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Deshalb hasse ich Google

Deshalb hasse ich Google

Google lässt nach

Also irgendwas läuft bei Google so richtig schief. Genau das dachte ich mir schon vor ca. einem Jahr, wenn nicht sogar länger, als die Suchmaschine immer mehr unpassende Links präsentierte. Zu der Zeit, als Google anfing gegen angeblichen Spam zu kämpfen und dabei nebenbei noch einen vollkommen normalen Blog von mir abstrafte, da wurden auch die Suchergebnisse immer minderwertiger. Zwar fand ich noch Antworten und Websites, eben die nach denen ich eben forschte, doch die waren meist erst auf Seite drei oder vier. Überhaupt lässt sich sagen, dass aktuell kaum noch gute Ergebnisse auf der ersten Seite zu finden sind. Zumindest bei meinen Suchen werde ich von Google nur noch enttäuscht. Enttäuscht werde ich dabei auf Nutzer-, wie auch Webmaster-Seite. Weil Google mir als Nutzer nicht das liefert was ich möchte und als Webmaster dafür sorgt, dass ich mich mehr um Google, als um Inhalte kümmern muss. Wer sich bei all den Regeln, Guidelines, Updates, Änderungen und neuen Google-Gesetzten nämlich nicht ständig informiert und auf dem Laufenden bleibt, hat bei dem Suchgiganten im Grunde auch keine Chance mehr.

Ich hasse Google!

Auch die Dienste von Google schmecken mir ehrlich gesagt nicht. Nicht mehr. Ein Account der alles bindet, muss einfach nicht sein. Außerdem wurde ich vollkommen unverschuldet bei AdSense gesperrt, nachdem ein Youtube Video auffällig viele russische Kommentare erhielt. Wir reden hier von einem einzigen Video, alle anderen Clips blieben vollkommen normal, nur das eine Video bekam plötzlich unzählige Views, Likes und Kommentare in kyrillischer Schrift. Gekaufte Likes und Kommentare sollten das sein, ich wurde vom “Google-Gericht” für schuldig erklärt, mein Antrag auf erneute Freischaltung wurde abgelehnt, Einnahmen waren weg und zwar für immer. Das Google-Gericht hatte gesprochen. Okay, andere Geschichte. Damals fragte Google nach einem Login plötzlich nach meinem Geburtsdatum. Ich hatte für den Kram gerade keine Zeit, klickte es einfach weg, da ich nur schnell ein Dokument von Google Drive holen wollte, auf das jemand wartete. Dumm nur, dass ich laut dem Formular, welches ich abgeschickt hatte, genau null Jahre alt war. Gibt es nicht, schon klar, für Google aber schon und sofort war der Account automatisch und komplett gesperrt. Solche Sachen haben mich dazu gebracht, die Firma, deren Dienste und alles was damit zu tun hat (Chrome, Smartphones mit Android etc.) regelrecht zu hassen. Aber auch so ist Google keine “gute” Firma mehr, sondern nutzt das eigene Monopol immer mehr aus, wie es scheint.

Warum der Hass?

Doch warum hasse ich Google? Ich meine, wenn ich Depp ein falsches Geburtsdatum angebe, bin ich ja selbst Schuld. Man könnte jetzt über den Sinn und Unsinn diskutieren, oder darüber, dass ein Alter von null Jahren eben unmöglich ist. Aber was mich vielmehr stört ist, dass Google Unmengen an Dienste präsentiert, aber einzig und allein für AdWords (der eigenen Werbeplattform) Support anbietet. Du erreichst de fakto keine Sau bei Google, wenn du versuchst irgendein Problem zu lösen. Ist der Account gesperrt, kommst du nicht einmal mehr in die Foren, zumindest war das damals so, als mein eigener Account wegen dem Datum gesperrt und verriegelt wurde. Das Ärgerliche zur damaligen Zeit: Alles woran ich arbeitete, hatte ich zum gemeinsamen Bearbeiten bei Google Drive hinterlegt und all das war nun einfach weg bzw. in einem Tresor dessen Kombination ich nicht kannte. Zwar hatte ich 31 Tage Zeit das Google-Konto mit der Ausweisnummer zu reaktivieren, doch wie der Zufall so wollte (kein Scherz), war genau da mein Personalausweis abgelaufen und der neue kam nicht mehr rechtzeitig an. All das hätte man einem Support nun freundlich erklären können, doch ohne Support und Ansprechpartner wurde der Account einfach permanent gelöscht, mitsamt allen Daten und ohne irgendeine Rückfrage. Bei AdSense bin ich auch raus, aber da will ich auch gar nicht mehr rein. Sollen andere Websites Google mit Daten füttern, ich habe da nur noch bedingt Interesse dran, möchte mit der Firma so wenig wie nur möglich zu tun haben.

…und es hat Bing gemacht

So ein Verhalten kotzte mich schon damals dermaßen an, dass ich Bing.de ausprobierte. Die Startseite mit den tollen Bildern und Fotografien gefiel mir auf Anhieb besser als die Doodles von Google und seit Windows 8 und dem Flat Design, sind auch Tools wie der Bing Translator viel hübscher und besser zu bedienen als Google Translate, über Material Design und die verhunzte Roboto Font von Google brauchen wir übrigens gar nicht reden. Das Problem bei Bing ist nur, dass die Ergebnisse oft nicht sonderlich passend sind. Dafür finde ich dort allerdings oft auch Seiten, die bei Google gar nicht gelistet sind. Dieselbe Suche bringt mir bei Bing daher oft die interessanteren Ergebnisse, auf die ich so noch nicht gestoßen bin. Quasi so als würde Google alles indexieren und dabei den Überblick verlieren, wobei Bing nicht alles indexiert, aber weiß was präsentiert wird. Trotzdem lässt sich nicht leugnen, dass Google, auch wenn Google in den letzten Jahren gefühlt schlechter geworden ist, immer noch die besseren Suchergebnisse liefert. Allerdings bevorzuge ich persönlich inzwischen trotzdem Bing und das hat noch ganz andere Gründe als die gerade genannten.

