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Deshalb nutze ich Permalinks mit ID

Deshalb nutze ich WordPress Permalinks mit ID

WordPress Permalinks ändern

Vor kurzem hatte ich in einem Artikel die Performance der Permalinks getestet und ausgewertet, Vergleiche angestellt und alles noch einmal genau überprüft. Daraufhin war ich mutig, ignorierte all die Suchmaschinenoptimierung und änderte mit einem Schlag meine WordPress Permalinks komplett. Aus den sprechenden URLs wurden so wieder statische URLs mit ID, statt wie üblich mit den wichtigsten Keywords des Beitrags. Doch warum dieser drastische Schritt? Vor allem weil FastWP sich als Testwiese und Spielplatz versteht. Hier probiere ich Dinge aus, die ich mich auf anderen Blogs nicht traue zu testen bzw. probiere ich auch Riskantes, weil es mich einfach persönlich interessiert. In diesem Fall habe ich festgestellt, dass die Permalinks allgemein ziemlich heftig an der Performance von WordPress rütteln und schlichtweg ineffektiv geworden sind. Außerdem stellte ich mir die Frage, ob sprechende URLs heutzutage überhaupt noch notwendig sind, wo Google doch beispielsweise bei Youtube auch nur noch die ID der Videos in den Adressen anzeigt, nicht aber Keywords oder gar die Namen der Clips. Nach der Änderung schrieb ich erst einmal nichts davon, denn wozu auch, es hätte ja jederzeit heftige Auswirkungen haben können. Ich musste also erst einmal abwarten was passiert und wie Google die Sache sieht. Heute ist es nun soweit, denn bereits im November letzten Jahres vollzog ich die Änderung. Jetzt, einige Monate später, möchte ich meine Erkenntnisse im Zuge der Anpassung der WordPress Permalinks gerne mit euch teilen.

Suchmaschinen und WordPress Permalinks

Dazu sei gleich mal gesagt, dass ich kein hauptberuflicher oder professioneller SEO bin, sondern nur interessiert an der grundlegenden Thematik. Auch habe ich nicht alles mit dutzenden Reports getestet und geprüft, sondern bin meine Statistiken und SEO-Tools durchgegangen, habe allerdings kleine umfangreichen Vergleiche oder ähnliches angestellt. Mir selbst ging es bei der Umstellung aber vor allem um die Leistung, weil die WordPress Performance unter den Permalinks, je nach Einstellung, ziemlich stark leiden kann. Das Auffälligste war von Anfang an aber, dass das ändern der Permalinks wunderbar und reibungslos vonstatten ging. WordPress erstellt von selbst 301-Weiterleitungen, die Google sofort versteht und entsprechend abarbeitet. Dadurch gab es zunächst einmal keinerlei Verluste im Ranking bzw. den Statistiken und alte URLs wurden ganz einfach auf die neuen umgeleitet. Die Änderung der Permalinks hatte also zunächst keinerlei negativen Auswirkungen, es war als wäre alles wie immer, nur dass URLs jetzt mit ID ausgegeben wurden. Der erste Mut hatte sich auch gelohnt, denn die Performance war im Vergleich dann eben nicht wie immer. Genau wie im Test vorab, verbesserte sie sich, sodass ich sogar den Server etwas herunter skalieren konnte und nun auf schwächerer Hardware unterwegs bin, die aber immer noch fast die identische Anzahl an Besuchern verkraftet. Geld gespart, keine Rankings verloren, also alles super? Erst einmal schon, zumindest aus meiner Sicht.

