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WordPress Performance-Optimierung für Anfänger

Wordpress Performance optimieren für Anfaenger

Performance-Optimierung für Anfänger

Schon des Öfteren hatte ich euch hier das ein oder andere Snippet vorgestellt, mit dem ihr euren WordPress Blog optimieren konntet. Auch Tipps und Tricks gibt es hier immer wieder, doch oft erfordert so ein Tuning der Performance auch etwas Grundwissen über WordPress und Snippets sind manchmal nicht nur einzufügen, sondern auch noch an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Für Anfänger ist das alles gar nicht so einfach und deshalb dachte ich mir heute, dass ich ruhig mal ein handvoll Optimierungen zusammentragen könnte, mit denen wirklich jeder zurechtkommen sollte. Das Motto: WordPress ohne Aufwand schneller machen, also so, dass ihr nicht in Code eingreifen oder komplexe Routinen abarbeiten müsst. Ganz einfach also und so simpel, dass es wirklich jeder problemlos hinbekommt.

1. Bilder optimieren

Immer wieder extrem unterschätzt, wird die Sache mit der Bildoptimierung. Die Meisten Anwender laden einfach irgendein Bild hoch, dabei ist so ein vorgehen alles andere als effizient. Als Beispiel nehmen wir einfach mal die Thumbnails. Sagen wir mal jedes davon ist 100 Kilobyte groß. Bei 10 Beiträgen auf der Startseite, wären es also 1 Megabyte, der geladen werden muss. Würde jedes Bild auch nur minimal optimiert werden können, sagen wir auf 90 Kilobyte statt 100, hätten wir am Ende nur 900 Kilobyte statt 1 Megabyte, die geladen werden müssen. Das ist im Web und gerade in Zeiten von Smartphones sehr viel und macht unter Umständen viel aus. Außerdem können Bilder oft verlustfrei optimiert werden und das geht zum Beispiel mit kostenlosen und kostenpflichtigen WordPress Plugins zur Bildoptimierung. Wie gesagt: Dieser Punkt wird oft stark unterschätzt, ist in meinen Augen aber einer der wichtigsten Faktoren überhaupt, um die Ladezeit zu reduzieren.

2. Minimalistisches Theme verwenden

In den letzten Jahren gab es geradezu ein Wettrüsten in Sachen Funktionen und Features innerhalb von WordPress Themes. Jedes Theme kann inzwischen alles, nutzt Shortcodes und spezielles Scripte, kann als Blog, Portfolio oder Landing Page usw. genutzt werden. Wer hier mal kurz nachdenkt merkt schon: Wer alles will, kann nichts richtig. Mit solchen überladenen Themes bekommt ihr also auch immer unfassbar viel Ballast und Javascript spendiert, welches am Ende gar nicht wirklich verwendet wird, aber dennoch geladen werden muss. Minimalistische Themes sind hier das Zauberwort. Achtet sehr sorgfältig darauf, welches WordPress Theme ihr nutzt und konzentriert euch bei der Suche eines Themes auf das was ihr wirklich benötigt. Funktionen und Features sind oft nur Blender bzw. Spielereien die letztendlich niemand benötigt. Denkt an die großen Vorbilder: Google, Amazon, Facebook. Sie alle sind minimalistisch gehalten und verzichten auf Spielereien. Simpel funktioniert im Internet einfach immer noch am besten.

3. Content Delivery Network nutzen

Ein sogenanntes Content Delivery Network (kurz CDN) liefert Inhalte der eigenen Website (Bilder, Scripte usw.) über externe und speziell auf Performance optimierte Server aus. Das beschleunigt den Seitenaufbau enorm, weil der Ladevorgang nicht mehr durch solche Dateien blockiert wird. Für kleine Websites ist das meist vollkommen überflüssig, daher also auch gar nicht empfehlenswert. Allerdings gibt es da noch eine andere Art von CDN und zwar kostenlose CDNs die sich um Scripte kümmern. CDNJS ist hier mein absoluter Favorit. Alle bekannten Scripte (aber auch Bootstrap und mehr) sind dort verfügbar. Wer Beispielsweise jQuery einbindet, kann das direkt mit dem Code von CDNJS tun und so für mehr Speed auf dem eigenen WordPress Blog sorgen. Es gibt auch noch viele andere Gratis CDNs und ich hatte diese vor einiger Zeit mal vorgestellt. Wer bekannte Scripte verwendet, sollte sie definitiv über so ein CDN einbinden, weil diese in der Regel schneller und effektiver als der eigene Server oder Webspace sind.

