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8 Dinge, die euch vorher niemand über WordPress erzählt hat.

8 Dinge, die dir vorher niemand ueber WordPress erzaehlt hat

Dinge, die euch niemand gesagt hat

Wie bei allen Dingen im Leben, beginnt auch die Reise mit WordPress meist ziemlich euphorisch. Ihr entdeckt das aufregende CMS für euch, merkt wie einfach es mit Plugins und Themes erweiterbar ist, wie praktisch das Backend funktioniert und wie regelmäßig es Updates und Neuerungen gibt. WordPress ist schon toll, da gibt es gar keinen Zweifel. Doch wenn ihr dann mehrere Jahre mit WordPress gearbeitet habt, merkt ihr plötzlich: Es ist nicht alles Gold was glänzt. Ihr merkt, dass gewisse Dinge nicht ganz so atemberaubend sind, wie sie zunächst scheinen und das nicht alles so funktioniert, wie es anfangs angepriesen wurde. Oder anders gesagt: 8 Dinge, die euch vorher niemand über WordPress erzählt hat. Also vorher im Sinne von, bevor ihr WordPress entdeckt und genutzt habt.

1. Plugins und Themes legen ganz schnell mal euren Blog lahm.

Plugins und Themes sind das Hauptargument für Anfänger, WordPress zu verwenden. Einfach eine der vielen kostenlosen Erweiterungen installieren, schon hat eure Website oder euer Blog eine brandneue Funktion, ein neues Widget, einen Slider auf der Startseite, oder ähnliches. Bei Themes ist es quasi genau das Gleiche, denn blitzschnell ändert ihr das Design der gesamten Seite. Alles Lüge, wie ihr schnell merken werdet. WordPress Plugins neigen dazu, auch einfach mal die gesamte WordPress-Installation lahmzulegen und Themes sind nicht so einfach zu wechseln, wie es zunächst scheint. Gerade mit den Themes ist das so eine Sache, denn die besitzen oft viele spezielle Scripte, Bildgrößen, Slider und Funktionen, die sich nur mit viel Aufwand auf ein anderes Theme übertragen lassen. Einfach mal wechseln ist also nicht und viel zu oft legen solche Versuche tatsächlich gleich den gesamten Blog lahm. Zumindest in der Zeit wo ihr noch Anfänger seid. Hat euch vorher keiner gesagt, oder?

2. Egal was ihr macht, es sammelt sich immer und überall Müll an.

Egal was ihr innerhalb von WordPress macht, es sammelt sich immer auch Müll an. WordPress erinnert da dezent an Windows. Am Anfang ist alles noch superschnell und das Arbeiten macht viel Spaß, dann wird es plötzlich räge, immer träger, bis irgendwann kaum noch etwas vernünftig funktioniert. So ist das eben, wenn ein System mit Plugins und Themes erweitert werden kann. Die speichern überall in der Datenbank Ballast, der bei fast allen Erweiterungen nicht sauber entfernt wird und auch nach der Deaktivierung zurückbleibt. WordPress selbst legt auch überall seinen Datenmüll ab, weshalb Erweiterungen wie WP-Sweep auch zur absoluten Standardausrüstung gehören. Das mit dem Müll hat euch vorher niemand gesagt, oder?

3. Kommentare sind schon toll… ähm Spam vergessen, oder was?!

Innerhalb von WordPress ist das Verwalten von Kommentaren wirklich super einfach und auch für Nutzer bzw. Besucher ist es sehr komfortabel einen Kommentar zu hinterlassen. Das Problem und das was euch vorher keiner sagt ist nur, dass Kommentare innerhalb von WordPress ein absoluter Spamfänger sind. Das läuft auch noch vollautomatisiert ab und lässt sich nicht verhindern. Es lässt sich mit Plugins lediglich blockieren. Das alles geht aber auf die Performance eures Servers und sehr schnell frisst der Spam bzw. der Spamblocker die Ressourcen eurer Hardware auf. Dann stottert der Blog, die Ladezeiten ziehen sich wie Kaugummi und das Kommentieren macht auch kein Spaß mehr. Mal davon abgesehen, dass ihr euch entweder durch Spam quält und alles moderieren müsst, oder eben in Kauf nehmt, dass auch normale Kommentare aufgrund strenger Regeln hin und wieder geblockt werden. Hat euch vorher keiner drauf hingewiesen, oder?

