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Performance-Fresser Kurzlink/Shortlink

Performance-Fresser Kurzlink Shortlink

Kurzlink ein Performance-Fresser

Von Sergej Müller, dem wohl fleißigsten deutschen Plugin-Entwickler, habe ich gerade den Hinweis auf die Performance von Shortlinks bzw. Kurzlinks innerhalb von WordPress. Durchaus interessant, denn auch ich habe für die statischen Share-Buttons bislang immer den von WordPress automatisch erstellten Kurzlink genutzt. Genauer gesagt für Twitter, denn dort sind lange URL’s ja eher unnütz und werden von den Nutzern daher meist mit einem URL Shortener gekürzt und entsprechend verschleiert. Damit das nicht notwendig ist und es Besucher beim Teilen von Beiträgen einfacher haben, dachte ich mir, der Shortlink von WordPress macht hier durchaus Sinn, zumal der via PHP sehr leicht ausgegeben werden kann. Pustekuchen, denn genau das Gegenteil ist der Fall. Der Kurzlink von WordPress erweist sich bei genauerer Betrachtung als heftiger Performance-Fresser.

12 Datenbankanfragen und 20MB Speicher

In Wahrheit ist die Kurz-URL von WordPress selbst, also der sogenannte Shortlink, nämlich alles andere als performant. Wie Sergej ermittelt hat, springen beim Aufruf dieser URL, die in einer Weiterleitung resultiert, sofort PHP und Datenbank an, verursachen so rund 12 Datenbankanfragen und 20 Megabyte Speicher. Für einen einfachen Link ist das ganz schön extrem und ziemlich übertrieben. Klar, das macht im Einzelfall vermutlich nicht viel aus und wird sich kaum bemerkbar machen, doch das trifft eigentlich auf fast alle Performance-Fresser zu. Erst wenn plötzlich mal ein Artikel viral geht und 50, 100, vielleicht 1000 oder gar 10.000 Besucher diesen Link anklicken, wird euer Server ganz schnell an seine Grenzen kommen bzw. eine ganze Menge zu arbeiten haben. Unnötig wohlgemerkt, weil man den Fall bei den WordPress Kurzlinks schließlich auch problemlos umgehen kann.

Finger weg von den Kurzlinks/Shortlinks

Was ist jetzt also zu tun, nach dieser Erkenntnis? Ganz einfach, entfernt alle Stellen, an denen der Shortlink bzw. Kurzlink von WordPress genutzt wird. Das ist bei Social Buttons meistens ein “<?php echo wp_get_shortlink(); ?>” kontrolliert also auch entsprechende Plugins. Besser sind sowieso eigene statische Share-Buttons, denn dort habt ihr selbst die volle Kontrolle. Abseits davon, solltet ihr die Kurzlinks, die WordPress ganz automatisch erstellt, am besten auch an keiner Stelle mehr selbst verwenden oder automatisiert einsetzten. Teilt bei Twitter lieber die komplett URL und gebt diese auch immer vollständig aus. Als Performance-Fresser können solche Umleitungen jedenfalls ganz schön viel Last auf einem Server verursachen, komplett unnötig, weil der Einsatz nicht notwendig ist. Dann lieber mit den guten alten URL’s arbeiten, die ruhig mal etwas kürzer ausfallen dürfen, denn das hilft auch gleich beim Thema Suchmaschinenoptimierung.