Wordpress Performance Wordpress SEO Wordpress Security Wordpress Themes Wordpress Hosting Mein Setup Das Buch

Was sind eigentlich Frameworks?

Was sind eigentlich Frameworks

Was genau ist ein Framework?

Was ist eigentlich ein Framework? Diese Frage wird mir vor allem von Anfängern immer wieder gestellt. Dabei beziehen sie den Begriff “Framework” fast immer auf WordPress selbst, was per so schon einmal falsch ist, weil es Frameworks für so ziemlich alles gibt. Also was genau bedeutet Framework nun eigentlich, wenn es nicht WordPress exklusiv ist und es Frameworks für viele Bereich gibt? Übersetzt würde es so etwas wie “Rahmenkonstruktion” oder “Gerüst” bedeuten und das beschreibt die tatsächliche Funktion in der IT-Welt dann auch eigentlich schon recht passend. Frameworks sind nämlich tatsächlich eine Art Rahmenkonstruktion, etwas vorgefertigtes ohne echten Inhalt, wie ein Bilderrahmen ohne Bild. Er kann das Bild fassen und schön präsentieren, ist ohne Foto aber quasi komplett nutzlos. So ähnlich ist das mit den Framworks. Ganz egal ob nun ein WordPress Framework, oder eines anderer Art. Doch schauen wir uns das Thema noch einmal genauer an.

Frameworks sind Sammlungen

Frameworks gibt es in jeglicher Form. Es gibt WordPress Theme Frameworks, Plugin Frameworks, Javascript Frameworks, CSS Frameworks und noch jede Menge anderer Typen. Wenn ich jetzt mal den Vergleich von eben bemühe ist und bleibt ein Framework so etwas wie ein Bilderrahmen und ich selbst muss nur noch das Foto einfügen bzw. erst noch erstellen. Oder anders gesagt: Frameworks sammeln oft verwendete und nützliche Funktionen, bündeln diese und liefern sie aus, sodass ich selbige nicht immer wieder neu einfügen oder gar eigens programmieren muss. jQuery ist beispielsweise ein Framwork, oft auch Bibliothek genannt, welches eine Vielzahl an Funktionen mitbringt, auf die ich als Entwickler dann schnell und einfach zurückgreifen kann, ohne alles von Grund auf neu entwickeln zu müssen. Oder die bekannten CSS Grid Frameworks bzw. dass sehr prominente Bootstrap Framework, welches alle wichtigen Systeme (Grid, Formulare, Schriftgrößen usw.) bereits enthält, sodass ich diese gar nicht von Grund auf neu schreiben muss. Ein Framework ist also grob gesagt eine Sammlung häufig verwendeter Funktionen, auf die ich als Entwickler zurückgreifen kann, um mir die Arbeit zu ersparen, alles von Hand selbst zu erstellen.

WordPress Frameworks sind anders

Beim Thema WordPress geht es dann in eine ganz andere Richtung. WordPress Theme Framworks sind beispielsweise oft extrem umfangreiche Themes, die allerlei Funktionen enthalten. Diese Funktionen kann ich mir als Anwender dann meist im Editor bzw. Admin selbst zusammenklicken, um so per Drag and Drop ein Theme zu bauen, ohne dabei eine einzige Zeile Code zu benötigen. All die Funktionen sind nämlich schon im Framework enthalten. Auch gibt es WordPress Frameworks, wo das Framework selbst nur die Grundlagen liefert, auf dessen Basis dann schnell und einfach Themes erstellt werden können. Diese Themes kann ich als Nutzer dann kinderleicht erweitern, weil alle anderen Funktionen ja ebenfalls schon im Framework enthalten sind, auch wenn diese zurzeit gar nicht genutzt werden. Slider, Formulare, Umfragen, Header, verschiedene Bidlgrößen, Designanpassungen – all das ist im Framework enthalten und kann mit wenig Mühe oder minimalem Code integriert bzw. genutzt werden, ohne es erst extra im Detail programmieren zu müssen. Doch Moment, denn das alles hat auch enorme Nachteile und die liegen eigentlich bereits auf der Hand.

Vollgestopft und eigentlich überflüssig

So nützlich, praktisch und zeitsparend Framworks nämlich auch sind bzw. sein können, so ineffektiv sind selbige meist auch. Das liegt dabei schon in der Natur der Sache, denn Frameworks bringen ja allerlei Funktionen mit, von denen niemand, wirklich niemand alle benötigt. Für eine einfache Animation brauche ich nicht jQuery zu nutzen und für ein Grid, benötige ich noch lange nicht Bootstrap. Das ist das größte Problem von Frameworks, denn sie erleichtern zwar die Arbeit, bringen dementsprechend aber auch unfassbar viel Ballast mit. Gleiches gilt für die Theme Frameworks, denn ob aktiviert oder nicht, all der Kram der nicht genutzt wird, ist dennoch bereits im Code enthalten. Frameworks könnt ihr euch deshalb auch bildlich als eine Bibliothek vorstellen. Ein gigantisch großer Raum, Regale bis an die Decke, alles vollgepackt mit Büchern. Natürlich findet ihr hier die zwei Bücher, die ihr aktuell benötigt, doch dummerweise hat diese Bibliothek die Regel, dass ihr nur alle Bücher auf einmal ausleihen könnt. Dann habt ihr zwar immer die gerade benötigten Bücher, aber eben auch gleich alle anderen. Der Rest stapelt sich also in eurer Wohnung. Oder mal anders gesagt: Nur weil ihr Chips wollt, kauft ihr nicht gleich den ganzen Supermarkt. So bin ich persönlich eher gegen den Einsatz von Frameworks. Lieber den Mehraufwand in Kauf nehmen und ganz gezielt nur das integrieren was wirklich benötigt wird bzw. selbiges von Hand erstellen. So entsteht ein optimiertes und ballastfreies WordPress Theme. Genau so arbeite ich schon immer und überall. Fokus ist wichtig und ich investiere lieber Zeit, um etwas perfekt passend und von Hand zu erstellen, als etwas überdimensioniertes zu benutzen, was mir jetzt vielleicht etwas Zeit einspart, später aber alles nur aufbläht. Doch das muss jeder für sich selbst entscheiden, denn Frameworks sind natürlich gerade für Anfänger viel Wert. Die klicken sich mit Hilfe von jQuery nämlich schneller ihre Funktionen zusammen, als alles in Javascript neu zu schreiben.



Wordpress Performance eBook