4. Auf günstigem Webspace bricht WordPress schnell zusammen.

Wer glaubt, WordPress sei mal eben so auf einem kostenlosen Webspace nutzbar, der irrt sich gewaltig. Zumindest zum Teil. Sobald euer WordPress Blog eine gewisse Anzahl an Besuchern erreicht hat, wird das mit dem günstigen Webspace nämlich allgemein schwierig. WordPress selbst geht nicht unbedingt sparsam mit Ressourcen um, jedes Plugin verbraucht ebenfalls noch einmal kräftig Leistung und auch aufwendige Themes produzieren ohne Ende Anfragen. WordPress frisst also wirklich viele Ressourcen. Billig-Webspace funktioniert deshalb nur so lange, wie ihr keine nennenswerten Besucherzahlen habt. Sobald mehr als 10 Leute vorbeischauen, braucht ihr Power und umfangreiches Caching. Die Zauberformel heißt bei Worpdress übrigens: verzichtet so weit es geht auf Dynamik. Das mit den hohen Anforderungen hat euch vorher auch keiner gesagt, oder?

5. Backups sind super, aber vergesst nicht die MySQL-Datenbank.

Backups per Plugin, Backups indem ihr Dateien sichert, Backups direkt aus WordPress heraus. Möglichkeiten euren WordPress Blog als Backup zu sichern gibt es viele, doch eine Menge davon funktionieren nicht korrekt und viele vergessen dabei einfach mal die MySQL-Datenbank. Gerade Anfänger verstehen das mit der Datenbank oft nicht so richtig und wenn WordPress dann mal was crasht, was beim Testen von Plugins etc. schnell passieren kann, ist euer Blog, ich sag es jetzt mal so, für den Arsch. Wer als Anfänger die Datenbank zerstört oder Backups vergisst, der hat sich bei all dem Testen und Ausprobieren schnell die WordPress-Installation zerschossen. Hat euch vorher keiner gesagt, oder?

6. WordPress kann alles, haben sie gesagt, doch das stimmt nur zum Teil.

Mit WordPress ist alles möglich, heißt es immer. Es kann als Grundlage für große Portale genutzt werden, es kann in einen Online-Shop transformiert werden, es kann Plattform und Blog sein, App und Community, Forum und Voting-Portal, einfach alles eben. Klingt toll, ist zum Teil auch wahr, doch es gibt es eben noch eine andere Wahrheit. Fakt ist nämlich: WordPress kann zwar alles, eignet sich aber absolut nicht für jeden Verwendungszweck. Für Online-Shops gibt es viel bessere Lösungen, Foren-Systeme sind ebenfalls viel mächtiger und performanter, für Votings und Co seid ihr mit einem eigenen Script bzw. einer eigenen Anwendung besser beraten und so ist das bei den meisten Dingen. WordPress kann zwar alles, doch wirklich gut ist das CMS für Websites und Blogs, mehr nicht. Hat euch vorher keiner gesagt, als euch das blaue vom Himmel versprochen wurde, oder?

7. Nicht überall wo Premium draufsteht, ist auch Premium drin.

Ganz wichtig beim Thema WordPress: Glaubt nicht der Premium-Lüge. Alles was bei WordPress irgendwie Geld kostet, wird oft einfach Premium genannt und auch abseits davon taucht der Begriff immer wieder auf. Premium bedeutet aber leider gar nichts mehr. Manchmal fehlt es an Support, manches mal gibt es keine Updates mehr, nur weil sich ein Plugin oder Theme nicht ganz so gut verkauft hat wie vom Entwickler geplant, immer wieder fallen vermeintliche Premium Produkte durch unsauberen Code oder schlampige Programmierung auf. Premium ist nicht gleich Premium, also schaut euch immer die Bewertungen, Rezensionen und Meinungen an. Auch ein guter Tipp: Stellt, auch wenn ihr die Antwort eigentlich wisst, ruhig mal dumme und nervige Anfängerfragen, denn ein guter Support antwortet auch darauf schnell und vor allem freundlich. Hat euch vorher keiner gesagt, dass all die Premium Plugins und Themes nicht immer so Premium sind, oder?

8. Du kannst nicht mehr wechseln. Wirklich Nicht. Nur mit viel Aufwand.

Das Wichtigste aber kommt am Schluss. WordPress ist WordPress. Wer einmal WordPress nutzt, also so richtig und mit all seinen Möglichkeiten, der kann im Grunde nicht mehr zu einem anderen CMS wechseln. Einmal WordPress, immer WordPress. Hat euch vorher keiner gesagt, oder?

Hinterher ist man immer schlauer

Tja und am Ende sind all die Punkte gar nicht so verwunderlich. Das Problem ist nur, dass vorher niemand so richtig nachdenkt. Man entdeckt etwas, beginnt sich zu begeistern, sieht all die Vorzüge und oft verschwindet jeder Gedanke über die möglichen Nachteile. Das positive überwiegt und so richtig will man die negativen Aspekte auch gar nicht mehr wahrhaben, dafür ist die Begeisterung inzwischen schon zu stark angewachsen. Aber das ist letztendlich immer und überall so, denn hinterher ist man immer schlauer. Wirklich immer. Ist es nicht so?



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