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Wie viele Plugins sind eigentlich zu viel?

Wie viele Plugins sind zu viel

Plugins als Honigfalle

WordPress ist unter anderem deshalb so populär bei seinen Nutzern, weil es sich für nahezu jeden Zweck entsprechend einfach anpassen lässt. Für die Firmenseite, das Portfolio, einen Blog, oder gar ein Forum, mit WordPress ist schlichtweg alles möglich. Das gelingt mit umfangreichen Themes, vor allem aber mit den Plugins, die Funktionen einfach und schnell hinzufügen. Ein Klick reicht, schon wird eine Erweiterung direkt in WordPress installiert und hinzugeschaltet. Das ist verlockend, denn im Grunde sind Plugins weitere Features und Features sind für viele wie eine Honigfalle. Zu süß, um daran vorbeizugehen.

Süß macht auch Abhängig

Das Problem mit den WordPress Plugins ist nun aber, dass diese oft ineffektiv sind. Mal ist die Funktion selbst purer Luxus, den niemand benötigt, aber jeder haben will, mal sind Erweiterungen einfach unsauber und schlecht programmiert, was sie langsam und unsicher macht. Letzteres liegt auch am Honigfallen-Phänomen, denn oft reicht es dem Nutzer das Blaue vom Himmel zu versprechen, damit er die das WordPress Plugin kauft oder installiert, ganz egal wie gut der Code ist, wie viele Updates es bislang gab, oder ob ein echter Mehrwert entsteht. Die Honigfalle schlägt zu und macht in gewisserweise auch blind, fortan klebt ihr am süßen Honig der Abhängigkeit.

Weniger ist mal wieder mehr

Hier kommt nämlich das nächste Problem zum tragen, das Problem mit der erwähnten Abhängigkeit. Wer umfangreiche Features hinzufügt und diese dann in Beiträgen nutzt (Videoplayer, Review-Systeme, Formulare etc.), der kommt fortan auch nicht mehr von dem entsprechenden Plugin los, welches diese Funktion integriert. Deaktiviert er selbiges, bleibt der Inhalt in den Beiträgen ja bestehen, nur die zuvor durch das Plugin realisierten Funktionen sind nutzlos geworden und sorgen jetzt für Fehler. Also entsteht eine Abhängigkeit, da Fehler schlecht für Nutzer und Suchmaschinen sind, das Plugin also zwingend benötigt wird, um nicht auf dutzenden Seiten Probleme zu haben. Besonders schlimm wird das, wenn eine Erweiterung plötzlich keine Updates mehr erhält und sich immer mehr Sicherheitslücken offenbaren. Dann müsst ihr selbst nämlich entsprechende Updates bereitstellen, oder einen externen Programmierer beauftragen euch mit dem Benötigten zu versorgen. Das kann auch dann notwendig werden, wenn eine neue Version von WordPress veröffentlicht wird und der ursprüngliche Entwickler den Verkauf, Support, oder die Weitereinwicklung eingestellt hat. Und glaubt mir, dass ist mir in all den Jahren schon mehr als einmal passiert und zwar sowohl bei kostenlosen, als auch bei Premium Plugins. Das Motto bei WordPress Plugins sollte also lauten: So wenig wir nur irgendwie möglich.

Plugins und die Performance

Auch deshalb, weil WordPress Plugins immer, wirklich immer, an der Performance ziehen. Desto mehr Erweiterungen aktiviert oder auch nur installiert sind (manche werkeln inzwischen sogar noch im deaktivierten Zustand), desto langsamer läuft euer WordPress Blog. Eine Faustregel, die aber eben fast immer zutrifft. Außerdem bringen Plugins oft Dynamik mit sich, etwas, auf das in der heutigen zeit wieder so weit es geht verzichtet werden sollte. Doch zurück zur eigentlich Frage des Artikels. Wie viele WordPress Plugins sind zu viele?

Spielerei gleich Sicherheitsrisiko

Ihr habt euch bestimmt schon gedacht, dass diese Frage nicht so einfach zu beantworten ist, denn sonst hätte ich euch nicht erklärt, was an Plugins eigentlich so problematisch ist oder sein kann. Theoretisch könnt ihr auch 100 WordPress Plugins aktivieren und vermutlich wird eure Seite dann trotzdem noch relativ normal laufen, abgesehen davon, dass ihr einen starken Server braucht, weil viele der Erweiterungen den Speicher vollfressen. Doch es geht bei der Frage “Wie viel ist zu viel?” nicht um Möglichkeiten. Jedes Plugin, welches ihr nicht zu 100 Prozent benötigt und dauerhaft im Einsatz habt, ist zu viel. Reine Spielerei und ein Sicherheitsrisiko.

Fragen statt Antworten

Das Geheimnis ist also nicht unter 20, unter 15 oder gar unter 5 zu kommen. Euer WordPress Blog kann schließlich auch von nur einem einzigen, extrem mies programmierten Plugin lahmgelegt werden. Das Geheimnis ist, dass ihr die Dinge einfach immer wieder hinterfragt. Seid nicht der Dummkopf, der den Honig sieht und sofort darauf zu rennt. Plugins versprechen euch immer das Blaue vom Himmel, denn sie wollen populär werden. Immer! Fragt euch bei jedem Plugin, ob ihr es wirklich braucht. Lohnt es sich, oder benötigt ihr es nur an einer einzigen Stelle? Wäre eine Lösung von Hand nicht auch machbar und vielleicht effektiver? Wie schaut es mit den Updates aus, ist der Entwickler in der Vergangenheit fleißig gewesen? Wie viel Speicher verbraucht die Erweiterung? Braucht es das Feature wirklich in eurem Blog, oder ist es nur Spielerei? Seit euch immer darüber im klaren, dass jede Funktion, jede Erweiterung, jedes Plugin, auch immer potenzielle Sicherheitslücken enthält und verringerte Performance bedeutet. Zu viel ist also relativ, denn schon ein einziges WordPress Plugin kann im Einzelfall zu viel sein.



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