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Die Features von WordPress 4.4 im Detail [5. Upd.]

Wordpress 4-4 Features

WordPress 4.4 Features und Release

Wie zuletzt bereits angekündigt, wird es zu jedem WordPress Release nun nur noch zwei Artikel (es gibt nur noch den Features-Artikel, mit regelmäßigen Updates) geben. Einmal den Artikel zu den kommenden Features, der ständig aktualisiert und auf dem Laufenden gehalten wird, sowie ein Artikel passend zum Release, der noch einmal den echten Release Build bespricht und aufzeigt was letztendlich auch wirklich enthalten ist, wie es funktioniert und wie sinnvoll das Ganze geworden ist. Dieser Artikel für WordPress 4.4 wird daher ständig aktualisiert und aktuell gehalten. Wer Interesse an Infos und News zu WordPress 4.4 hat, braucht sich diesen Artikel deshalb nur als Lesezeichen speichern und bekommt dann alle Neuerungen und Hinweise die WordPress 4.4 betreffen. Ich hoffe euch gefällt das so. Falls nicht, hinterlasst wie immer euer Feedback per Mail. Also nochmal: Alle WordPress 4.4 News und Infos gibt es in diesem Artikel und der wird auch bei jedem neuen Hinweis aktualisiert. Beim Release folgt dann ein neuer Artikel, der die veröffentlichte Version bespricht und analysiert. Der Release von WordPress 4.4 soll übrigens am 8. Dezember 2015 erfolgen.

Zwei Buttons fliegen raus

Mit WordPress 4.4 gibt es viele kleine, längst notwendig gewordene Änderungen. So werden unter anderem die beiden Buttons “Beitrag ansehen” und “Kurzlink anzeigen” (im Original: View Post und Get Shortlink) entfernt, die sich unter dem Artikeltitel bzw. neben dem Permalink befinden. Beide Buttons sind in WordPress 4.4 nicht mehr verfügbar. Dafür wird der Permalink umgewandelt und ist ab WordPress 4.4 ein klickbarer Link zum Artikel bzw. der aktuellen Vorschau. Ich bin ein großer Freund von Vereinfachung und für mich kann bei WordPress noch eine ganze Menge mehr herausfliegen. Simpler ist besser. Alle die die Buttons in ihren Workflow integriert hatten, müssen nun aber umdenken bzw. sich erst einmal umgewöhnen.

Wordpress 4-4 Buttons entfernt

Kein großer Verlust für WordPress: Mit WordPress 4.4 fliegen die beiden Buttons neben dem Permalink raus. Dafür ist der Permalink in Zukunft ein klickbarer Link zum Artikel.

oEmbed Posts

Vor kurzem noch durch ein Feature Plugin möglich, wird der oEmbed-Support mit WordPress 4.4 noch einmal deutlich ausgeweitet. Was heißt das genau? Unter anderem, dass immer mehr Anbieter in einen Beitrag eingebettet werden können, aber auch, dass WordPress Posts selbst nun kein Problem mehr darstellen und ebenso wie alles andere eingebettet werden dürfen. Finde ich persönlich ziemlich gelungen, weil es ein eleganter Weg ist auf einen Beitrag hinzuweisen. Allerdings bringt so etwas auch wieder Probleme mit sich, gerade in Bezug auf die Performance, weil die Daten ja von der Quelle stammen und im Zweifelsfall Ziel von DDoS-Attacken werden könnten. Auch mit dem Urheberrecht wird es da wieder viele Probleme in Deutschland geben, wenn Bilder oder Textauszüge präsentiert werden. Aber warten wir erst einmal ab und sehen nicht gleich alles so schwarz. Noch ist WordPress 4.4 schließlich nicht erschienen.

