Wordpress Performance Wordpress SEO Wordpress Security Wordpress Themes Wordpress Hosting Mein Setup Das Buch

Wie ich auf SEO geschissen habe und die Besucherzahlen explodierten.

Wie ich auf SEO geschissen habe

Bloggen macht wieder Spaß

Es war einmal vor vielen Jahren, da fing ich mit dem Bloggen an. Weil es Spaß machte, pure Freude war, weil ich Tipps teilen oder Erlebnisse präsentieren wollte. Schreib lange Beiträge, sagten sie mir. Bau wichtige Keywords ein, optimiere die Titel, mit möglichst kurzer URL und in allen Überschriften mit wichtigen Codewörtern. Sie sagten, bau ein paar Backlinks auf, schreib Gastbeiträge, dann läuft das von ganz allein. Jetzt, Jahre später, läuft es und zwar nur deshalb, weil ich komplett auf SEO geschissen habe. Nicht von Anfang an, erst seit kurzem bzw. einiger Zeit, doch der Schritt weg von der Suchmaschinenoptimierung, war der beste den ich jemals getan habe. Endlich macht mir Bloggen wieder Spaß.

Einmal Bücken für die Suchmaschine

Im Grunde fing alles damit an, dass Google mich nur noch nervte. Überall sammelten sie Daten, nicht einmal mehr Google Fonts oder Google Analytics konnte ich nutzen, ohne sicher zu sein, dass Google da nicht wieder irgendetwas für die Suchmaschine herausholt oder ich gegen den Datenschutz verstoße. Dann kamen die Pandas, Pinguine und Co, lustige Namen für willkürliche und ziemlich fiese Google-Updates, die teilweise sogar Existenzen zerstörten. Das Google-Monopol. Entweder du investiert viel Zeit und Geld, um dich am Ende dann doch schön vor dem Suchmaschinengiganten Bücken zu dürfen, oder du ignorierst alles und bekommst schlichtweg keine Besucher. War zumindest mal so, denn inzwischen gibt es Facebook, Twitter, es gibt einfach einen Haufen alternativer Traffic-Quellen und die machen Webmaster endlich wieder freier.

Der Moment der alles verändert

Mein Schritt, weg von Google und der Suchmaschinenoptimierung, war getan, als ich merkte wie viel Performance die Permalinks in WordPress fressen können. Daraufhin schaltete ich, erst einmal nur im Selbstversuch und auf einem einzigen Blog, die Permalinks auf ID’s um. Plötzlich entdeckte ich, dass Google den Schritt komplett ignorierte. Ich stellte alle Blogs auf diese winzigen und kurzen URL’s um und statt, dass ich Rankings verschlechterten oder ganze Keywords abstürzten, stiegen Rankings und alles wurde einfach besser. Das war der Türöffner dafür, dass mir Google mehr und mehr komplett egal wurde. Bislang glaubte ich nämlich immer, dass Permalinks so wichtig wären, doch jetzt, wo ich es einfach mal radikal probierte, interessierte es Google nicht die Bohne. Sicherlich alles vom Einzelfall abhängig, für mich aber der Moment in dem ich sagte: Scheiß auf SEO, jetzt versuch ich es mal wieder ganz anders.

Alternative Traffic-Quellen

Auf SEO Geschissen, sage ich heute also. Keine Lust mehr, mich vor Google bücken zu müssen und 50 Prozent meiner Zeit dafür zu opfern, mich in die neusten Updates, Regeln und Webmaster Guidelines der Suchmaschine einzulesen. Sie ist mir egal geworden, beinahe völlig. Seit längerem arbeite ich daran, endlich unabhängig von Google zu werden. Zugegeben, das klappt immer noch nicht zu 100 Prozent, aber ich kümmere mich trotzdem nicht mehr die Bohne um Rankings oder Keywords. Ich bin frei, mein Geist beim Bloggen lebt wieder auf, all der SEO-Optimierungswahn ist vergessen. Viel Traffic kommt inzwischen via Twitter (danke an alle die Artikel auch teilen). Das wiederum macht mich unabhängiger und, wer hätte es gedacht, bringt mich wieder zurück an den Anfang.

Fokus neu setzten und durchstarten

Denn was einfach komplett vergessen wird, wenn man mehr oder weniger nur noch für Google arbeitet und in Angst davor lebt, irgendein Update könnte die Website abstrafen oder ruinieren, ist der Spaß an der Sache selbst. Ich hatte mit dem Bloggen angefangen weil ich der Meinung war, dass es in Deutschland keinen vernünftigen WordPress Blog gibt. Außerdem vermittelt kaum ein Blog den Nachteil von WordPress, in Bezug auf Performance,und widmet sich auch selten der Optimierung. Ich dagegen optimiere gerne, fanatisch und radikal und nutzte WordPress sowieso für all meine Blogs, informiere mich also stets und bleibe zwangsläufig auf dem Laufenden. Also warum nicht darüber schreiben und das mit anderen teilen? Diesen Spaß an der Sache habe ich nun zurück. Scheiß auf SEO! Scheiß auf SEO-Headlines, SEO-Keywords, SEO-Artikellängen, SEO-Links und alles andere was mit Suchmaschinenoptimierung zu tun hat. Scheiß auf den ganzen Kram. Ich schreibe endlich wieder aus Leidenschaft, endlich wieder weil es mir Spaß macht und endlich wieder für den Leser selbst. Erst jetzt merke ich, wie weit ich vom eigenen Anspruch abgekommen bin. Den Fokus setzten, Google ignorieren. Danke an alle die teilen, trotzdem Backlinks setzten und Empfehlungen aussprechen. Denn tatsächlich ging es seit genau dem Zeitpunkt bergauf, als ich all die Suchmaschinenoptimierung ignorierte. Was ich aber vor allem damit sagen will: Hört auf euch zu bücken oder irgendwem hinterherzulaufen und entdeckt wieder den Spaß, der euch einst zum Bloggen brachte.



Wordpress Performance eBook