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WordPress beschleunigen in 5 Schritten

5 Schritte um WordPress zu beschleunigen

WordPress Performance

Hier auf FastWP geht es um alles was mit WordPress zu tun hat, doch eben alles mit dem Fokus auf die Performance. Ist selbst bin absoluter Performance-Fetischist, weshalb ich Snippets und Plugins meist entsprechend prüfe und auf ihre Leistung untersuche, bevor ich sie hier vorstelle oder sogar selbst verwende. Auch den ein oder anderen Guide bzw. die ein oder andere Anleitung um Wordpress zu beschleunigen, gab es hier bereits, doch genug Tipps und Tricks kann es beim einem Thema wie WordPress eigentlich nie geben. Warum? Weil das System in einigen Bereichen ziemlich träge ist und spezielle Anforderungen stellt, die es zu erfüllen gilt, um die eigene Website schnell und flüssig laufen zu lassen, alles ein wenig zu beschleunigen. Hier also mal 5 aktuelle Tipps, um WordPress richtig flott zu machen und die allgemeine Performance zu steigern.
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1. Anzahl der Plugins reduzieren

Wichtig und dennoch immer unterschätzt: Die Anzahl der Plugins. Immer wieder treffe ich auf Anwender, die weit über 10 Erweiterungen installiert haben und sich dann tatsächlich darüber wundern, dass WordPress so träge ist und so langsam läuft. Die Antwort liegt auf der Hand, denn jedes Plugin generiert Aufrufe, beansprucht die Datenbank, integriert im schlimmsten Fall eigenes Javascript und umfangreichen Code, verlangsamt einen Blog demnach stark. Der erste Schritt ist also, sich seine WordPress Plugins mal ein wenig genauer anzuschauen. Was braucht ihr wirklich? Kann einiges nicht auch ohne Erweiterung umgesetzt werden, ist das Plugin vielleicht nicht mehr unbedingt notwendig, braucht es das Feature für eure kleine Website wirklich? Fragt euch ganz genau, was ihr braucht und wollt. Unnötige Funktionen, die nur beeindruckend aussehen, kosten Performance und sollten deaktiviert werden. Auch Dinge wie Slider sind oft wertlos, denn verschiedene Tests haben ergeben, dass selbige kaum aktiv geklickt bzw. wirklich genutzt werden . Überlegt euch also ganz genau, welche Erweiterungen ihr wirklich benötigt und deaktiviert alles was nicht zwingend gebraucht wird. So lässt sich WordPress relativ einfach um einiges beschleunigen.

2. Bilder optimieren und Lazy Load nutzen

Der nächste Schritt gilt den Bildern. Die sollten unbedingt optimiert werden. Zwar sind es pro Bild oft nur wenige Kilobyte die eingespart werden können, doch die machen sich bei der Übertragung dann schnell ziemlich stark bemerkbar, bringen letztendlich den Unterschied. So etwas kann automatisch beim Upload vollzogen werden, zum Beispiel mit Plugins wie WP Smush.itOptimus oder dem EWWW Image Optimizer. Alternativ gibt es noch Desktop-Tools oder Web-Anwendungen. Darüber hatte ich aber in diesem Artikel schon einmal geschrieben. Kleinere Bilder beschleunigen immer den Seitenaufbau von WordPress und seht es mal so: Ein Artikelbild ist vielleicht keine echte Bremse, aber 10 Artikelbilder im Index oder auf der Startseite schon. Sind diese aber alle optimiert, rechnen sich die eingesparten Kilobye pro Bild, schnell zu ein paar Megabyte für alle Bilder auf einer Seite zusammen, die dank Optimierung nun eingespart werden und WordPress bzw. die Ladezeit stark beschleunigen.

Eine weitere sinnvolle Überlegung ist es, Lazy Load zu aktivieren. Hier gilt es keine überladenden Plugins mit umfangreichen Scripten zu verwenden, sondern moderne und sehr minimalistische Lazy-Load-Methoden. Einige Caching Plugins liefern dies bereits mit, eine Empfehlung wäre hier Rocket Lazy Load. Das Plugin nutzt dieselbe Methode, wie sie auch im kommerziellen Caching Plugin WP Rocket zum Einsatz kommt. Schnell, effektiv und sehr minimalistisch gehalten. Lazy Load lohnt sich aber nur dann, wenn ihr viele Bilder in eurem Blog habt und diese oft auch in hoher Qualität anzeigen möchtet, also wenig an der Dateigröße verändern wollt.