WordPress REST API

Die wohl größte Änderung bzw. das größte Feature von WordPress 4.4, wird wohl die sogenannte REST API (Representational State Transfer Application Programming Interface) sein. Schluss mit dem simplen CMS für Blogger, WordPress treibt schon jetzt viel mehr als nur Blogs an. Die REST API ist die Antwort darauf, denn sie macht aus WordPress ein komplettes Application Framework und ermöglicht es Informationen aus WordPress heraus, an anderer Stelle zu nutzen und zu verwerten. Das ganze werde ich vermutlich noch einmal in einem ausführlicheren Artikel besprechen, weil es einfach ein recht umfangreiches Thema ist. Für normale Anwender wird die REST API von WordPress aber wenig Relevanz haben.

Customizer Performance

Wir sollen in Zukunft am besten alle den Customizer nutzen, dass hat uns das Team rund um WordPress mehr als klar gemacht, als die Menüs ausgelagert wurden. Dumm nur, dass der Customizer ganz schön langsam daherkommt und damit längst zum nervigen Ballast geworden ist, den viele direkt deaktivieren. Um dem etwas vorzugreifen, bekam der Customizer von WordPress mit Version 4.4. ein paar Optimierungen spendiert, sodass er nun insgesamt effizienter läuft und weniger Speicherverbrauch aufweist. Ganz nett, aber sympathischer wird mir das Tool deshalb trotzdem nicht.

Responsive Images

Ebenfalls in den Core übernommen wurde das Responsive Image Plugin. Soll heißen: Bei jedem Upload werden alle Bildgrößen generiert und entsprechend im Acrset-Attribut verlinkt bzw. im Markup übernommen. So kann WordPress für jede Plattform (Smartphone, Tablet, Desktop etc.) das am besten geeignete Bild ausgeben, was wiederum die Ladezeit beim Besucher reduziert und ihm schneller die gewünschte Grafik präsentiert. Für mich, aus Sicht des Performance-Fanatikers, dennoch nicht unbedingt ein Traum, in der heutigen Zeit aber vermutlich sehr sinnvoll. Das teste ich dann aber alles noch einmal beim Release der finalen Fassung durch. Gerade das Generieren und der zusätzliche Code, könnten sich nämlich auch negativ auf die Leistung auswirken, ganz egal ob im Einzelfall dann ein paar Millisekunden gespart werden.

Außerdem gibt es im Zuge der Responsive Images auch die neue, versteckte Bildgröße “medium_large”, die 768 Pixel misst und nicht von Hand geändert werden kann. Dazu gesellen sich sechs neue Funktionen und zwei Filter, also genug mit denen Entwickler herumspielen können. Weitere Infos zu den Responsive Images findet ihr hier.

Neue Anordnung bei Kommentaren

Die WordPress Kommentare werden von den meisten Anwendern inzwischen sehr schnell gegen ein mächtigeres System ersetzt, beispielsweise Disqus. Warum? Weil die WordPress-Kommentare sehr statisch und langweilig daherkommen, einfach altbackene Spamfänger sind. Jetzt werkelt WordPress mal wieder an den Kommentaren herum, denn mit WordPress 4.4 wird es eine neue Anordnung im Kommentarformular geben. Erst das Textfeld, darunter dann die Eingabefelder für Name, E-Mail und Website. Also im Grunde einfach genau andersherum wie bisher. Macht durchaus Sinn, denn der Fluss für den Nutzer wird so natürlich erhöht. Ihr lest einen Artikel, wollt etwas sagen und findet darunter sofort die das Kommentarfeld. Erst anschließend folgen die notwendigen Angaben, was durchaus förderlich sein könnte, um die Anzahl der Kommentare zu pushen und es Stammlesern einfacher zu machen, da ihre Daten sowieso per Cookie gesetzt wurden und keine Neueingabe erfordern. Eine kleine aber feine Änderung also, wobei ich mir persönlich auch mal eine komplette Überarbeitung des Kommentarsystems wünschen würde.

Wordpress 4-4 Kommentare

Mit WordPress 4.4 wird das Kommentarfeld nach oben verschoben, während darunter die notwendigen Angaben wie Name, E-Mail etc. folgen.

