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Der unglaublich nervige Weg zum eigenen WordPress Plugin

Wordpress Plugin erstellen: Ein Leidensweg

WordPress Plugin erstellen

Wie Stammleser wissen, veröffentlichte ich vor kurzem ein kleines Plugin, welches das Problem mit der Schriftart im TinyMCE Editor von WordPress löste bzw. die Schriftart von Serif zu Sans-Serif änderte und das Schreiben eigener Artikel damit, zumindest aus meiner Sicht, deutlich angenehmer gestaltete. Um dieses Plugin soll es hier nun aber gar nicht gehen, zumindest nicht explizit, eher um dessen Entstehungsprozess. Bei WordPress.org ein Plugin zu veröffentlichen, ist nämlich ziemlich nervig und mit vielen Umwegen verbunden, was ist persönlich vorheer gar nicht wusste. Eigentlich wollte ich nur meine kleine Mini-Erweiterung hochladen, ein Logo wählen und einen kurzen Text für die Plugin-Seite erstellen, wie man sich das eben so denkt, doch am Ende zog sich das alles ganz schön in die Länge und war dazu noch unnötig kompliziert. Wie genau das alles ablief, möchte ich euch in diesem Artikel mal erzählen.

Viele Umwege bis zum Plugin

Wir sind es heutzutage eigentlich alle gewöhnt, dass die Dinge unkompliziert laufen. Sobald das nicht der Fall ist, schauen wir weg und nehmen uns nicht mehr die Zeit uns damit auseinanderzusetzen. Das wisst ihr aber alle schon, denn bei uns geht es ja oft um die richtige Größe, Farbe, Position, und schon klicken die Leute deutlich öfter auf die entsprechende Schaltfläche, oder interessieren sich plötzlich für bestimmte Bereiche einer Website, die zuvor noch kaum Beachtung fanden. Doch auch mir geht es oft so, auch wenn ich dann immer wieder bewusst versuche gegen so ein Fehlverhalten anzukämpfen und auch mal hinzuschauen, wenn etwas nicht gleich innerhalb von 5 Sekunden nach meiner Aufmerksamkeit schreit. Beim Thema, ein Plugin auf WordPress.org zu veröffentlichen, hätte ich auch nie mit solchen Umwegen gerechnet, eher mit einem simplen Upload-Formular. Schon vorher gibt es aber allerlei Dinge zu beachten, was, wenn ihr euch damit nicht auskennt und euch damit auch nicht wirklich beschäftigen wollt, durchaus eine kleine Hürde darstellt. Lizenz, Readme und Co müssen exakt stimmen, damit das Plugin überhaupt eine Chance hat und mit einem einfachen Upload ist die Sache dann leider auch nicht getan.

Eine ganze Menge zu lesen

Bevor es also überhaupt losgeht, und sei das Plugin auch noch so klein, gilt es sich zunächst einmal schlau zu machen. WordPress.org stellt euch dafür gleich eine laaaaaange Seite zur Verfügung, damit ihr auch unbedingt für mehr als eine Minute beschäftigt seid. Viel zu lesen, vor allem wenn das Plugin nicht kommerziell angelegt ist und ihr es nur so nebenbei raushauen wollt. In der Hilfe zum Thema dreht sich alles um die richtigen Dateien, denn vieles muss bei eurem Plugin zwingend enthalten sein, damit selbiges überhaupt erst einmal freigeschaltet wird. Hinweise zur Lizenz beispielsweise, vor allem aber auch eine korrekte Readme-Datei. Dafür gibt es glücklicherweise gleich weider eine Vorlage, sodass ihr zumindest schon einmal sehen könnt wie so eine Readme im Idealfall auszusehen hat. Die ist auch deshalb wichtig, weil ihr Text später auf WordPress.org ausgegeben wird, also die eigentliche Seite zum Plugin mit Inhalt füllt. Viele kleine Dinge die also zu beachten sind und die ganz schön nerven, wenn du eben eigentlich nur mal schnell eine Mini-Erweiterung hochladen möchtest.

Das Ziel ist endlich in Sicht

Hat man sich nun alle Dateien seines Plugins in einem Ordner zurechtgelegt und hat sie als .zip komprimiert, gilt es selbiges erst einmal hochzuladen und bei WordPress.org einzureichen. Am Anfang war ich so naiv und dachte, jetzt geht alles ganz schnell, doch auch das täuschte mal wieder. Denn von diesem Zeitpunkt an dauert es in der Regel erst einmal ein paar Tage, bis das Plugin kontrolliert wurde und dann freigegeben wird. Ist das der Fall, bekommt ihr eine entsprechende Mail mit weiteren Daten und endlich ist ein Ende in Sicht. Doch Moment mal, so schnell und so einfach macht es euch WordPress dann auch wieder nicht. Genauer gesagt enthält die E-Mail einen Link zur Subversion (SVN), ihr braucht also erst einmal noch ein extra Programm, um das Plugin auf den Server hochzuladen. SVN ist eine Versionsverwaltung für Softwareprojekte, was bedeutet, dass alle Dateien in einem Archiv, einem repository liegen und das sorgt dafür, dass mehrere Entwickler sich nicht gegenseitig in die Quere kommen und ihre Dateien aus Versehen überschreiben. Sehr praktisch für große Plugins von einem Team oder mehreren Entwicklern, sehr nervig für Mini-Plugins von Leuten wie mir. Im SVN findet ihr dann verschiedene Ordner. In den Ordner “Assets” kommen beispielsweise die Banner und Screenshots, in den Ordner “TrunWordpress.orgk” die eigentlichen Dateien. Ist alles hochgeladen, dauert es nicht mehr lange bis der fertige Download auf WordPress.org verfügbar ist. Eigentlich also ganz einfach, nur erst einmal ganz schön umständlich.

Nie wieder ein Plugin erstellen

Alles in allem war das viel Aufwand für ein Plugin, welches ich eigentlich nur für mich selbst erstellt hatte. Doch genau diesen Aufwand wollte ich ja, denn veröffentlicht habe ich die Erweiterung unter anderem deshalb, um mal einen Einblick in die Art und Weise zu bekommen, wie die Plugins bei WordPress.org hochgeladen werden. Ob ich mir das noch einmal antun würde, weiß ich allerdings nicht. Vermutlich würde ich lieber zu irgendeinen Premium-Shop gehen, bei dem ein Upload-Formular und ein paar Datenangaben ausreichen. Ist schlichtweg einfacher und unkomplizierter. Wegen jeder kleinen Erweiterung SVN nutzen, das klingt mir dann doch zu extrem und auf Dauer wäre mir das auch viel zu nervig. Im Nachhinein ist das zwar alles gar nicht so kompliziert wie es zunächst den Anschein machte, doch es fraß trotzdem mehr Zeit als notwendig und die nutze ich dann doch lieber an anderer Stelle. Vielleicht veröffentliche ich auch einfach hier mal ein paar Themes und Plugins, vielleicht aber auch nicht. Am besten ist ich konzentriere mich auf das was ich wirklich kann, Performance-Optimierung und über WordPress schreiben. Letzteres ist ein gutes Stichwort, denn ich wollte die Erfahrungen und den Frust bewusst erleben und anschließend auch mit euch teilen. Als kleines Experiment kann ich das nun also abhaken und meine Zeit wieder für vernünftige Dinge nutzen.



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