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WordPress Plugins die schlecht für die Performance sind

Wordpress Plugins die schlecht für die Performance sind

WordPress braucht Power

WordPress ist kein Content Managment System was überall gleich gut läuft. Es ist ein CMS was eine spezielle Umgebung braucht, um sich so richtig zu entfalten. Genau deshalb gibt es auch verschiedene WordPress Hoster, die sich genau darauf spezialisiert haben und zum Teil auch mit eigenen Lösungen und Routinen arbeiten. Doch die sind teuer, machen für den Laien nur wenig Sinn, lohnen sich erst mit steigendem Umsatz und echter Arbeit. Doch es braucht gar kein spezielles WordPress Hosting, wenn einfach einige Regeln beachtet werden, um den eigenen Server oder das günstige Webhosting-Paket zu schonen. Ganz vorne mit dabei  ist der Verzicht auf bestimmte Plugins, denn einige bringen WordPress wirklich zum schwitzen und bringen günstige Server schnell in die Knie.

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Problem: Die Funktion ist so bekannt wie beliebt. Ihr lest einen Artikel und darunter werden ähnliche Beiträge, also Related Posts präsentiert. Das Problem bei solchen Plugins: Sie beanspruchen die Datenbank ziemlich stark, doch selbige ist bei günstigem Hosting oft der Flaschenhals, also das schwächste Glied. Da müssen Artikel indexiert, geordnet und zugewiesen werden, was alles sehr aufwändig und komplex ist, viel Ressourcen benötigt. Dazu kommt noch nicht Tatsache, dass nur wenige Related Posts Plugins für WordPress sauber und effizient programmiert sind, nur wenige richtiges Caching nutzen und so Performance einsparen. Ein Verzicht auf diese Funktion ist bei günstigen Servern oder Hosting-Paketen also durchaus angebracht.

Alternative: Die Alternative können Dienste wie Outbrain oder auch Plista sein. Beide bieten eine Möglichkeit an ähnliche Beiträge anzuzeigen, ohne dabei den eigenen Server direkt zu belasten. Eingebunden wird alles via Javascript, was nicht unbedingt performant, aber oft besser als eine Lösung auf dem eigenen Server ist.

Broken Link Checker

Problem: Der Broken Link Checker für WordPress mag ein praktisches kleines Werkzeug sein, ist aber auch eine Erweiterung die Server zum Frühstück verspeist. Soll heißen: Aktiviert den Broken Link Checker wirklich nur wenn es absolut notwendig ist, nur in der Nacht oder in anderen besucherarmen Zeiten, vor allem aber nur für kurze Zeit. Gerade bei günstigen Hosting-Paketen kann der Broken Link Checker schon einmal die Grenzen sprengen und für Probleme oder sogar Nichterreichbarkeit sorgen.

Alternative: Eine Alternative kommt in Form eines einfachen Programms daher. Xenu Link Sleuth nennt sich das und checkt die Links auf eurem Server vom Desktop aus. Eigentlich für Windows programmiert, läuft Xenu Link Sleuth mit einigen Tricks aber auch unter Linux und MacOS.

Sitemap Plugins

Problem: Sitemaps sind laut Google nicht mehr notwendig. Dennoch helfen sie in der Praxis allerdings oft beim schnelleren Indexieren, wobei die Vorteile hier natürlich gering bleiben. Plugins wie Google XML Sitemaps fressen außerdem Ressourcen ohne Ende, die Sitemaps müssen ständig neu erstellt und gepingt werden, um korrekt zu funktionieren und einen Mehrwert mitzubringen. Auf starken Servern ist das natürlich kein Problem, auf günstigen Webhosting-Paketen sieht die Sache aber schon ganz anders aus. Sitemap Plugins für WordPress sind demnach eher nicht zu empfehlen.

Alternative: Es gibt keine. Zwar verbrauchen nicht alle Plugins Unmengen an Ressourcen, dennoch würde ich heutzutage komplett auf Sitemaps verzichten. Es gibt kaum noch stark verschachtele Websites, die Google nicht selbständig durchforsten kann und die Vorteile sind inzwischen tatsächlich nur noch gering bis gar nicht spürbar.

Views und Popular Posts

Problem: Es gibt unzählige WordPress Plugins, die versuchen die beliebstens Beiträge anzuzeigen. Das Geschieht nach Views, nach Kommentaren, nach Aufrufen, Klickzahlen, weiß der Geier was noch alles für Werte herangezogen werden. Das Problem dabei: Solche Werte wollen bei jedem Seitenaufruf erneut gemessen werden, solche Werte schreiben sich in die Datenbank. Resultat: Unzählige Aufrufe und Einträge, viel Speicherverbrauch in der Datenbank, nur um am Ende eine kleine Liste mit beliebten Artikel auszugeben, oder unter jedem Beitrag die Zahl der Aufrufe/Views anzuzeigen. Soll ich euch was sagen? Das lohnt sich nicht. Solche Listen und Funktionen klingen zwar immer recht cool, verbrauchen im Vergleich aber viel zu viel Leistung, als dass sie sich noch lohnen würden.

Alternative: Dienste wie AddThis zeigen inzwischen auch beliebten Content an, basierend auf Shares und Likes. Auch Disqus kann häufig aufgerufene Diskussionen präsentieren, was Besucher zu einem Klick verleitet. Das schöne an AddThis etc ist aber, dass diese Berechnungen nicht auf dem eigenen Server stattfinden und ihn deshalb auch nicht in die Knie zwingen werden.

Ressourcen sparen, nicht verschwenden

Das Motto bei WordPress sollte immer sein, dass Ressourcen gespart, nicht verschwendet wird. Wer auf die oben erwähnten Plugins verzichtet, geht bereits einen Schritt in die richtige Richtung und spart eine Menge unnötiger Aufrufe und Berechnungen ein. Das alles sind bedeutet Ressourcen, die gebraucht werden wenn es mal einen plötzlichen Ansturm auf eurer Website gibt. Wenn plötzlich tausende Besucher kommen, vielleicht durch einen viralen Erfolg oder eine Share-Kette bei Facebook. Darauf solltet ihr immer vorbereitet sein, denn sonst geht eure Website bei einem plötzlichen Anstieg sofort in die Knie und zeigt nur noch Fehler an, bevor dann gar keine Antwort mehr kommt. Performance ist also das Wichtigste und sollte nicht einfach für unsinnige Funktionen verschwendet werden, die nur auf den ersten Blick “cool” wirken.



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