Wordpress Performance Wordpress SEO Wordpress Security Wordpress Themes Wordpress Hosting Mein Setup Das Buch

Gzip bei WordPress aktivieren

Gzip bei WordPress aktivieren

Was ist Gzip-komprimierung?

Wenn Dateien zusammengefasst, verkleinert oder verschickt werden sollen, dann werden diese zunächst einmal komprimiert. Wir alle kennen die Zip-Dateien, die Rar-Dateien und so weiter, doch Gzip begegnet uns im Alltag eher selten. Wobei das nicht ganz stimmt, denn eigentlich begegnet und Gzip weitaus häufiger als all die anderen Kompressionsverfahren. Das liegt daran, dass Gzip für Websites genutzt wird und allgemein dafür sorgt, dass Inhalte vom Server gepackt an den Browser geschickt werden, der diese blitzschnell entpackt und anzeigt. Der Vorteil: Gepackte Dateien sind komprimiert, demnach kleiner und so gelingt der Download schneller, der Browser kann in kurzer Zeit das Ergebnis zeigen. Gigantische Sprünge garantiert die Kompression zwar nicht, doch eine Website wird, je nach Größe und Beschaffenheit, dennoch deutlich schneller. Wie ihr Gzip in eurem WordPress Blog aktiviert, habe ich hier noch einmal genauer erklärt. Auch weil Anfänger das oft vergessen, obwohl es im Grunde wichtiger Standard geworden ist.

Wie aktiviere ich Gzip?

1. Zunächst müsst ihr eure .htaccess-Datei öffnen. Diese befindet sich im Hauptverzeichnis von WordPress. Falls noch keine korrekte .htaccess vorhanden ist, findest ihr hier alle wichtigen Informationen dazu.

2. Fügt folgenden Teil zu eurer .htaccess hinzu:

AddOutputFilterByType DEFLATE text/plain
AddOutputFilterByType DEFLATE text/html
AddOutputFilterByType DEFLATE text/xml
AddOutputFilterByType DEFLATE text/css
AddOutputFilterByType DEFLATE application/xml
AddOutputFilterByType DEFLATE application/xhtml+xml
AddOutputFilterByType DEFLATE application/rss+xml
AddOutputFilterByType DEFLATE application/javascript
AddOutputFilterByType DEFLATE application/x-javascript

3. Nutzer von NGINX kopieren dagegen diesen Code:

gzip on;
gzip_comp_level 2;
gzip_http_version 1.0;
gzip_proxied any;
gzip_min_length 1100;
gzip_buffers 16 8k;
gzip_types text/plain text/html text/css application/x-javascript text/xml application/xml application/xml+rss text/javascript;
gzip_disable "MSIE [1-6].(?!.*SV1)";
gzip_vary on;

4. Hier könnt ihr testen, ob die Aktivierung geglückt ist und ob euer WordPress Blog mit Gzip komprimiert wird. Ist das der Fall, dann ist alles perfekt. Ist das nicht der Fall, habt ihr irgendetwas falsch gemacht.

Wie funktioniert Gzip?

Eigentlich ist die Sache mit Gzip ganz einfach. Normalerweise stellt der Browser die Anfrage an den Server, der wiederum mit eurer Website antwortet, also beispielsweise der fertigen HTML-Seite. Diese Seite ist nun entsprechend groß, benötigt also ein wenig Zeit, bis sie vollständig geladen wurde. Gzip aktiviert nun die Komprimierung. Die versteht jeder moderne Browser und statt der großen Datei, schickt der Server nun die komprimierte, also verkleinerte HTML-Seite als Gzip. Der Browser entpackt die kleine Datei und stellt sie dar und weil diese komprimiert ist, gelingt der Download viel schneller und damit auch die Darstellung. Gzip gehört inzwischen einfach zum Standard, doch wie oben schon erwähnt, wird die Komprimierung von Anfängern gerne mal vergessen, nicht richtig eingesetzt, oder schlichtweg vernachlässigt. Ihr solltet diesen Fehler nicht begehen und von Anfang an eure Seiten mit Gzip komprimieren.



Wordpress Performance eBook