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WordPress 4.3 veröffentlicht

Wordpress 4.3 Features

WordPress 4.3 ist da

Wie immer berichtete ich schon lange vorab über WordPress 4.3, über dessen Features und Entwicklung, über das Release Datum und was sich spontan noch änderte oder hinzugekommen ist. Jetzt ist es aber wirklich soweit, WordPress 4.3 ist tatsächlich fertig, final und steht zum Download bzw. als Update bereit. Was euch mit der neuen Fassung von WordPress tatsächlich erwartet, wie gut die neuen und verbesserten Funktionen sind, wie es mit der Performance steht und ob ihr schnell updaten, oder aus Kompatibilitätsgründen lieber noch warten solltet, darüber lest ihr in den folgenden Absätzen nun mehr.

“Markdown” im WordPress Editor

Der Editor von WordPress wird immer mächtiger. Schon länger lassen sich Links einfügen, indem ein Wort bzw. Bereich markiert wird und dann einfach der kopierte Link mit STRG + V eingefügt wird. Dann wird das Wort nicht ersetzt, wie üblich, sondern direkt verlinkt. Das weitet sich nun aus, denn auch Markdown ist im Standard-Editor TinyMCE nun gewissermaßen vorhanden. Überschriften beispielsweise können direkt beim tippen formatiert werden. Einfach “#” für H1, ein “##” für H2 und so weiter vor die Überschrift hinzufügen und schon wird diese passend formatiert, sobald der Absatz gewechselt wird.

Wordpress 4-3 markdown editor

Das ist extrem praktisch und spart das hin und her mit der Maus, weil ihr direkt beim Tippen formatieren könnt. Natürlich ist das kein vollständiges Markdown, trotzdem gehen wichtige Befehle nun einfach via Tastatur.

Wo wir gerade beim Editor sind. Der zeigt nun auch endlich eine bessere Zählung der vorhanden Wörter an. Wurde die Zahl in WordPress 4.2 noch recht rudimentär präsentiert, wird die Anzahl der Wörter in WordPress 4.3 nun immer wieder automatisch aktualisiert, beispielsweise wenn ihr kurz aufhört zu schreiben. Ziemlich praktisch und sehr sinnvoll.

WordPress 4.3 auf mobilen Plattformen

Im Fokus von WordPress 4.3 stand wohl ganz sicher die Anpassung an mobile Geräte. Das war allerdings keine Überraschung, sondern stand war schon von Anfang an klar. Vieles im Backend von WordPress machte noch Probleme auf den mobilen Geräten, jetzt ist all das aber Vergangenheit. Der WordPress Customizer ist über die Admin Bar erreichbar, die Listenansicht wurde an mobile Geräte angepasst und viele kleine Fehler, vor allem eben Darstellungsprobleme, wurden behoben. Im Grunde lässt sich sagen: Das Admin von WordPress ist nun komplett Responsive, auch Posts und die Mediathek lassen sich endlich vernünftig durchsehen, ansehen und verwalten. Wurde eigentlich auch Zeit. WordPress 4.3 hat es nun geregelt.

Sichere Passwörter werden Pflicht

Mit WordPress 4.3 präsentiert das Team eine stark verbesserte Funktion für Passwörter der angemeldeten Nutzer. Die werden nun nämlich automatisch generiert, was zunächst einmal ein sehr sicheres Passwort erzeugt. Außerdem wurde das Strength-Meter, also die Sicherheitsprüfung für Passwörter verbessert, sodass diese nun zuverlässiger funktioniert und nicht mehr unsichere Passwörter als vermeintlich “sicher” deklariert. Die Änderungen sollen das Problem aus der Welt schaffen, dass immer noch viel zu viele Nutzer Standardpasswörter verwenden und sich allgemein zu wenig Sorgen um die Sicherheit machen. Gerade beim Angriffsziel WordPress ist das ein Problem, weil viele Attacken schon automatisiert ablaufen und leichte Passwörter so schnell zum Problem werden. Außerdem wurden die E-Mails in diesem Bereich stark optimiert, sodass beispielsweise Mails, zum zurücksetzten das Passwortes, nach einiger Zeit ablaufen und der dort enthaltene Link seine Gültigkeit verliert. Außerdem werden Benutzer jetzt automatisch benachrichtigt, wenn etwas an ihrem Account verändert bzw. editiert wird.

Wordpress 4-3 passwords

Passwörter sind in WordPress 4.3 nun endlich sicher. Zumindest der Umgang mit ihnen wurde stark verbessert.

