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Warum Newsletter niemals via WordPress verschickt werden sollten

Warum Newsletter niemals via WordPress verschickt werden sollten

WordPress Newsletter Plugins

E-Mail-Marketing ist auch heute noch ein großes Thema, weil es eben einfach immer noch hervorragend funktioniert. Wer eine große Liste an echten (!) Empfängern aufbaut, erreicht diese oft sehr direkt und aus einem bestehenden Interesse heraus. Genau deshalb funktioniert E-Mail-Marketing bei manch einem auch effizienter, als beispielsweise Facebook und Co. Außerdem können so gezielt Produkte und Artikel empfohlen werden. Auch für WordPress gibt es deshalb ein paar kostenlose und eine Menge kostenpflichtige Newsletter Plugins. Die versprechen viel und wollen ein Ersatz für externe Dienste wie MailChimp etc. sein. In Wahrheit ist dies aber nie der Fall, denn Newsletter bzw. allgemein E-Mails, sollten niemals direkt aus WordPress heraus verschickt werden. Das ist alles andere als Perfomant und sinnvoll, frei nach dem Motto: Schuster bleib bei deinen Leisten.

Newsletter Plugins fressen Performance

So gibt es viele kleine Dinge die dagegen sprechen, WordPress als Newsletter zu missbrauchen. Die Empfängerliste wird in der Datenbank verwaltet, viele Plugins sind stark limitiert oder nur sehr teuer erhältlich, vor allem ist das Versenden aus WordPress heraus aber höchst ineffizient. Newsletter Plugins fressen Server-Ressourcen zum Frühstück, belasten damit also die gesamte Website bzw. den gesamten WordPress Blog. Viele vergessen das immer gerne, weil sie es praktisch finden alles direkt innerhalb von WordPress zu realisieren, um so keine weiteren Systeme oder Accounts verwalten zu müssen. Das klingt zwar immer toll, doch WordPress ist für gewisse Aufgaben eben nicht ausgelegt und Newsletter Plugins fressen nun einmal massig Ressourcen. Es gibt einfach Dinge, die sollten, nein die müssen, ausgelagert werden, um perfekt zu funktionieren. E-Mail-Marketing gehört definitiv dazu.

WordPress ist nicht für alles geeignet

Ich möchte mit diesem Artikel hier nun aber gar nicht zu sehr in technische Details versinken. Aktuell stieß ich nur wieder auf einen Fall, bei dem allerlei unsinnige Aufgaben direkt in WordPress integriert wurden. Statt das CMS nur für die Inhalte zu nutzen, gab es massenweise Aufbauten, vom Newsletter bis hin zur Heatmap und Statistik. Das alles klingt für Anfänger nämlich immer sehr verlockend. Schnell mal ein Plugin installieren, schon ist das Problem gelöst und WordPress wurde wieder mit einer Funktion erweitert. Doch in Wahrheit, fangen so erst die echten Probleme erst an. Plugins sind immer ein Sicherheitsrisiko und zerren immer auch an der Leistung, weshalb grundsätzlich möglichst wenige genutzt werden sollten. Große Aufgaben wie Statistiken oder eben Newsletter, fressen dem Server seine Ressourcen weg, haben demnach nichts in WordPress zu suchen, sollten am besten extern betrieben, oder mit einem Dienstleister realisiert werden. Euer Brötchen-Bäcker verkauft schließlich auch keine Autoreifen und so ist auch bei WordPress zwar alles möglich, aber vieles schlichtweg nicht sinnvoll oder angebracht. Hinzu kommt am Ende dann noch, dass viele WordPress Plugins nicht professionell genug betreut werden, weshalb Sicherheitslücken länger bestehen oder gar nicht so schnell bekanntwerden, die Optimierung nicht ideal ist, Erweiterungen schlichtweg anfällig für Fehler oder Probleme sind.

Newsletter in WordPress sind ineffizient

Ein Newsletter sollte, so viel ist sicher, nicht via WordPress verschickt werden. Das mag für die Meisten toll klingen, ist aber ein bisschen der Todesstoß für den eigenen Blog. Außerdem ergeben sich so eben weitere Probleme, beispielsweise immer dieselbe IP-Adresse, also auch eine große Chance geblockt zu werden oder mit dem eigenen Newsletter schnell mal im Spam-Ordner zu landen. Des Weiteren gibt es bei vielen Hostern auch strikte Limits, sodass ihr gar nicht unendlich viele E-Mails verschicken könnt. Spart euch all den Ärger und setzt auf einen externen Dienstleister, so wie sich das gehört. Newsletter-Dienste gibt es inzwischen wie Sand am Meer und viel Geld muss hier niemand mehr investieren. Die Kosten sind übrigens auch so ein Thema, denn wer selbst einen Newsletter innerhalb von WordPress anlegen möchte, braucht, sobald die Liste größer wird, starke Hardware. Doch selbst dann, bricht diese beim schnellen Versand gerne mal zusammen oder legt die Website für einige Zeit lahm. Es lohnt sich einfach nicht und es gibt tausende Gründe, warum E-Mails bzw. Newsletter nicht via WordPress verschickt werden sollten. Seht es als allgemeinen Hinweis bzw. als Warnung, denn für bestimmte Aufgaben müssen Infrastrukturen einfach komplett optimiert sein, um letztendlich gut zu funktionieren. Es ist ein altes Thema und trotzdem gibt es auch heute noch viele Neulinge, die das noch nicht verinnerlicht und verstanden haben. WordPress ist toll, aber WordPress sollte nicht als Grundlage für alles dienen, auch wenn es inzwischen für fast alles eine passende Erweiterung gibt. Oder um zum Bäcker-Vergleich zurückzukehren: Würdet ihr Autoreifen beim Bäcker kaufen, nur weil der plötzlich welche im Angebot hat? Wohl kaum.



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