Twenty Sixteen Theme

Mit WordPress 4.4 gibt es vor allem ein neues Standard-Theme, nämlich Twenty Sixteen. Das stammt, genau wie die letzten Themes, von Takashi Irie und setzt voll auf Miniamalismus. Klare Linien, schwarz auf weiß, keine Spielereien, mir gefällt das ganz gut. Allerdings ist WordPress eben WordPress und jedes Theme welches alleine schon den Customizer unterstützt, ist meiner Meinung nach bereits aufgebläht. Anfänger mögen das zwar, doch jeder der auch nur die Standards beherrscht, braucht ihn eigentlich nicht. Egal. Takashi Irie liefert hier ein solides Mobile First Theme, knackig und modern, dabei aber trotzdem sehr clean. Hier mache ich dann auch noch einmal gerne für meine eigenen puristischen Minimal Themes für WordPress Werbung, die da noch einen Schritt weiter gehen und sämtlichen Überflüssigen Code einfach streichen. Davon abgesehen ist das Twenty Sixteen Theme sicherlich eines der besten Standard-Themes überhaupt, wenn man bedenkt was für langweilige Merkwürdigkeiten uns hier früher schon präsentiert wurden. Allerdings ist so etwas natürlich immer subjektiv, doch die Themes von Takashi Irie stechen da recht positiv hervor, wie mir immer wieder auffällt.

Wordpress 4-4 Twenty Sixteen Theme

Endlich hat auch WordPress es begriffen: Themes sollten minimalistisch und effizient sein, statt langweilig und überladen. Twenty Sixteen Theme geht mal wieder in eine gute Richtung.

Dies und das

Davon abgesehen wurde die Ausgabe des Titles verbessert bzw. neu optimiert und auch bei den Kommentaren hat sich etwas getan. Genauer gesagt wurde ein Querie angepasst und es gab ein paar Verbesserungen beim Caching, was der allgemeinen Performance zu gute kommen wird. Überhaupt hat sich mit WordPress 4.4 viel getan, denn es gibt sage und schreibe über 1.600 Commits, also im Grunde 1.600 Bugfixes. Darunter sind viele Kleinigkeiten, aber genau die sind im Einzelfall eben von großer Bedeutung. Auch die Buttons haben einen kleinen 3D Effekt erhalten. Ob das nun noch zeitgemäß ist, oder ob das Admin nicht so langsam noch einmal überdacht werden sollte, darüber lässt sich streiten. Alles in allem aber ein gelungener und recht umfangreicher Release.

Was ich mir wünsche

Eine ganze Menge um ehrlich zu sein, denn WordPress ist gerade im Backend ein wenig veraltet und in die Jahre gekommen. Warum muss ich Veröffentlichungsdaten beispielsweise noch per Hand wählen? Warum gibt es keinen Kalender, der mir klar Wochentage etc. präsentiert und die Planung von Artikeln so stark vereinfacht? Wo ist der, seit langem schon in Entwicklung befindliche, Frontend-Editor? Muss ich dafür wirklich auch weiterhin ein Plugin nutzen, sollte so etwas nicht Standard sein in unseren modernen Zeiten? Warum speichert der Preview-Button nicht gleich auch den Entwurf? Frei wählbare Ordner in Sachen Mediathek wären vielleicht auch gar nicht so schlecht. Kleine Blogs haben da sicherlich kaum Probleme, aber ich habe Blogs mit fast 12.000 Artikeln, bei denen die Organisation und Übersicht eine echte Herausforderung geworden ist. Tabellen und Diagramme würde ich hier und da auch gerne direkt im Editor erstellen. Ihr seht: Es gibt noch viel Luft nach oben und auch wenn ich persönlich mit weitaus weniger und dafür besserer Performance ebenso zufrieden wäre, so ist und bleibt WordPress ein CMS für die Masse. Umso unverständlicher ist es, dass viele Standards immer noch fehlen. Da muss wohl erst wieder die Konkurrenz kommen, bevor sich wirklich was tut im Hause WordPress. Aber Hauptsache wir zwingen alle Nutzer zum sinnlosen Customizer… doch lassen wir das Thema jetzt einfach mal ruhen und erfreuen uns an den von WordPress 4.4.



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