Kommentare standardmäßig deaktiviert

Kommentare sind so eine Sache, die vielen Bloggern schon lange ein Dorn im Auge sind. Zum einen taugt das Kommentarsystem von WordPress einfach nichts mehr, da man permanent gegen Spam ankämpft und die veraltete Funktionsweise zu wünschen übrig lässt. Außerdem sind Kommentare überall per Standard aktiviert, selbst auf Seiten, wo Kommentare im Normalfall doch unerwünscht sind. Oder wollt ihr im Impressum lustige Kommentare sehen? Wie dem auch sei: Mit WordPress 4.3 sind Kommentare auf Seiten standardmäßig deaktiviert. Gleiches gilt für Custom Post Types. Überall außerhalb der Posts sind Kommentare mit WordPress 4.3 also inaktiv. Zum Glück und endlich. Ich habe sie hier schon lange verbannt, davor nutzte ich Disqus – wesentlich angenehmer für Besucher und ziemlich beliebt.

Singular.php als Standard Fallback

Für Performance-Fetischisten wie mich ist die Singular.php eine wunderbare Nachricht. Bislang mussten Single.php und Page.php einzeln im Template festgelegt werden, wobei beide häufig den selben Inhalt offenbarten. Post und Pages sind oft einfach gleich strukturiert und darauf reagiert nun auch WordPress, mit der Singular.php. Den Conditional Tag is_singular() kennen viele sicherlich, denn er legt fest, dass es sich um eine Seite oder einen Post handelt, ganz egal welcher Art. So lässt sich wieder einmal eine zusätzliche Theme-Datei einsparen, falls ihr alles zu einer einzigen Singular.php zusammenfasst. Weniger Theme-Dateien gleich weniger Aufrufe und weniger Speicher, gleich mehr Performance und minimalistischere Übersicht. Ich liebe solche Sachen und deshalb besteht diese Theme hier auch lediglich aus 5 Dateien und ist rasend schnell. In der Hierarchie kommt die Singular.php übrigens nach der single.php und der page.php. Im Zuge der Neuerungen von WordPress 4.3 wurden auch alle Themes von Minimal-Themes.com entsprechend angepasst und aktualisiert.


Sonstiges in WordPress 4.3

Neben den offensichtlichen Dingen, gab es auch unter der Haube wieder einiges an Tuning. Zwar ist auch hier nichts Spektakuläres dabei, doch immerhin wurden mehrere hundert Fehler und Probleme behoben bzw. gab es kleine Änderungen an notwendigen Stellen. Saubere Arbeit also, denn gerade im Detail gilt es WordPress weiterhin zu verbessern und den Code allgemein weiter zu optimieren. Menüs werden nun außerdem im Customizer angepasst, das mögen viele nicht, ich gehöre auch dazu, aber WordPress drängt einem in letzter Zeit immer mehr auf. Stichwort Customizer: Dort legt ihr nun übrigens auch ein Site Icon fest, welches als Favicon und App Icon Verwendung findet. Ach und bevor ich es vergesse: Zu den Dashicons von WordPress gesellen sich mit Version 4.3 noch 13 neue Icons. Für Entwickler wichtig: Innerhalb des Admins ändert sich die <h1> und <h2> -Struktur, also in eventuellen Theme oder Plugin-Optionen anpassen.

Wordpress 4-3 menus

Menüs werden in WordPress 4.3 im Customizer angepasst. Diese Entscheidung sorgte in der Community bereits für viel Ärger und eine größere Diskussion.

Hinweis in eigener Sache

Seit jeher veröffentlichte ich hier News und Hinweise zu neuen WordPress Updates und das vor und zu dem eigentlich Release der aktuellen Version. In Zukunft möchte ich es so handhaben, dass immer nur noch zwei Artikel dazu entstehen. Einmal ein Artikel mit der WordPress Versionsnummer und dem Anhang Features, der regelmäßig geupdatet und erneuert wird, sobald sich im Beta Build etc. etwas verändert, und einmal den “veröffentlicht” Artikel, der passend zum Release erscheint. Das macht die Übersicht einfacher und ihr wisst, dass ihr unter “Features” alles Vorabinfos und Hinweise aus meinem Test der Beta findet und unter “veröffentlicht” dann die fertige Version bzw. was es dazu zu sagen und zu beachten gibt. Ich denke das ist eine sehr sinnvolle Lösung, da es zwischenzeitlich mehrere Artikel zu einer einzigen neuen Version gab. So teilt sich dies auf zwei Beiträge auf, wovon der vor dem Release immer wieder aktualisiert werden kann. Jetzt aber genug geredet: Schnell, installiert euch WordPress 4.3.



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