3. Quellcode optimieren

Den eigenen Quellcode zu optimieren macht Sinn. Das bedeutet zum einen, dass ein HTML Minify angebracht ist, zum anderen, dass Javascript und CSS-Dateien zusammengefügt und reduziert werden sollten. So wenig wie möglich, ist die Regel. Kein Inline-CSS, keine Anfragen an die Datenbank, statt einem “<?php bloginfo(‘url’); ?>” lieber die direkte URL einfügen. Außerdem CSS und Javscript durch den Compressor jagen, um die Dateien noch weiter zu verkleinern. All das spart am Ende viele Ressourcen und steigert die Performance einer Website spürbar. Von Minify WordPress Plugins würde ich dagegen abraten, sie haben meist hohe Ansprüche an die Hardware und nutzen zu viele Ressourcen, zu intensiv aus, als dass sie wirklich viel Nutzen mitbringen. Das ist allerdings von Fall zu Fall verschiedenen und kommt auch auf die eigene Website an. Cachify Plugins beherrschen heutzutage meist aber auch eine effektive Methode zum minimieren von Code und Inhalten, die WordPress ebenfalls beschleunigen.

4. Caching Plugin installieren

Jetzt wurde der Quellcode bereits umfangreich optimiert, unnötige Plugins wurden deaktiviert und entfernt, selbst Bilder sind so klein wie nur irgendwie möglich. Die Performancevon WordPress müsste daher bereits deutlich gestiegen sein. Um das jetzt noch auf die Spitze zu treiben, sollte ein starkes Caching Plugin in WordPress installiert werden. Die üblichen Verdächtigen nennen sich W3 Total Cache (Stammt von einem Entwickler von Mashable) und das minimalistische Cachify (Kann im HDD-Modus keine geplanten Beiträge veröffentlichen) aus Deutschland. Ich persönlich verwende aktuell auf einigen Blogs WP Rocket, weil es meiner Meinung nach am besten läuft und in meinen Tests die größte Belastung bzw. die größten Besucheranstürme bewältigen konnte. Ein Caching Plugin ist übrigens Pflicht, weil euer Server sonst sehr schnell unter den Anfragen zusammenbricht, zumindest immer dann, wenn ihr mal mehr als nur die üblichen 10 Besucher habt. Wer WordPress wirklich beschleunigen möchte, braucht daher auch ein starkes Caching Plugin. Ich rate zu Cachify, wenn es minimalistisch sein soll und zu WP Rocket, wenn ihr viele Features wie Lazy Load und CDN-Unterstützung benötigt.

5. CDN und hochwertiges WordPress Hosting

Wenn die Performance jetzt immer noch nicht perfekt ist, habt ihr entweder etwas falsch gemacht, oder seid an die Grenzen eures Hostings gestoßen. Dann heißt es jetzt auf einen größeren Server umziehen, oder besser noch, einen speziellen WordPress Hoster nutzen. Bei Letzterem sind die Server an die Ansprüche des CMS perfekt angepasst, nutzen Datenbanken mit schnellen SSD’s und bieten oft viele kleine Optimierungen, die speziell der Beschleunigung von WordPress dienen. Auch ein CDN, also ein Content Delivery Network, macht jetzt Sinn, denn selbiges lädt Bilder und statische Dateien nicht mehr direkt von eurem Server, sondern von einem externen Speicherplatz, der genau dafür optimiert und ausgelegt ist, also besonders schnelle Zugriffe ermöglicht. CDN und Co lohnen sich allerdings nur dann, wenn euer Hosting wirklich am Ende angekommen ist und jede “normale” Optimierung nichts mehr bewirkt.

Jede Millisekunde zählt

Als Schlusswort möchte ich noch sagen, dass das mit der Performance nicht immer eine offensichtliche Sache ist. Nur weil eure Website gerade gut läuft, heißt das nicht, dass sie wirklich effizient oder performant ist. Nur weil euch 30 Plugins zurzeit keine Probleme machen, heißt das nicht, dass sie wirklich alle problemlos laufen. Meist zeigt sich die tatsächliche Performance nämlich erst dann, wenn plötzlich mal mehr als 100 Besucher, nämlich 1000, 10.000 oder gar 100.000 Besucher zur gleichen Seite auf eure Website zugreifen. Dann stellt sich heraus, ob die Performance optimiert wurde und die User keinerlei Probleme haben, oder ob die Performance von WordPress im Keller ist, der Server einfach zusammenbricht, die Nutzer laufend nur noch Fehlermeldungen sehen. Performance ist wichtig, denn im Web zählt wirklich jede Millisekunde. Wer sich selbst nicht auskennt und WordPress trotzdem optimieren und beschleunigen möchte, der sollte sich nun unbedingt noch einmal meine Übersichtsseite zum Thema WordPress Performance genauer ansehen.



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