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Ladezeit testen und verbessern

Ladezeit testen und verbessern

Performance ist Ranking-Kriterium

Websites müssen schnell laden, denn ist dem nicht so, sinken automatisch auch die Besucherzahlen. Das haben große Unternehmen wie Amazon schon vor Jahren herausgefunden, denn mit nur minimal erhöhten Ladezeiten, sanken bereits spürbar die Verkäufe. Doch inzwischen ist die Performance nicht nur für die eigenen Besucher wichtig, sie ist auch ein Ranking-Kriterium von Google. Ganz offiziell, denn schnelle Websites tun dem User gut, und was dem User gut tut, findet auch Google gut. Klingt wie ein Zungenbrecher, ist aber Realität geworden. Deshalb heißt es optimieren, modifizieren, vor allem aber auf fette Plugins und Funktionen verzichten, die eigentlich gar keinen Sinn ergeben bzw. keinen echten Mehrwert für die Website liefern. Doch wie genau findet ihr nun heraus, welches Plugin langsam ist? Und wie kann die Ladezeit einer Website gemessen werden? Hier eine kleine Anleitung dazu.

1. Ladezeit im Browser testen

Als erstes solltet ihr die Ladezeit in eurem Browser testen. Bei Chrome geht das ganz einfach, indem ihr eure Website aufruft, einen Rechtsklick macht, auf “Element untersuchen” klickt und anschließend den Reiter “Network” auswählt. Nun noch einmal F5 drücken und im Fenster unten werden euch sämtliche Elemente und ihre Ladezeit präsentiert, ganz unten in der Leiste wird dann die Ladezeit aller Elemente zusammen angezeigt. Macht das drei mal und nehmt die durchschnittliche Ladezeit an Anhaltspunkt. Merkt euch den Wert also bevor ihr etwas ändert, damit ihr Unterschiede auch wahrnehmt. Wer den Firefox Browser nutzt, kommt mit den Schritten vom Chrome auch weiter, muss das Netwerk-Fenster aber erst mit einem zusätzlichen Klick aktivieren.

2. GTmetrix als Übersicht

Im Internet gibt es dutzende Tools für die Analyse der Ladezeit, doch nur wenige von ihnen machen wirklich Sinn. Genau wie immer, setzte ich persönlich auch hier auf Minimalismus, statt haufenweise Messungen und Tests durchzuführen. Zunächst heißt es also: GTmetrix nutzen. Dort gebt ihr einfach eure URL an und lasst das Tool arbeiten. Anschließend listet GTmetrix den Score bei Google Pagespeed, den von Yahoo Yslow, sowie allgemeine Daten auf. Nicht vergessen: Die Ladezeit dort ist nicht die reale Zeit eines deutschen Nutzers, die Server von GTmetrix stehen nämlich in Amerika. Der Sinn dieser ersten Prüfung ist aber auch nur der, dass später die Änderungen und Verbesserungen deutlich sichtbar werden. Lasst euer Ergebniss also einfach offen und öffnet nun einen weiteren Tab im Browser für den nächsten Test.

3. Google Pagespeed gibt Tipps

Nun kommt Pagespeed, das Tool von Google zum Einsatz, und das misst dabei nicht direkt die Ladezeit als solche, sondern gibt einen verständlichen Score aus. Außerdem listet Pagespeed Hinweise zur Verbesserung auf, die letztendlich, wenn sie denn korrekt umgesetzt werden, zu einem Pagespeed Score von 100 führen. Erstrebenswert ist das deshalb, weil das Tool von Google stammt und niemand so genau weiß, ob solche Ergebnisse nicht ebenfalls als Faktor für das Ranking herangezogen werden. Der größte Vorteil von Google Pagespeed ist aber eben, dass es Fehler präsentiert und Verbesserungen vorschlägt, von denen viele wirklich sinnvoll sind. Also messt eure Website dort und setzt die Tipps um, die für euch Sinn ergeben und im Bereich des Möglichen liegen. Alle Tipps von Google zu befolgen macht dabei meist keinen Sinn, weil Pagespeed auch mal gerne unsinnige Dinge vorschlägt bzw. Features anpreist, die für das eigene Projekt gar keinen Sinn ergeben.

4. GTmetrix die Zweite

Nun habt ihr bereits einige Dinge von Pagespeed angewandt, doch immer noch gibt es genügend Potenzial, um die Ladezeit eurer Website zu verbessern. Also wieder einen neuen Tab mit GTmetrix aufrufen, das alte Ergebnis aber immer noch geöffnet lassen bzw. merken. Durch die Änderungen, sollte eure Website bei GTmetrix nun besser abschneiden. Perfekt allerdings nicht, weshalb nun noch die vielen Hinweise dieses Tools verwendet werden dürfen. Klickt euch unter “Breakdown” einfach mal durch Pagespeed, Yslow usw. durch, achtet dabei auf die Balken rechts. Sind diese zu 100 Prozent grün, ist alles perfekt. Sind sie dagegen rot, klickt links auf den Text, um zu erfahren wie ihr die Performance eurer Website weiter beschleunigen könnt. Auch hier gilt wieder: Nicht alles ist nützlich, aber vieles ist sinnvoll. So möchte GTmetrix bei mir beispielsweise unbedingt, dass ich ein CDN einsetzte. Das würde bei einer kleinen Website mit wenigen Bildern etc. aber gar keinen Sinn ergeben, also ignoriere ich diesen Hinweis einfach und setzte das um was ich kann und will.

5. Langsame Plugins erkennen

Eure Website ist nun soweit fertig optimiert. Ihr habt sie an Google Pagespeed angepasst, ihr habe viele Tipps von GTmetrix umgesetzt, und die Ergebnisse sollten nun entsprechend besser ausfallen. Doch immer noch gibt es etwas, was die Performance einer Website massiv beschleunigen kann. Und das ist das Löschen von langsamen Plugins. Zu viel schlecht programmierter Code, zu viele unsinnige Aufrufe, es gibt bei Plugins Unmengen an Potenzial, welches eine Website stark ausbremsen kann oder gar den ganzen Server in die Knie zwingt. Abhilfe schafft hier das WordPress Plugin P3 Plugin Performance Profiler, welches Plugins auf ihre Ladezeit testet und lahme Schnecken enttarnt und auflistet. Alle Informationen zur Nutzung der Erweiterung, habe ich hier im Artikel bereits zusammengefasst. Einfach kurz durchlesen und auf die eigene Website anwenden.

Ladezeit noch einmal selbst testen

Als letztes überprüft ihr die Ladezeit nun noch einmal selbst. Für mich ist das immer das Wichtigste, denn Tools können ausgeben was sie wollen, doch ein eigener Test ist immer auch das was auch der Endnutzer sieht. Also öffnet euren Chrome Browser, ladet eure Website, macht einen Rechtsklick auf “Element untersuchen”, geht dann auf “Network” und ladet mit F5 die Website erneut. Im Fenster unten werden nun die Elemente mit ihren Ladezeiten angezeigt, ganz unten in der Leiste seht ihr die tatsächliche Ladezeit aller Objekte zusammen. Mehr als 2 Sekunden ist bereits Gift, eigentlich sollte eine Website in 1 bis 1,5 Sekunden vollständig verfügbar sein. Ist dem nicht so, dann schaut doch mal in meine WordPress auf Speed Artikelserie, die viele Tipps zur Verbesserung der Performance mitbringt und immer wieder überarbeitet und angepasst wird.



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