4. Anzahl der Plugins reduzieren

Anfänger neigen dazu, dass sie ständig neue Funktionen via WordPress Plugin hinzufügen. Doch jedes Plugin ist eine potenzielle Performancebremse und schlimmer noch: Jedes Plugin kann auch eine Sicherheitslücke mitbringen. Oft sind die Erweiterungen nämlich nicht sauber programmiert und schon gibt es Probleme im Bereich Sicherheit und Performance. Geht am besten mal die Liste eurer Plugins durch. Braucht ihr sie wirklich alle? Macht die Funktion Sinn bzw. bringt sie tatsächlich einen Mehrwert, oder ist sie nichts als Spielerei? Wie sind die Bewertungen für das Plugin, ist es wirklich effizient und vertrauenswürdig? Hinterfragt jedes aktivierte Plugin mehr als nur einmal. Desto weniger ihr im Einsatz habt, desto besser und sicherer wird euer WordPress Blog laufen. Versprochen.

5. Caching Plugin aktivieren

Wenig Plugins sind oft mehr, sagte ich eben noch, doch ein Caching Plugin solltet ihr unbedingt aktivieren. Wer es einfach mag, nutzt Cachify, wer etwas Geld investieren möchte, kauft sich das hervorragende WP Rocket. Ohne Caching Plugin sollte jedenfalls kein WordPress Blog mehr laufen, weil die Seiten und Inhalte sonst ständig dynamisch erstellt werden müssen und das frisst die Ressourcen eures Servers zum Frühstück. Caching ist mit das Wichtigste im Web und etwas, mit dem ihr euch schon sehr früh beschäftigen solltet. Gerade WordPress geht ohne anständigen Cache nämlich sehr schnell in die Knie, sobald mal ein paar mehr Besucher auf eurer Seite verweilen.

6. .htaccess einrichten

Für WordPress muss unbedingt eine .htaccess-Datei angelegt werden, um grundlegendes zu optimieren. So könnt ihr die Komprimierung via Gzip einschalten, den Browser Cache und andere Optimierungen vornehmen. Alles ziemlich wichtig für eine bessere Performance und deshalb hatte ich euch auch schon vor längerem den Weg zu einer ultimativen .htaccess beschrieben. Der Artikel von damals wurde immer wieder aktualisiert (wie die meisten meiner Beiträge) und ist deshalb auch heute noch aktueller denn je. Schaut ihn euch mal an und setzt die Tipps dort für euren eigenen WordPress Blog um.

7. WordPress Datenbank aufräumen

Neues Themes aktivieren, Plugins installieren, Optionen verändern, automatisierte Features nutzen – Das alles ist wie Windows. Soll heißen: Alles was ihr innerhalb von WordPress aktiviert, installiert und einstellt, nistet sich irgendwo in der Datenbank ein. Das Problem dabei: Die meisten Entwickler von Plugins sind schlampig und entfernen diese Daten nach dem Deaktivieren nicht wieder. Gerade Anfänger aktivieren und probieren aber eben viel aus, doch was danach übrig bleibt, ist eine langsame und zugemüllte Datenbank. Abhilfe schaffen hier die verschiedenen Datenbank Cleaner. Noch ziemlich neu und höchst effizient ist WP-Sweep, eine Erweiterung die eure Datenbank komplett reinigt und optimiert. Doch Vorsicht: Legt zur Sicherheit immer ein Backup an. Zwar sollte im Normalfall nichts schiefgehen, doch sicher ist sicher und gerade Anfänger sollten immer mit doppeltem Boden und Netz arbeiten.

Schnelle Optimierungen für WordPress

Okay, die .htaccess ist für Anfänger doch wieder etwas komplizierter umzusetzen, doch sie kann auch viel bewirken. Viele unterschätzen nämlich das Browser Caching und die Gzip-Optimierung enorm, dabei ist beides die absolute Grundlage für eine bessere Performance innerhalb von WordPress. Auch die anderen Tipps und Tricks sollten beherzigt werden. WordPress selbst ist schnell installiert und kann einfach genutzt werden, doch gerade Anfänger vergessen eben, dass sich WordPress auch schnell zumüllt und dann oft ineffektiv arbeitet. Außerdem ist das CMS zwar simpel aber nicht unbedingt für die beste Performance bekannt. Also gilt es zu optimieren was immer möglich ist, um schnelle Ladezeiten zu garantieren und den eigenen Server nicht mit einer Mini-Website schon an seine Leistungsgrenze zu bringen. Ich hoffe ich konnte dem ein oder anderen etwas helfen.



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