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Material Design Icons als Webfont

Material Design Icons von Google als Webfont

Flat Design 2.0 vs. Material Design

Das sogenannte Flat Design, welches damals vor allem mit Windows 8 die Runde machte, war ein wahrer Segen für Websites, Webmaster, vor allem aber auch Besucher. Waren die Designs zuvor meist sehr verspielt und aufwendig, brachte das Flat Design Websites zurück auf den Boden. Plötzlich verstanden alle wieder, dass man sich auf das Wesentliche besinnen sollte, statt unzählige Effekte und Funktionen zu integrieren. Flat Design erzeugte also auch ein Umdenken, eine Vereinfachung, die in Zeiten von Smartphones mehr als angebracht war. Einfache Farben, keine Ebenen, möglichst simpel und direkt gehalten. Aus Flat Design wurde mehr oder weniger Material Design, was ich als Weiterentwicklung beschreiben würde. Das extrem simple wird etwas aufgelockert und bekommt neue Ebenen und Strukturen spendiert, die im Flat Design tabu waren. Animationen, weiche Schatten, runde Formen und vieles mehr. Flat Design 2.0 oder eben Material Design, wie es Google sicherlich lieber hört.

Material Icons als Webfont und Font

Material Designs stammt nun also von Google und auch wenn es sich gar nicht so sehr von Flat Design unterscheidet, dürfte der Konzern froh sein, schließlich stand Flat Design immer mehr oder weniger mit Windows 8 in Verbindung. Material Design ist nun aber Googles Baby und die veröffentlichten nun auch ihre Material Icons als simple Webfont bzw. Font. Somit können Webmaster ab sofort auf die fertigen und sehr gelungenen Icons zurückgreifen, die ganz simpel und performant als Webfont integriert werden können. Das Ganze wird mit einer Creative Common Attribution 4.0 International License (CC-BY 4.0) angeboten, ein Hinweis ist erwünscht, laut Google aber keine Pflicht. Damit können die schicken Material Icons auch in kommerziellen Projekten problemlos verwendet werden. Alle notwendigen Informationen liefert Google auf der entsprechenden Website. Die Material Icons von Google können dabei entweder als Webfont oder eben als selbstgehostete Font genutzt werden. Einfach, praktisch und äußerst effizient.

Vorsicht vor Material Design

Davon abgesehen möchte noch einmal dezent vor dem Trend des Material Designs warnen. Flat Design brachte uns nämlich die simple Performance zurück, die Material Design nun zum Teil wieder zerstört. Ich persönlich mag die Art, wie Material Design die flachen, klaren Strukturen von Flat Design sinnvoll erweitert, neue Ebenen hinzufügt und das Flat Design damit auch besser nutzbar macht, keine Frage, doch es bleibt die Warnung: Übertreibt es jetzt nicht, seid weiterhin minimalistisch und effizient, statt überladen und verspielt. Gutes Design ist auf den Punkt gebracht, nicht um den Punkt herumgemalt. Ob nun Material Design, Flat Design, oder Polygon Design – Nur wer klar und fokussiert daherkommt, hat wirklich Erfolg. Material Design ist hübsch und im Detail dem Flat Design sehr ähnlich, doch es hat auch das Potenzial, am Ende wieder zu viel zu liefern, zu verspielt zu sein, zu umfangreich, um noch performant zu funktionieren. Also immer daran denken und lieber minimal bleiben.



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