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Lohnt sich Plista als zusätzliche Einnahmequelle?

Plista Geld verdienen WordPress

Werbung mit Mehrwert

Der Anbieter Plista ist vor allem deshalb so bekannt geworden, weil er für den Nutzer einen echten Mehrwert bieten kann. So möchte das Unternehmen sogenannte Related Posts für eigene Artikel liefern, also Beiträge und Seiten, die dem aktuellen stark ähneln und damit für User durchaus spannend sein könnten. Zwar gibt es dafür bereits unzählige wirklich gute WordPress Plugins, doch Plista bringt natürlich noch weit mehr mit. So zeigt es zwischen den Beiträgen Werbung an, die angeblich perfekt zum Content selbst passen soll, dementsprechend auch hohe Klickraten aufweisen kann. Doch was ist dran an den Ankündigungen? Lohnt sich Plista als zusätzliche Einnahmequelle, oder ist es nur ein weiterer Dienst, der kaum bis gar keine Einnahmen generiert? Ich habe mir den Service vor kurzem einmal ganz genau angeschaut und ihn auf verschiedenen Seiten getestet.

Anmeldung und Einbau

Die Anmeldung bei Plista und der Einbau der Werbemittel sind relativ einfach. Für WordPress gibt es außerdem ein Plugin, dementsprechend unkompliziert ist das benutzen von Plista. Auf der Website selbst wird dann ein Widget angelegt, dieser Code wird im Theme unter dem Content eingefügt, anschließend sehen wir ein neues Feld mit den ähnlichen Beiträgen. Anpassen lässt sich das Plista Widget entweder über das Plugin in den Einstellungen, oder via CSS. Letzteres ermöglich deutlich mehr, aber so richtig Kompfortabel habe ich selbiges eigentlich nicht empfunden. Es hat einige Zeit gedauert, bis ich das Widget wirklich gut an und farblich korrekt angepasst hatte, außerdem machte die Schriftart Probleme, die sich zu sehr vom restlichen Content abhob. Wer also Webfonts etc. nutzt, stößt hier bereits an optische Mängel. Doch ich möchte fair sein, denn die normalen Anpassungen sind relativ schnell und einfach erledigt, nur bei den Details wird es dann etwas fummelig und knifflig.

Werbemittel auf Anfrage

Etwas nervig bei Plista ist auch die Tatsache, dass es zwar weitere Werbemittel gibt, diese aber nicht jedem zu Verfügung gestellt werden. Wer also mehr als nur die Related Posts nutzen möchte, die bei Plista übrigens RecommendationsAds heißen, der muss sich zunächst sperat dafür bewerben. Möglich sind dann noch MobileRecommendationAds, SlideRecommendations, PictureAds, sowie DisplayAds. Viele davon sind wirklich nervig, denn wenn Nutzer auf Bildern Werbung sehen, oder sich unten rechts Empfehlungen öffnen, dann grenzt dies für viele bereits an Belästigung. Die Foren sind jedenfalls voll mit Anfragen, wie die nervigen SlideRecommendations entfernt werden, oder wie Werbung von Plista im allgemeinen blockiert werden kann. Selbst ich, der Layer vollkommen okay findet, stört sich an den SlideRecommendations, die beim Scrollen unten rechts Empfehlungen einblenden. Da ich nicht der einzige bin, würde ich von allen anderen Werbemitteln außer den DisplayAds also grundsätzlich abraten.

Unpassend und doppelt

Richtig ärgerlich ist es auch, dass die von mir getesteten RecommendationsAds überhaupt nicht richtig funktionierten. So zeigten sie einen kompletten Tag immer die gleichen Beiträge an, egal in welchem Artikel, egal zu welcher Zeit, egal über welchen PC, egal über welche Leitung. Noch ärgerlicher war aber, dass bei drei Anzeigen, zwei doppelt waren, die dritte nur Werbung zeigt. Updates gab es erst einmal keine, auch am nächsten Tag zeigte das Widget nur die selben gleichen Beiträge an. Bei anderen Tests zeigte sich, dass Plista nicht einmal ansatzweise so gut funktioniert wie entsprechende WordPress Plugins. Dabei sind die ähnlichen Artikel für Nutzer meist wertvoll, denn gerade bei News ist es interessant, was es für ähnliche Neuigkeiten zum jeweiligen Thema gab bzw. gibt. Mit den RecommendationsAds von Plista ist der Mehrwert für User aber plötzlich nicht mehr garantiert, weshalb letztendlich auch die Aufmerksamkeit für das Werbemittel fehlen wird und damit auch keine Klicks mehr generiert werden können.

Einnahmen eher geringfügig

Auf die Frage, wie viel Geld Plista denn nun bringt, gibt es eine deutliche Antwort: Nicht so viel. Nur wenige klicken auf die Werbung, was auch daran liegt, dass sie einfach thematisch unpassend ist. Laut Plista läuft selbige über Targeting, nimmt also Daten der Nutzer zur Hilfe, um für jeden eine ganz individuelle Werbung anzuzeigen. Bei mir war sie dennoch stets unpassend, ich hätte und habe auf nichts geklickt, weil es einfach komplett uninteressant war. Außerdem stellt sich die Frage, ob Klicks nicht mehr oder weniger aus versehen vollzogen werden, immerhin sucht der Nutzer nach ähnlichen Artikeln, nicht nach einer Werbeanzeige. Alles in allem kam bei Plista nichts rum, weshalb sich der Dienst für meine Projekte auch definitiv nicht lohnt.

Fazit

Zunächst macht Plista einen wirklich gelungene Eindruck. Technisch scheint alles zu stimmen, der Einbau geht schnell und einfach von der Hand, besser könnte es eigentlich gar nicht sein. Doch Dann beginnt das Drama mit mangelnder Relevanz, geringen Klickzahlen, minimalen Einnahmen, sowie schlechten SEO-Verhältnissen, denn immerhin wird Plista über Javascript realisiert und sorgt somit kaum für eine bessere interne Verlinkung. Am Ende war ich sehr enttäuscht von Plista. Nicht weil es so gut wie keine Einnahmen gab, sondern deshalb, weil die Relevanz einfach lächerlich und schlecht war. Außerdem hatte ich immer wieder das Gefühl meine Nutzer zu ärgern, denn die wollen ähnliche Beiträge, nicht irgendwelche Artikel mit Werbung dazwischen. Nach dem Test wurde Plista also wieder entfernt, gelohnt hat sich der Aufwand letztendlich nicht.



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