Sprechende URLs haben ihren Nutzen verloren

Perfekt sogar, denn meine Vermutung ist, dass Google sprechende URLs gar nicht mehr wirklich belohnt. Warum auch? Jemand der einfach nur gute Inhalte schreibt, wird sich um die URLs nicht kümmern. Wer optimiert diese also so, dass möglichst alle Keywords enthalten sind? Genau, der typische SEO und Profi, der meist aber eben auch mit schlechten Websites und Nischenseiten auf Platz 1 sein möchte. Meine persönliche (und etwas gewagte) Theorie wäre also, dass Permalinks mit Keywords etc. längst ihren Wert/Nutzen verloren haben, sie nicht mehr wichtig sind und keine echten Vorteile mehr bieten. Im Gegenteil, denn wenn ich nur die ID im Beitrag habe, habe ich auch meist die kürzeste URL im Index. Kurze URLs waren schon immer gut, auch heute noch. Sind kurze Adressen vielleicht sogar besser, als zwei oder drei Keywords? Einige Seiten gingen nach der Umstellung jedenfalls ein wenig nach oben und für mich hatte der Wechsel von den sprechenden URLs zu den Permalinks mit ID bislang nur Vorteile. Mehr Besucher, besseres Ranking, vor allem aber wieder einmal einen Hauch mehr Performance, der sich durchaus bemerkbar macht und den Server spürbar entlasten konnte. Da beflügelte mich gleich noch weiter zu gehen.

Das “category” in den WordPress Permalinks

Angespornt davon, machte ich gleich weiter. Auch wenn mod_rewrite heute keine echte Bremse mehr sein sollte, jede Regel frisst auch immer ein wenig Leistung. Also weg mit den Fixes, um bei WordPress das “category” bei den Kategorien zu entfernen. Ab heute ist es wieder da und warum auch nicht? Warum alles mit mod_rewrite umleiten, wo Google sich doch einen Dreck darum kümmert, ob in den Kategorien vorher noch ein “category” in der URL zu finden ist? Ich wette die Suchmaschine filtert das sogar schon bzw. nimmt es bei WordPress Blogs gar nicht mehr wahr, wo es doch so unendlich viele Websites auf Basis des CMS gibt und auch einige richtig große Portale immer noch das “category” anzeigen. Auch hier konnte ich nach der Änderung keinerlei negative Effekte oder Auffälligkeiten feststellen, außer der Tatsache, dass ich wieder Ballast losgeworden bin. Gnadenlos auf Performance optimieren war mein Motto zum Jahreswechsel, einfach mal ganz wild auch die radikalen Dinge ausprobieren und testen. Weniger mod_rewrite, weniger Hacks und Tricks, weniger Rumgespiele und alles möglichst reduziert halten, um schön minimalistisch und schnell zu sein. Das alles zahlte sich aus.

Bislang hat sich der Mut gelohnt

Bislang wurde ich für den Mut nämlich nur belohnt. Die Statistiken steigen, die SEO Tools mit ihren Kennzahlen ebenfalls, Rankingverlust gab es aus meiner Sicht keinen und allgemein läuft alles gerade besser denn je. Die Performance hat sich mit den Änderungen deutlich gesteigert, denn wie schon erwähnt, konnte ich die Hardware sogar etwas herunterstufen und spare mir damit auch noch einiges an Geld. Ich habe mit dem Artikel zu den Änderungen und Erkenntnissen, nach dem optimieren der WordPress Permalinks, extra lange gewartet und jeder SEO wird jetzt vermutlich aufschreien und mich eines besseren belehren wollen. Doch das würde gar nichts nützen. Ich teste und probiere sowieso alles selbst aus und das, was dann wirklich funktioniert, bleibt wie es ist. Die Permalinks auf Performance zu optimieren hat wunderbar funktioniert und zwar vollkommen problemlos. Es hat die WordPress Performance gesteigert und zwar spürbar. Am Ende gab es im Anschluss auch keine Nachteile, es gab eigentlich nur Vorteile. Drei Monate ist das nun her und wer mutig ist und nichts zu verlieren hat, versucht es vielleicht selbst einmal. Aber vorsichtig, denn meine Erfahrung heißt nicht, dass es bei euch genau so ablaufen wird. Grundlegendes verändern kann immer und jederzeit Probleme verursachen, wenn ihr nicht genau wisst was ihr da tut und wie ihr es im Extremfall wieder rückgängig machen oder beheben könnt.



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