander her, sondern müssen von euch ausgewählt werden. Bei Websites mit wenig Scripten und Dateien macht Gonzales absolut keinen Sinn, bei gigantischen Portalen ist dagegen Cache Enabler oft zu limitiert, stattdessen solltet ihr dort WP Rocket einsetzten. Also nicht blind all meine Tipps übernehmen, sondern vorher nachdenken und überlegen was dem eigenen Blog etwas bringen könnte. Jeder WordPress Blog ist individuell und was für den einen gut ist, kann dem anderen schon wieder schaden. Also optimieren und testen, um zu sehen was funktioniert und am Ende wirklich in schnelleren Ladezeiten resultiert. Die Plugins oben sind bei der Optimierung außerdem nur ein Schritt von vielen, denn nicht umsonst hat diese Artikelserie ganze sechs Teile. Im nächsten dreht sich alles um das Tuning via .htaccess. Wirklich spannend, so viel sei schon einmal verraten.



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