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Wünsche für WordPress 4.0

Wünsche für WordPress 4.0

Neues in WordPress 4.0

Software wird immer in verschiedenen Versionen veröffentlicht, wobei größere Sprünge meist auch neue Features und grundlegende Änderungen bedeuten. Bei WordPress ist das ganz genau so. Ein Update wie Version 3.9 bringt kleinere Anpassungen mit sich, wie beispielsweise den TinyMCE 4.0 Editor, jedoch keine gigantischen Veränderung. Gäbe es danach noch ein Update mit der Versionsnummer 3.9.1 oder 3.9.2, dann handelt es sich dabei meistens um kleine Bugfixes, also Updates die Sicherheitslücken oder Fehler korrigieren sollen. WordPress 4.0 dagegen hebt das ganze System auf eine neue Versionsnummer. Aus der Version 3 wird Version 4 und das sollte doch mehr als nur ein paar kleine Anpassungen mitbringen. Zwar ist auch die 4.0 im Grunde nur die “normale” Weiterführung, eine ganz normale neue Version also, doch trotzdem ist es oft so, dass eine neue Zahl am Anfang auch etwas Grundlegendes an der Software verändert. Bei WordPress 3.0 war dies damals so, denn das veränderte tatsächlich eine ganze Menge und brachte unter anderem auch die Custom Post Types mit. Erwartet uns als bald schon das nächste Mega-Update?

In die Jahre gekommen

Was wird uns WordPress 4.0 bringen? Aktuell ist kaum etwas bekannt und auch ob der Schritt tatsächlich wieder so groß wie damals von WordPress 2.0 auf WordPress 3.0 sein wird, bleibt derzeit noch vollkommen unklar. Ein paar Wünsche habe ich dennoch, denn WordPress ist einfach in die Jahre gekommen. Da hilft das neue Admin Theme nicht viel weiter, auch wenn das Backend nun zumindest optisch etwas moderner wirkt. Doch unter der Haube muss vieles optimiert und schlichtweg erneuert werden, Abläufe könnten viel effizienter sein, die Performance von WordPress könnte ebenfalls noch deutlich verbessert werden. Raum nach oben ist also vorhanden, weshalb WordPress 4.0 auch wirklich neue Wege gehen sollte. Hier mal meine drei Wünsche für die neue Version.

1. Innovativer Editor

TinyMCE mag ja fantastisch funktionieren und in Version 4.0 stabil laufen, doch ist das wirklich noch die Art und Weise wie Blogger Artikel schreiben sollten? Ich persönlich habe mich zwar daran gewöhnt, doch ich weiß auch wie fantastisch beispielsweise der Editor von Ghost ist. Dabei möchte ich gar nicht auf Markdown setzten, doch eine schnellere Live-Vorschau, ein effektiverer Workflow, einfach eine modernere Art zu schreiben darf es schon sein. Inzwischen haben viele Konkurrenten gezeigt wie das geht, es gibt unzählige wirklich gute Plugins und doch finde ich, dass es etwas ist was WordPress selbst verändern sollte. Zeit neue Wege zu gehen, Zeit einen vollkommen neuen Workflow zu erschaffen.

2. Modernisiertes Backend

Neue Wege sollte auch das Admin von WordPress gehen. Damals als die Änderungen angekündigt wurden, haben viele (auch ich) mit größeren Neuerungen gerechnet. Am Ende wurden die Farben verändert, etwas was mit wenig CSS jeder schon lange hätte selbst umsetzten können. Das Backend von WordPress sieht nun zwar schick aus, doch es hat eigentlich nichts verändert oder modernisiert. Für vieles brauche ich immer noch zu viele Klicks, anderes scheint einfach überflüssiger Ballast zu sein. Und warum muss ich aus vorhandenen Farbschemen wählen? Entweder es gibt nur hell/dunkel, oder ich habe die freie Wahl eigene Farben zu wählen. Mit Plugins ist das möglich, aber so etwas muss doch nicht ausgelagert werden, so etwas ist selbstverständlich. Alles in allem wünsche ich mir also eine Überarbeitung vom WordPress Backend. Wie toll so etwas aussehen könnte, darauf habe ich euch schon einmal in einem älteren Artikel aufmerksam gemacht. Zeit also, dass auch WordPress mal über mehr als nur andere Farben nachdenkt. Wie wäre es zum Beispiel, wenn das Admin frei angepasst werden darf und auch die Sidebar mit dem Menü anders positioniert und geordnet werden kann? Nur eine von unzähligen kreativen Möglichkeiten, die ein Redesign des WordPress Backends mitbringen könnte.

