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Performance der Permalinks

Wordpress Permalinks Performance

Permalinks und die Performance

Die WordPress Permalinks ermöglichen eine freie Anordnung der Struktur innerhalb einer Url. Damit lässt sich die Adresse einer Website frei anpassen, sodass die Elemente und Ordner direkt innerhalb von WordPress gewählt werden dürfen. Als Standard gibt WordPress nur die Id’s eines Post aus, die Url würde also in etwa so aussehen “http://fastwp.de/?p=123”. Weil das für die Suchmaschinen nicht sehr vielsagend ist und auch Nutzer gerne mal auf die Url blicken, bevor sie einen Link tatsächlich auch anklicken, sind sprechende Url’s (im Grunde Url’s mit Keywords) immer noch am beliebtesten, also so etwas wie “http://fastwp.de/Beispielbeitrag/”. Solche Url’s, in WordPress auch Permalinks genannt, lassen sich natürlich entsprechend modifizieren. Es gibt dabei viele Sonderformen, das Datum eines Beitrags kann integriert werden, auch eigene Parameter sind eigentlich kein Problem, genau wie auch die Kategorie mit angezeigt werden kann. Doch solche Permalinks ziehen auch massiv an den Ressourcen des eigenen Servers und verbrauchen mehr Leistung als manche einer glauben mag. Nachdem ich darauf vor kurzem erneut aufmerksam gemacht wurde, dachte ich mir, ich teste das Ganze mal ein wenig auf meinen eigenen Websites und stelle ein paar Vergleiche und Thesen an.

Permalink Performance in WordPress

Stark angepasste Permalinks sind also ganz pauschal mal schlecht für die Performance, das lässt sich durchaus so sagen. Außerdem haben sich die Zeiten eigentlich inzwischen geändert, auch Google selbst nutzt bei den eigenen Angeboten längst nicht mehr nur sprechende Url’s, sondern benutzt bei Youtube und Google+ ebenfalls einfache Id’s ohne Keywords. Es scheint demnach, als wäre all das gar nicht mehr so wichtig für die Suchmaschinen, die sich vornehmlich immer mehr auf Benutzerfreundlichkeit, Ladezeiten und sinnvollen Inhalt konzentrieren. Alte Tricks mit Meta-Tags und optimierten Adressen scheinen nicht mehr zu wirken, zumindest sind sie aber lange nicht mehr so effektiv wie früher. Da macht es Sinn, noch einmal darüber nachzudenken die Struktur der eigenen Permalinks in WordPress zu verändern bzw. sie bei neuen Blogs direkt anders anzulegen. Das spart Performance und das wiederum erlaubt es auch zu Spitzenzeiten noch fantastische Ladezeiten zu präsentieren, selbst auf schwachen Servern oder günstigen Hosting-Paketen. Doch wie stark machen sich die Permalinks nun wirklich bemerkbar? Reden wir hier von Kleinigkeiten, oder großen Unterschieden?

WordPress Permalinks im Performance Test

Tatsächlich reden wir hier von relativ großen Unterschieden. Die Einflüsse auf die Performance sind stärker als ich selbst gedacht hätte und machen sich auch durchaus bemerkbar. Die Permalinks sind damit ein ständiger Faktor für die Performance von WordPress und ziehen selbige unter gewissen Umständen auch wirklich in den Keller. Zwar fallen die Testergebnisse je nach Größte der Datenbank und Umstände verschieden aus, doch stets ordnet sich die Performance der Permalinks in der selben Reihenfolge an. Am schnellsten sind bei WordPress die einfachen Id’s, am langsamsten die eigens eingestellten Permalinks mit Kategorie und Artikelname in der Url. Das ist äußerst interessant, denn wir reden hier von starken Abweichungen. Gemessen wurde mit PHP Microtime und nicht nur bei einem Blog, sondern gleich bei mehreren, natürlich alle mit stark unterschiedlichen Datenbankgrößen. Außerdem verfügte die WordPress Website, bei dem der Test am aufwendigsten vorgenommen wurde, über ca. 2.000 Beiträge. Wichtig zu erwähnen, denn 2.000 Beiträge sind ein schöner Durchschnitt für eine normal gefüllte Datenbank. WordPress ist bei so einem Blog nicht mehr frisch installiert, es gibt einen Haufen Beiträge, Bilder und Kommentare haben sich in der Datenbank festgesetzt und allgemein dürften Wordpress-Installationen mit 2.000 Beiträgen eine guten Vergleich bieten.

Permalinks nach Performance sortiert

1. …de/?p=123 (ID) [0.001760005 µs]
2. …de/Archive/123 (Numerisch) [0.001962205 µs]
3. …de/2014/11/Beispielbeitrag/ (Monat und Name) [0.002254750 µs]
4. …de/2014/11/27/Beispielbeitrag/ (Tag und Name) [0.002399285 µs]
5. …de/Kategorie/Beispielbeitrag/ (Kategorie und Name) [0.002568960 µs]

Einfache Permalinks mit großem Vorteil

Getestet habe ich immer zehn Aufrufe der gleichen Seite. Am Ende nutzte ich dann den Durchschnittswert in Mikrosekunden und verglich diesen mit den anderen Permalinks. Die genauen Zeiten sind oben in den eckigen Klammern zu sehen und die zeigen, dass es durchaus größere Unterschiede gibt. Bei größeren Blogs waren die Werte außerdem noch einmal deutlich höher und auch der Abstand zu den normalen WordPress Permalinks mit einfachen Id’s war auch noch einmal deutlich größer als hier im Beispiel. Es schwankt also, doch klar ist, dass Permalinks in WordPress immer noch einen starken Einfluss auf die Performance haben und sich dieser auch, je nach Datenbankgröße, entsprechend bemerkbar macht. Nicht mit zwei Nutzer auf der Website, aber eben dann, wenn tausende zu Spitzenzeiten online sind, wenn Server eben gerne mal ins Stocken kommen oder in die Knie gehen. Ich werde in der nächsten Zeit definitiv mal ein wenig mit den Permalinks herumspielen und schauen wie sich die Performance im Alltag bemerkbar macht und welche Einflüsse das ändern der Url’s heute noch auf die Suchmaschinen hat. Sollte es da in irgendeiner Form interessante Ergebnisse geben, werde ich natürlich erneut einen Beitrag darüber verfassen.



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