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LaterPay: Inhalte monetarisieren leicht gemacht

LaterPay Inhalte monetarisieren leicht gemacht

Werbung und Bezahlschranken

Inhalte im Internet zu monetarisieren ist schwer geworden, richtig schwer. Nutzer sind es inzwischen einfach gewohnt ihren AdBlocker überall aktiviert zu lassen, jeder kleine Banner scheint sie bereits zu stören. Auf der anderen Seite muss Werbung deshalb aber auch immer aggressiver werden, weil sie sonst nicht mehr funktioniert. Außerdem stehen Agenturen zwischen Webmaster und Verkäufer, einfach auf schlichte Werbung zu setzten ist also auch nicht mehr so ohne weiteres möglich. Große Redaktionen lassen sich nur mit Werbung also nicht mehr bezahlen und so stellt sich die Frage nach einer Alternative. Für viele eine Hoffnung sind sogenannte “bezahlte Inhalte” bzw. Premium-Bereiche für zahlende Nutzer, auch Begriffe wie “Paywalls” oder “Paid-Content” schmeiße ich mal in den Raum. Alle die nicht bezahlen, müssen dann auf exklusiv aufbereitete Artikel verzichten, oder sogar auf das gesamte Angebot. Die Hoffnung aus Deutschland nennt sich LaterPay, eine Startup aus München.

Faires Bezahlmodell für Artikel

Dabei ist die Idee von LaterPay keine klassische Bezahlschranke. Vielmehr dürfen Nutzer Artikel ganz normal lesen und zahlen dafür dann Beträge im Cent- oder niedrigen Euro-Bereich. Haben Leser die Grenze von 5 Euro erreicht, wird die Zahlung veranlasst. Für den Leser ist LaterPay praktisch. Er kann mit einem Klick für Artikel bezahlen, die Summe aber später auch noch stornieren, beispielsweise wenn ihm der Inhalt so gar nicht gefallen hat oder schlichtweg ein Fake war. Das soll Fairness schaffen, wobei ein Missbrauch dieser Funktion mit verschiedenen Maßnahmen unterbunden werden soll. Als Webmaster entscheide ich bei LaterPay nun selbst welche Inhalte kostenpflichtig und kostenlos sind. Beispielsweise könnte ich einen Artikel komplett gratis anbieten, das dazugehörige Video oder die Bilder aber mit Kosten verbinden. Entweder zahlen meine Leser also pauschal eine Gebühr, oder bekommen nur die Hälfte angezeigt, was eine Art Freemium-Modell darstellt. Eine automatisierte Rechnungsstellung mitsamt Umsatzsteuerausweis erleichtert die Bürokratischen Dinge. Als Betreiber kann ich meine Website so ganz einfach monetarisieren, den Rest erledigt LaterPay.

LaterPay WordPress Plugin

Technisch ist LaterPay derzeit noch nicht ganz fertig, aber frühe Version für WordPress ist bereits verfügbar. Um das ganze auch tatsächlich nutzen zu dürfen, müsst ihr allerdings den sogenannten Händlervertrag ausfüllen, der all die kleinen Details regelt und soweit ich weiß monatlich kündbar ist. Gebühren entstehen dabei nicht, LaterPay bekommt einfach 15 Prozent von den verkauften Inhalten ab. Das Konzept und die Idee sind super und scheinen rein technisch auch bereits gut zu funktionieren. Bleibt eben die Frage, ob Inhalte in Deutschland wirklich auf diese Art und Weise monetarisiert werden können, wo doch jeder lauthals “kostenlos” und “umsonst” schreit. Aus Webmaster-Sicht beschweren sich die Leser aktuell über alles, mal ist es zu viel Werbung, mal eben die Paywall. Ob LaterPay als Mittelweg da angenehmer für die Nutzer ist, bleibt vollkommen offen. Die Idee, für Artikel einfach von jedem Nutzer eine winzige Summe von 10 bis 20 Cent zu verlangen, klingt aber interessant und wer will kann LaterPay mit dazugehörigem WordPress Plugin nun testen. Was haltet ihr denn von Websites mit Bezahlschranke oder generell auch von LaterPay? Seid ihr selbst bereit für Inhalte im Internet zu bezahlen?



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