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Aesop Story Engine

Aesop Story Engine

Beiträge aufregender gestalten

Artikel und Seiten in WordPress aufregender zu gestalten, dass ist im letzten Jahr ein großer Trend gewesen und hat umfangreiche WordPress Plugins wie den Visual Composer, Styles with Shortcodes, sowie den Ether Content Builder hervorgebracht. Sie alle besitzen unzählige Features, um Artikel in mehrere Spalten aufzuteilen, Tabellen einzufügen, Slider und Grids zu kreieren, eben ganz normalen Text und Bilder spannender und abwechslungsreicher darzustellen. Doch bei all den Erweiterungen handelt es sich auch um kostenpflichtige Premium Plugins. Kostenlose Alternativen gab es bislang noch nicht, zumindest keine die sonderlich ernstzunehmen waren. Mit der Erweiterung Aesop Story Engine für WordPress hat sich dies nun geändert, denn das Open Source Plugin ist gerade erst auf WordPress.org veröffentlicht worden und kann nun vollkommen kostenlos installiert werden. Doch was taugt das Plugin?

Alles bis auf Slider

Zunächst einmal wirkt Aesop Story Engine vielversprechend. Alles was die hochwertigen Premium Plugins für WordPress bieten, bringt auch Aesop Story Engine mit. Naja fast, denn aktuell fehlt mir noch ein Slider, um Bilder oder Content im Post darzustellen. Macht aber nichts, denn der Rest kann sich sehen lassen und ist durchaus umfangreich. Da wären Audio, Video, sowie Content-Module. Bilder, Galerien, eine Darstellung für Charaktere bzw. Avatare, sowie der Parallax-Effekt, Zitate, Timelines und Dokumente. Alles was das Herz begehrt also, denn vielmehr kann und will wohl niemand in seinen Artikel einbinden. Doch wie einfach lassen sich die Module in WordPress nutzen und wie stabil läuft das Aesop Story Engine Plugin dabei?

Aesop Story Engine Screenshot 1

Das Einbinden der Module von Aesop Story Engine geht recht einfach und intuitiv.

Per Formular zum Shortcode

Im Grunde ist Aesop Story Engine eine Erweiterung die mit Shortcodes arbeitet. In der Praxis muss ich diese aber nie von Hand eingeben, weil sich über dem Editor ein neuer Button namens “Add Component” einrichtet. Einmal geklickt, öffnet sich eine Art Fenster mit den verschiedenen Modulen. Ein Klick aktiviert das entsprechende Modul und fragt mich anschließend nach Optionen. Also: Welche Farbe soll der Text haben, wie breit soll das Bild sein, welche Punkte gehören in die Timeline? Fragen, die ich wie in einem Formular beantworte und am Ende alles noch einmal bestätige. Dann fügt sich der daraus generierte Shortcode automatisch ein, den Content oder die Bilder sehe ich natürlich noch nicht. Erst in der Live-Vorschau, also der Preview des Artikels, wird sichtbar was Aesop Story Engine mit meinen Artikeln gemacht hat.

Performantes Leichtgewicht

Wer nun glaubt, dass Aesop Story Engine unmengen an Dateien und Scripten lädt, der irrt sich gewaltig. Um genau zu sein ist das WordPress Plugin sogar ein erstaunliches Leichtgewicht, lädt nur ein eine Javascript, sowie CSS-Datei. Die sind aber noch nicht einmal sonderlich groß, zusammen sind wir hier bei wenigen Kilobytes, was kaum eine Belastung für die eigene Website bzw. deren Speed darstellt. Aesop Story Engine ist also vom Aufbau her kein Performance-Fresser, zumindest konnte ich im Test über einige Tage nichts auffälliges feststellen. Die Erweiterung läuft rund und verursachte bei mir auch keinerlei Probleme oder Inkompatibilitäten. Alles gut also, zumindest was die technische Seite angeht.

Aesop Story Engine Screenshot 2

Die vielen Shortcodes von Aesop Story Engine werden bei Deaktivierung zum Problem. Überlegt also vorher, ob ihr die Erweiterung wirklich dauerhaft nutzen möchtet.

Zwanghaft aber kostenlos

Das Problem bei solchen Plugins ist die Bindung. Wer Aesop Story Engine wirklich effektiv nutzen möchte, muss sein Theme ein wenig anpassen (Beispiel Theme), damit es mit all den neuen Elementen auch wirklich gut aussieht. Sonst lassen sich nur Standards nutzen, die eventuell, je nach Breite des Themes etc., merkwürdig wirken können. Durch die Implementierung der Shortcodes lässt sich Aesop Story Engine auch nicht einfach mal eben wieder deaktivieren. Wer die Erweiterung nutzt, muss dabei bleiben, weil er sonst Unmengen an Shortcodes in seinen Artikeln wiederfindet und diese mühselig ausblenden muss. Immerhin: Aesop Story Engine ist kostenlos und wird es wohl auch bleiben, denn das Plugin bzw. die Entwicklung wurde via Crowdfunding finanziert.

Fazit zu Aesop Story Engine

Ich bin kein Freund von Erweiterungen, die ein einfaches deaktivieren unmöglich machen. Genau das ist bei Aesop Story Engine aber der Fall, denn ohne das Plugin bleiben Shortcodes und unformatierter Inhalt zurück. Auf der anderen Seite finde ich es gut, dass es endlich eine kostenlose Alternative zu den großen Post-Styling-Plugins gibt. Für Anfänger ist Aesop Story Engine also wunderbar, weil sie mit jedem Theme aufregende Artikel schreiben können, die nicht immer gleich aussehen müssen. Das ist ein Trend der wohl bestehen bleibt, denn die Leute haben es satt immer die gleichen Formatierungen zu erleben. Wer sich auskennt sollte dennoch an eigenen Shortcodes und Lösungen arbeiten, denn es kann immer mal der Tag kommen, wo Aesop Story Engine plötzlich nicht mehr funktioniert, nicht mehr weiterentwickelt oder unterstützt wird. Rein vom Umfang und der Qualität ist das WordPress Plugin aber durchaus eine Empfehlung wert. Probiert es doch einfach mal aus, es kostet ja nichts.

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