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Sidebar oder nicht, das ist hier die Frage

Sidebar oder nicht, das ist hier die Frage

Die Sache mit der Sidebar

Das Thema mit der Sidebar ist alt. Die einen Nutzer lieben sie, die anderen hassen sie, wieder andere wissen gar nichts mit ihr anzufangen. Manch einer behauptet eine Sidebar erhöht unter gewissen Umständen die Conversion Rate, andere haben eine Sidebar und bringen nur unwichtiges Zeug unter, wieder andere meinen sie verringert sogar die Conversion Rate und allgemein gibt es viele Mythen die sich um die Sidebar ranken. Bei WordPress ist die Leiste am Rand schnell zusammengeklickt, mit Widgets und Bildern, mit allerlei Extras, die sogar ziemlich einfach per Plugin hinzugefügt werden können. Das lädt gerade Anfänger dazu ein, einfach mal eine Sidebar zu füllen, ohne Sinn und Verstand, ohne zu hinterfragen ob eine Sidebar überhaupt noch notwendig ist, oder in ihrem Falle überhaupt Sinn ergibt.

Gründe für eine Sidebar

Persönlich bin ich, wie an meinen Blogs unschwer zu erkennen ist, kein großer Freund dieser Sidebars. Für mich lenken sie vom Content ab, sie vernichten den Fokus den ich zu erschaffen versuche, sie eignen sich für meine Zwecke einfach absolut nicht. Zumal es dann auch wieder eine Frage der Performance ist, denn eine Sidebar verfügt oft über dynamische Inhalte die geladen werden müssen, über Logins, über Bereiche für die letzten Kommentare, Artikel, Bilder und Downloads – alles Dinge die Leistung fressen, die Anfragen erzeugen, generiert werden wollen, alles Sachen die Probleme beim Thema Caching hervorbringen können. Für mich gibt es daher nur ziemlich wenig gute Gründe, warum ich eine Sidebar integrieren sollte.

Viele Probleme und wenig Nutzen

Punkte die wirklich für eine Sidebar sprechen, sind also eher selten. Oft meinen Blogger eine Liste der letzten Kommentare und Artikel wäre doch praktisch und nützlich, doch die Realität sieht oft anders aus. Erstens gibt es mit diesen Listen, wie bereits erwähnt, des Öfteren mal Caching-Probleme, zum anderen sind sie wesentlich klickärmer als angenommen. Für Stammleser ist das vielleicht ganz nett, doch die meisten lesen den Blog immer noch ganz normal, ohne den Kleinkram am Rand zu beachten. Sidebars haben oft sogar eher einen negativen Effekt, weil sie den Erstbesucher überfordern und ihn vom eigentlichen Inhalt ablenken. Da Sidebars meist auch nicht sonderlich hübsch sind, kann eigentlich gleich ganz auf sie verzichtet werden. Auch ein Login lässt sich anderswo viel besser integrieren. Da ist der Anfänger schlauer beraten, er lässt sich das Login von einem Freelancer schick in seine Seite einbauen, statt es per 0815 Widget an die Seite zu klatschen. Eine Sidebar lohnt sich weniger für Spielereien, als vielmehr für wichtigen Content der permanent platziert werden soll, der konvertieren soll, oder den Content entsprechend unterstützt und weitere Informationen liefert. Diese ganzen Standard-Sidebars ohne echten Inhalt, nur mit allerlei Widgets vollgepackt, will niemand mehr sehen und braucht auch niemand. Vor allem werden sie euch aber auch nichts bringen.

Sidebar links oder rechts platzieren?

Obwohl ich selbst kein Fan solcher Sidebars bin, nutze ich sie natürlich auch selbst. Wie erwähnt: In manchen Bereichen erfüllen sie ihren Zweck. Auf einen meiner Blogs nutze ich die Sidebar beispielsweise zur simplen Monetarisierung. Passend zu den Beiträgen, versuche ich dort stets passende Artikel von Amazon auszugeben. Das gelingt mal mehr, mal weniger passend, doch hier zeigt sich auch gleich wie Wichtig die Position der Sidebar eigentlich ist. Eine Sidebar am rechten Rand, konvertiert deutlich schlechter als links. Soll heißen: Ist die Sidebar auf meinem Blog rechts, werden die Produkte von Amazon weniger geklickt. Ist sie links, steigen die Verkäufe schlagartig an. Eine Sidebar mit Inhalten die Verkäufe generieren sollen, oder allgemein wichtig ist, daher immer links platzieren. Eine Sidebar mit zusätzlichen, fast schon unwichtigen Informationen, gehört dagegen unbedingt nach rechts, um den wichtigen Content nicht abzuwerten. Wenn sie denn überhaupt sein muss, denn unwichtige Inhalte lenken ab und verringern damit auch die Conversion Rate bzw. den Fokus auf den eigentlich wichtigen Inhalt.

Stellt euch die Frage nach dem Mehrwert

So richtig belegen und testen lässt sich das alles natürlich nicht, denn eine Sidebar ist stets individuell und bringt nur dann etwas, wenn sie einen Mehrwert bietet oder interessant gestaltet ist. Kleinste Details verändern daher schon schon die Klickzahlen und jede Zielgruppe ist anders, da muss also jeder selbst testen und ausprobieren. Ich berufe mich hier auf jahrelange Erfahrungen mit meinen Blogs und persönliche Eindrücke, die ich in dieser Zeit gewinnen konnte. Gebracht haben mir Sidebars also nur in dem einen Beispiel etwas, wo passende Produkte zum Content präsentiert wurden. Allerdings ist auch da der Nutzen für den Besucher eher gering, denn für ihn ist das schlichtweg Werbung, er könnte also sicherlich auch gut ohne eine Sidebar mit Produkten auskommen. Die Frage die ihr euch beim Thema Sidebar also wirklich stellen müsst ist: Kann ich die Sidebar sinnvoll füllen? Ohne Lückenfüller, oder Platzhalter, ohne Unwichtiges? Habe ich etwas, was Nutzer permanent sehen sollten oder gar müssen? Und nein, eine Anmeldung zum Newsletter muss nicht permanent präsent sein und wird an anderer Stelle sicherlich auch mehr Abonnenten generieren, beispielsweise unter dem Artikel. Die meisten haben nur Schwachsinn in ihrer Sidebar und bevor ihr dem nacheifert, fokussiert euch lieber auf den Main Content eures Blogs. Bringt wichtige Inhalte darunter und darüber unter und reduziert alles auf ein Minimum. Denn wo wenig ist, ist die Aufmerksamkeit für das was da ist immer noch am größten. Wo dagegen viel zu viel ist, verliert der Besucher den Fokus und weiß nicht mehr wohin er schauen soll. Weniger ist mehr und eine Sidebar ist meist nur Spielerei, etwas auf das Neulinge gerne hereinfallen.



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