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Sitemap für Nutzer erstellen (nicht für Google)

Sitemap fuer Nutzer erstellen

Sitemap für Nutzer, statt für Google

Eine Sitemap in WordPress zu erstellen macht zwar nicht immer Sinn, bringt aber gerade bei Blogs mit vielen neuen Inhalten einen gewissen Mehrwert. Oft sorgt die Sitemap dann nämlich dafür, dass Google neue Inhalte sofort registriert und dann zeitnah vorbeischaut, um selbige zu indexieren. In meinen Tests sorgte das schlussendlich fast immer dafür, dass Artikel von Blogs mit Sitemap meist schneller bei Google gelistet werden, als neue Artikel von Blogs ohne entsprechende Sitemap. Doch warum dann noch eine weitere Sitemap für Nutzer erstellen? Verwenden die überhaupt eine Sitemap und wo besteht da wirklich der Sinn? Ganz ehrlich? Auch die dient zum Teil wieder Google, denn die Webmaster Guidelines der Suchmaschine setzten eine Sitemap für Nutzer und eine für Suchmaschinen voraus. Davon abgesehen kann, je nach Website, eine Sitemap aber auch für die Leser des eigenen Blogs von Interesse sein, vor allem wenn sie sich schnell eine Übersicht verschaffen wollen. Wie ihr so etwas einfach und schnell realisiert, habe ich euch hier mal im Detail erklärt. Ist nicht wirklich kompliziert und schnell erledigt, demnach eine Überlegung wert.

1. Template erstellen

Das Wichtigste ist zunächst das Template für die Sitemap. Diese wird später nämlich als WordPress-Seite angelegt, was die Verwaltung vereinfacht. Dazu kopiert ihr einfach folgenden Code in einen Editor und speichert das Ganze als Sitemap.php ab. Dann kopiert ihr die Datei via FTP/SFTP in das Theme-Verzeichnis eures aktuell ausgewählten Themes und der erste Schritt ist bereits abgeschlossen.

<?php
/*
Template Name: Sitemap
*/
?>
<?php get_header(); ?>


/* HIER EVENTUELL STYLING-TAGS FÜR DEN KOMPLETTEN BEREICH EINFÜGEN (SCHLIEßEN NICHT VERGESSEN) */


<h2>Seiten</h2>  
    <ul><?php wp_list_pages("title_li=" ); ?></ul>  
<h2>RSS Feeds</h2>  
    <ul>  
        <li><a title="Full content" href="feed:<?php bloginfo('rss2_url'); ?>">Main RSS</a></li>  
        <li><a title="Comment Feed" href="feed:<?php bloginfo('comments_rss2_url'); ?>">Comment Feed</a></li>  
    </ul>  
<h2>Kategorien</h2>  
<?php 
$cat_args = array(
  'orderby' => 'name',
  'order' => 'ASC',
  'child_of' => 0
);

$categories =   get_categories($cat_args); 

foreach($categories as $category) { 
    echo '<dl>';
    echo '<dt> <a href="' . get_category_link( $category->term_id ) . '" title="' . sprintf( __( "View all posts in %s" ), $category->name ) . '" ' . '>' . $category->name.'</a></dt>';
	
     $post_args = array(
      'numberposts' => 5,
      'category' => $category->term_id 
    );

    $posts = get_posts($post_args);
	
	foreach($posts as $post) {
	?>
		<dd><a href="<?php the_permalink(); ?>"><?php the_title(); ?></a></dd>
	<?php 
	} 
	echo '<dd class="view-all"> <a href="' . get_category_link( $category->term_id ) . '" title="' . sprintf( __( "View all posts in %s" ), $category->name ) . '" ' . '>View all posts in ' . $category->name.'</a></dd>';
	echo '</dl>';
} 
?>
   
<h2>Archive</h2>  
    <ul>  
        <?php wp_get_archives('type=monthly'); ?>  
    </ul>
<?php get_footer(); ?>

2. Template anpassen

Das Sitemap.php Template solltet ihr nun auch direkt innerhalb von WordPress bearbeiten können. Unter “Design -> Editor” könnt ihr rechts in der Liste die Sitemap.php wählen und diese dann bearbeiten. Damit sich das Design auch eurem aktuellen Theme anpasst, müsst ihr noch die richtigen Abschnitte hinzufügen. Am besten schaut ihr einfach mal in die Single.php und guckt dort welche Tags vor dem eigentlichen Inhalt stehen. Diese fügt ihr dann auch in die Sitemap.php ein. Das bedarf keiner Erklärung, denn wenn ihr nicht wisst wie das geht, ist eine Sitemap ohne Plugin wohl nicht unbedingt geeignet für euch.

3. Sitemap-Seite erstellen

Nun erstellt ihr unter dem Menüpunkt “Seiten” eine neue Seite und nennt diese ganz einfach Sitemap. Rechts ist nun ein kleiner Bereich (Attribute) mit einem Auswahlmenü und dort wählt ihr unter “Template” das zuvor angelegte Sitemap Template aus. Jetzt noch auf speichern klicken und schon sollte eure Sitemap fertig sein, die als einfache WordPress-Seite funktioniert.

4. Sitemap verlinken

Damit eure Nutzer die Sitemap auch finden, müsst ihr diese natürlich noch im Menü oder Footer Verlinken. Ich habe meine Sitemap hier Footer verlinkt, weil in meinem Fall dort einfach der richtige Platz für so etwas ist. Könnt ihr ja mal nachschauen.

Mehrwert liefern ist SEO der Zukunft

Der großte Unterschied zur Sitemap für Google ist der, dass eine Sitemap für Nutzer nicht alle Artikel oder Kategorien beinhalten muss. Eine Sitemap, die dem Leser dient, wird nicht für eine klare Verlinkung angelegt, sie soll wirklich einen Mehrwert bieten. Einfach alle 10.000 Artikel des Blogs aufzulisten, bringt weder dem Nutzer etwas, noch findet Google so viele Links wirklich klasse, weshalb für eine Sitemap für Nutzer vollkommen andere Regeln gelten als bei einer Sitemap für Suchmaschinen. Hier im Beispiel werden alle Kategorien, Feeds und Co aufgelistet, aber jeweils nur mit den letzten fünf Artikeln. Das reicht Nutzern, um sich via Sitemap einen Überblick zu der Themen und Inhalte verschaffen, die Kategorien einzusehen und sofort die letzten Artikel dargestellt zu bekommen. Praktisch, wertvoll und eine Sitemap die wirklich dem Nutzer hilft bzw. einen Mehrwert mitbringt. Genau so eine habe ich auch hier in minimaler Form umgesetzt, nicht nur um die Webmaster Guidelines zu befolgen, sondern auch weil sie dem ein oder anderen wirklich etwas bringt. Mehrwert, das ist die Suchmaschinenoptimierung der Zukunft. Da ich hier keine fetten Menüs oder KAtegorieseiten habe, liefert die Sitemap eine schnelle, angenehme und einfach lesbare Übersicht. Ergo ist das Mehrwert und das mag Google, das mag der Nutzer, das mag ich. Minimalistisch und sinnvoll, so sollte das Web sein.



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