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Abos werden mich arm machen!

Abos werden mich arm machen

Im Internet ist alles kostenlos

Es ist ziemlich lange her, dass ich eine Zeitschrift abonniert habe. Seit es das Internet gibt, besteht bei mir kaum noch Bedarf. Vielleicht, wenn es denn eine Fachzeitschrift mit Niveau und journalistischen Inhalten geben würde, aber mal ehrlich: Das Meiste wird seit dem zurückgehen der Verkaufszahlen immer minderwertiger. Besonders stark merkte man das bei den Gaming Magazinen, wie ich finde, die immer mehr auf 0815 Redakteure umsattelten, viele andere Bereiche taten es ihnen gleich. Das Internet hat die Magazine verdrängt bzw. sie in den Online-Bereich verlagert. Dort ist alles kostenlos und ohne Abo verfügbar. Theoretisch soll sich der ganze Spaß mit Werbung refinanzieren, praktisch ist das aber inzwischen auch kaum noch unmöglich, weil die ganzen Vollidioten im World Wide Web lieber ihren AdBlocker anstellen. Privatsphäre ist ihnen ja sooooo wichtig, personalisierte Werbung ist ja sooooo schlimm – Kotz in die Ecke, ich kann den Scheiß nicht mehr hören und bin sofort demotiviert, wenn ich die AdBlock-Raten von FastWP anschaue. Wegen dem ganzen AdBlock-Desaster hatte ich Anfang des Jahres ebenfalls die Lust verloren, aber Stammleser werden sich vermutlich noch erinnern. Darum geht es hier aber gar nicht, also schnell zurück zu den Abonnements.

Langsam verliere ich den Überblick

Auch um Zeitschriften geht es im Grunde genommen aber gar nicht, ich wollte nur zu Beginn etwas ausholen. Es geht mir darum, dass immer mehr Anbieter auf Abonnements umsatteln. Das Mag bei den Zeitschriften damals gut funktioniert haben, im digitalen Alltag geht es mir derzeit aber massiv auf den Senkel. Schon jetzt habe ich mehr als fünf Abonnements, die Übersicht und die Bereitwilligkeit zum ständigen Zahlen aber schon wieder verloren. Denn wer soll das alles zahlen? Wer verwaltet all die Abos für mich? Überall Accounts, Seriennummern, Angaben hier und da, und das alles für Werbefreiheit und neuerdings auch für ganz normale Produkte. Letzteres stört mich richtig, denn ich kann mir nicht für jedes kleine WordPress Plugin ein Abonnement zulegen, denn dann gehe ich in zwei Monaten Pleite. Schon jetzt gibt es viel zu viel im Abo und schon jetzt verliere ich langsam den Überblick.

Adobe-Produkte nur noch im Abo

Fangen wir mal mit dem Großen Player an. Adobe verkauft nur noch Abos von seinen Produkten. Toll, dachte ich mir damals, dann werde ich ganz sicher kein Photoshop mehr nutzen. Mag sein, dass das Abo am Anfang schön günstig ist, ich zahle aber dafür auch mein lebenlang und zwar jeden Monat bzw. jedes Jahr. Das ist ein Problem, weil ich nicht jede Photoshop-Version brauche und früher dafür dann auch nicht zahlen musste. Beispielsweise habe ich lange Photoshop CS3 genutzt, weil die Neuerungen der Nachfolger für mich nicht von Bedeutung waren. Jetzt geht das nicht mehr, ich zahle mich einfach dumm und dämlich. Dauerkosten am laufenden Band und wohin das Auge reicht, immerhin ist Adobe nicht der einzige Anbieter der komplett auf Abo umgestellt hat.