3. Quellcode überarbeiten

WordPress ist in die Jahre gekommen, auch was den Code angeht. Das Update 4.0 könnte nun dazu genutzt werden, quasi alles noch einmal zu hinterfragen und zu optimieren. Da ist durchaus noch einiges möglich, denn WordPress ist anspruchsvoll und ressourcenhungrig, nur mit richtigem Hosting wirklich effizient und performant. Das könnte und sollte sich mit WordPress 4.0 ändern. Eine Überarbeitung des Codes würde aber noch weiteres mitbringen, denn wenn alles neu bedacht wird, erhalten auch Entwickler neue Chancen und Möglichkeiten ihre Themes und Plugins noch einzigartiger zu programmieren. Manch ein Entwickler spricht sogar davon, dass WordPress 3 weiterhin Support für einen Übergang erhalten sollte, während WordPress 4 wirklich massive Änderungen vornimmt, ohne Rücksicht auf alte Standards oder Kompatibilitäten. So könnten viele für den Übergang noch WordPress 3 verwenden, während WordPress 4 schon ganz neue Wege geht und die Zukunft darstellt. Klingt durchaus verlockend.

Wahrscheinliche Neuerungen

Ich wünsche mir viel für WordPress 4.0 doch mal ehrlich: Was davon ist wirklich realistisch? Bislang bleibt unklar wie mutig Automattic bei WordPress 4.0 wirklich sein wird bzw. sein möchte. Es läuft immerhin ziemlich gut für WordPress, wozu also Grundlegendes verändern? Vielleicht damit es auch in Zukunft so läuft? Sicher dürfte die Post Formats UI sein, die mit WordPress 4.0 endlich in den Core integriert wird. Auch die WP-API, die aktuell nur als Plugin existiert, dürfte fester Bestandteil des Cores von Version 4.0 werden. Auch ein Frontend Editor ist seit geraumer Zeit in Entwicklung und macht große Fortschritte, weshalb auch hier mit einer Integration gerechnet werden kann. Leider befürchte ich, dass wir damit aber schon fast am Ende sind. WordPress 4.0 wird sicherlich noch einiges verbessern und verändern, doch meine großen Wünsche wird es wohl kaum erfüllen, denn dafür reicht die Zeit bis zum Release im August 2014 vermutlich nicht mehr aus.

Nur eine Zahl

Wo WordPress 4.0 dann wirklich hingehen wird, erfahren wir alle noch früh genug. Aktuell sind das alles nur Spekulationen, denn offizielle Infos oder gar eine Liste mit möglichen Features gibt es noch gar nicht. Es bleibt demnach vollkommen offen, ob WordPress 4.0 alles verändern, oder Bekanntes nur marginal erneuern wird. Ich finde ja es ist Zeit für einen größeren Schritt, denn gerade Ghost und Konsorten haben doch gezeigt, dass bei WordPress vieles nicht so perfekt ist wie es sein könnte. Hoffen wir also einfach das Beste. Am Ende ist und bleibt die 4.0 aber nur eine Zahl, eine Zahl die sich faktisch nicht von einer anderen Versionsnummer unterscheidet. Es muss also nicht zwingend etwas Großes geschehen, WordPress 4.0 muss nicht alles verändern, ich würde es mir nur wünschen. Doch das kann auch erst mit WordPress 4.1, Version 4.2, oder auch WordPress 4.3 so weit sein. Schauen wir mal wie es läuft. Erscheinen soll WordPress 4.0, wie eben schon erwähnt, zum Ende des Jahres, um genau zu sein am 12. August 2014.



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