Kampf gegen das Monopol

Mir geht es dabei inzwischen nicht mehr nur darum, gegen das Monopol Google zu kämpfen, wobei auch das ein wichtiger Faktor ist. Bing ist die einzige Suchmaschine mit einem Marktanteil (zumindest in Amerika) der Google gefährlich werden könnte bzw. Google einfach noch ein wenig die Stirn bietet. Es reicht also schon wenn wir alle unsere Startseite von Google zu Bing ändern, nur um deren Präsenz etwas zu erhöhen. Wenn ihr bei Bing als Standardsuche dann immer noch nichts findet, könnt ihr ja zu Google gehen, aber der erste Weg sollte immer Bing sein. Von mir aus könnt ihr natürlich auch andere Suchmaschinen wie DuckDuckGo verwenden (sind auch Bing-Ergebnisse), nur hört endlich auf Google zu nutzen und setzt zuerst immer auf die Alternative. Gerade als Webmaster sollte man doch inzwischen verstanden haben, wie gefährlich dieses Monopol ist, wie sehr man selbst damit zu kämpfen hat, um bei Google zu bestehen und wie nervig es ist, dass Google beim Traffic so unfassbar wichtig geworden ist. Wäre es nicht viel schöner man könnte auf mehrere Suchmaschinen setzten? Wäre es nicht viel schöner, wenn nicht eine einzige Firma allen Webmastern der Welt diktiert, wie ihre Websites auszusehen haben? Wer kein https:// nutzt, wird abgestraft. Wer schlechte Performance bringt, wird abgestraft. Wer wichtige Tags vergisst, wird eventuell nicht gut genug gelistet. Sollte das so sein? Gewinnen dann nicht immer die mit dem meisten Geld und verlieren da nicht immer die ehrlichen kleinen Blogger? Und von wegen Google interessiert sich für Inhalte oder den echten Nutzen. Wäre dem so, dann wären einige wirklich gute Websites nicht immer erst auf Seite drei oder vier zu finden und dann würden die Updates nicht auch die “Guten” oder arglosen Blogs treffen.

Bing ist manchmal besser

Inzwischen habe ich aber nicht nur die wunderschöne Startseite mit den Fotos von Bing lieben gelernt (die mag ich wirklich, weil sie mir jeden Tag eine tolle Fotografie mitsamt Infos präsentiert), es sind tatsächlich alle Dienste. Bei AdWords verbrennt ihr nur noch Geld. Wer nicht perfekt optimieren kann, bekommt dadurch wenig Einnahmen und hat hohe Ausgaben. Bei den BingAds ist das noch anders. hier sind die Klickpreise gering, außerdem erreiche ich eventuell eben genau die, die von Google die Schnauze voll haben oder bewusst anders sind, in eine andere Richtung gehen. Das darf man nicht unterschätzen, finde ich. Persönlich habe ich einige Tests gefahren und die liefen, im direkten Vergleich mit einer identischen AdWords-Kampagne, deutlich besser, mit weniger Budget und extrem niedrigen Klickpreisen. Aber das nur mal als Empfehlung am Rande. Für mich übersetzt auch der Bing Translator besser und die API ist, wenn mich jetzt nicht alles täuscht, im Gegensatz zur Google Translate API immer noch kostenlos erreichbar. Und selbst wenn beides schlechter wäre, würde ich das im Kampf gegen das Monopol Google nur zu gerne in Kauf nehmen.

Finger weg von Google

Persönlich habe ich von Google inzwischen wirklich die Schnauze voll. Ich bin es leid nach deren Pfeife zu tanzen, bin es leid mich 7 Tage die Woche mit Google-News zu beschäftigen, nur um ja keine Änderung bzw. ein Update der Suchmaschine zu verpassen. Ich bin es leid für Google zu schreiben. All das ist für mich auch schon lange vorbei. Inzwischen ist es mir egal. Ich halte die Grundregeln ein, weil Google nach wie vor den meisten Traffic bringt, aber das ständige optimieren und schreiben für die Suchmaschine – die Zeiten sind echt vorbei. Google kann mich einfach mal! Google ist ist meinen Augen das Böse höchstpersönlich und Google ist ein Monopol, was jedem kleinen Blogger das Leben versaut bzw. versauen kann. Wer auch nur halbwegs konsequent ist, sollte daher auf Bing oder irgendeine der anderen Suchmaschinen umsteigen. Wenn er da nicht fündig wird, darf er gerne zu Google gehen, dass muss ich manchmal auch tun, doch als Standard sollte Google mit all seinen Diensten von jedem Rechner verbannt werden. Also Back to Bing, Firefox, Stetic und Co und finger Weg von Google, Chrome und Analytics. Wenn ihr das Web wirklich besser machen wollt, dann helft dabei mit, dass wir nicht mehr alles auf das eine Monopol optimieren müssen, sondern wieder Traffic von überall her bekommen, sodass Optimierungen an Wert verlieren und Inhalte wichtiger werden. Ich weiß, angeblich ist Content ja jetzt schon King. In diesem Sinne: Bing -> DuckDuckGo -> Qwant -> ixquick ist mir egal, nur Finger weg von Google. Gerade Webmaster sollten es doch wirklich besser wissen.



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