WordPress Plugins probieren es auch

Auch WordPress Plugins satteln derzeit massiv um. WP Rocket gibt es von Anfang an nur im Abo, viele Plugins danach taten es der Erweiterung gleich. Jeden Monat ein paar Dollar, per Komplettrechnung pro Jahr etwas sparen – Kennen wir alles. Wird dadurch aber nicht besser. Soll ich nun für drei, vier Plugins wirklich jährlich Geld bezahlen? Ist es mir das wirklich noch wert? Habe ich das Geld überhaupt über? Will ich mich wirklich dauerhaft zur Zahlung verpflichten, nur um ein Plugin zu nutzen? Das mag bei einem Caching Plugin noch Sinn ergeben, doch immer mehr und immer kleinere WordPress Plugins verlangen mehr als die Einmahlgebühr. Ich bin da ehrlich gesagt langsam raus, das ist mir einfach zu viel des Guten. Schon jetzt zahle ich für mehrere Erweiterungen Abonnements. Pro Jahr sammelt sich da schnell eine fette Summe an, die auf all die anderen Ausgaben noch aufgerechnet werden muss.

Websites gibts jetzt auch im Abo

Dann wären da natürlich noch die Websites. Die gibt es jetzt nämlich auch im Abo, komplett werbefrei. Bei Golem zahle ich, bei Gamestar zahle ich, Youtube will auch ein werbefreies Abo anbieten und Die Zeit bezahle ich auch im Abo. Bei einigen anderen Seiten verschwinden Artikel sogar immer mehr hinter der Paywall, sind also nur noch gegen Gebühr zu lesen. Anders geht es in diesem Bereich auch nicht mehr, vor allem wegen AdBlock, doch ich kann das alles auch gar nicht mehr stemmen. Gleichzeitig wird das der einzige Ausweg für echte journalistische Inhalte sein, denn ICH will ganz sicher nicht Heftig.co lesen müssen. Ich mag redaktionelle Artikel sehr, mag Reportagen und echte Journalisten, Leute die sich zum Großteil wirklich Mühe geben und etwas erreichen wollen, statt 0815 Inhalte zu verbreiten. Das gefällt mir, das unterstütze ich gerne, nur werde ich das in Zukunft nur noch bei ein, zwei Magazinen schaffen, weil ich mir nicht monatliche Abonnments für alle von mir gelesenen Websites leisten kann.

Monatliche Abonnements will ich nicht

Abos machen mich arm! Ganz ehrlich. Wer soll das zahlen? Ohne Photoshop läuft nur wenig, also muss ich zur Crative Cloud greifen. Die WordPress Plugins sind meist gut, also zahle ich hier und da auch gerne das Abo, schließlich werden so auch Updates und die weitere Unterstützung finanziert. Bei Websites unterstütze ich gute Inhalte und tue das wirklich sehr gerne. Das Problem ist eben nur: All das muss sich massiv auf einen kleinen Kern reduzieren. Früher hatte ich ein, zwei Zeitschriften im Abo. Mehr ging zwar, mehr wollte ich mir aber nicht leisten. Jetzt ist es eigentlich ebenso. Ich zahle doch nicht für jede Website 5 Euro im Monat, bin gleichzeitig aber den Konsum von 20 oder 30 gewöhnt. Ich zahle doch nicht jeden Monat für Photoshop, wenn ich all die Updates zum Großteil gar nicht benötige. Gleichzeitig bin ich Photoshop aber gewohnt und Photoshop-Alternativen sind halt selten so perfekt. Inzwischen häufen sich die Abos und ich ziehe die Notbremse. Es sind schon jetzt zu viele dauerhafte Zahlungsverpflichtungen für meinen Geschmack. Von mir aus kann das alles einmalig 100 Euro oder mehr kosten, aber ich zahle mich nicht dumm und dämlich aufgrund von Abonnements, die letztendlich nur der Gewinnmaximierung dienen. Wenn ich für ein Plugin zahle, dann will ich es uneingeschränkt nutzen. Geld kann der Entwickler mit einer Nachfolger-Version wieder verdienen. Bei Photoshop brauche ich nicht jede Version, zahle also einmal viel und greife dann erst einige Jahre später wieder zu. Und auch wenn ich es gerne würde: Ich kann nicht jede Website Abonnieren, surfe aber durchweg ohne AdBlocker und versuche so wenigstens fair zu bleiben. Aber ganz ehrlich: Abos machen mich arm! Sie nerven mich, sie müssen verwaltet werden, tauchen jeden Monat wieder auf der Rechnung auf und ich will meine Produkte, gerade die digitalen, einfach nicht im Abonnement zahlen.



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