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Thank Me Later: Dankes-Mail für Kommentierer

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E-Mail an Kommentierer senden

Kommentare sind das ewige Thema bei Blogs. Früher wurde viel kommentiert, ganz freiwillig, heute ist ein Kommentar aber eher selten geworden. Nutzer nehmen sich meist gar nicht mehr die Zeit für Diskussionen und wenn doch, dann wird meist gar nicht viel diskutiert, sondern nur gemotzt und gemosert. Gelobt wird selten und wenn, dann versucht der Kommentierende oft einen kleinen Backlink zu seiner Nischenseite oder ähnliches unterzubringen. Viele Blogs geben sich daher regelrecht Mühe, die eigenen Nutzer bzw. Leser einzubeziehen und sie ganz gezielt zum kommentieren zu bringen. Mit freundlichen Hinweisen, Fragestellungen direkt im Artikel, besonders praktischen Kommentarsystemen wie Disqus und de:comments, oder eben mit E-Mails. So können viele Nutzer Kommentar-Threads abonnieren, um per E-Mail benachrichtigt zu werden, sobald es neue Beiträge gibt. Eine weitere Möglichkeit ist es, den kommentierenden Nutzern eine Aufforderung per E-Mail zu senden, statt sie einfach nur abonnieren zu lassen. Genau darum geht es heute und genau dafür möchte ich euch hier ein passendes WordPress Plugin vorstellen.

Kommentieren fördern und fordern

Was der Deutsche vermutlich wieder als recht nervig betrachtet, ist in Amerika ein großer und gut funktionierender Trend geworden. Nämlich Nutzer, die sich einmal irgendwo auf der Seite melden, dauerhaft per E-Mail zu motivieren, um nicht zu sagen dezent zu belästigen. Das geht von der einfachen “schau mal wieder vorbei” -Mail, bis hin zur direkten Aufforderung. Thank Me Later (Download) für WordPress macht das ganz ähnlich. Das kostenlose Plugin sendet eine Dankes-Mail an diejenigen die kommentiert haben. Dabei kann der Inhalt und der Zeitpunkt dieser Mail frei gewählt werden. So lässt sich der Nutzer nicht nur zurück in das eigene Boot holen, eventuell könnt ihr ihn in der Dankes-Mail auch gleich noch für den Newsletter des Blogs oder das eigene Produkt begeistern. Vieles ist denkbar, es geht eben nur um den direkten Kontakt.

Features und Funktionen von Thank Me Later

Die E-Mail selbst lässt sich dabei vollkommen frei gestalten. Der angezeigte Absender kann selbst gewählt werden und es stehen sogar eine Menge verschiedener Shortcodes zur Verfügung, um die Nutzer beispielsweise direkt mit dem hinterlegten Namen anzusprechen und alles so persönlich wie nur irgendwie möglich zu gestalten. Auch Open-Tracking ist vorhanden, also eine Funktion die feststellt, wie oft die versendeten E-Mails am Ende tatsächlich geöffnet wurden. Solche Daten sind zwar nie hundertprozentig zuverlässig, aber dennoch recht wichtig und wertvoll, um den Nutzen des Aufwands ein wenig im Auge zu behalten. Wenn niemand die E-Mail öffnet, macht es schlussendlich auch keinen Sinn sich viel Mühe mit Anpassungen zu geben. Auf der anderen Seite kann eine hohe Öffnungsrate die Arbeit wert sein, die E-Mail regelrecht zu perfektionieren.

Mails terminieren und limitieren

Interessant ist auch die Timer-Funktion des Thank Me Later Plugins. So lassen sich E-Mails beispielsweise auch erst 60 Minuten nach dem Kommentar verschicken. Diese könnten dann dazu auffordern, nachzusehen ob innerhalb der Kommentare eine Diskussion entstanden ist. Oder ihr sendet die E-Mail gar nach mehreren Tagen ab und lockt den Leser zurück auf eure Seite. Nach dem Motto: Schau doch mal was dein Kommentar ausgelöst hat. Natürlich kann Thank Me Later auch beliebig reguliert werden, sodass beispielsweise nur einmal eine E-Mail an Nutzer verschickt wird und anschließend nie wieder. Ebenfalls lässt sich die gesamte Funktion auf Kategorien, Tags, oder gar einzelne Beiträge begrenzen. Gerade letzteres ist hochspannend, da so gezielt der Erfolg einzelner Artikel gesteuert und unterstützt werden kann.

Deutsches Recht sagt Hallo

Tja und nachdem ich nun in vier Absätzen darüber gesprochen haben, wie interessant und wertvoll ich die Möglichkeiten bezüglich einer Dankes-Mail finde, fällt mir ein, dass in Deutschland ja ein striktes Gesetzt gibt, welches Double Opt-In vorschreibt. Solange Thank Me Later den Double Opt-In also nicht integriert, was durchaus möglich wäre, zum Beispiel in Form eines Häkchens, solltet und dürft ihr das Plugin nach deutschem Recht nicht einsetzten. Wer interessiert ist, kann den Entwickler aber um eine Double-Opt-In-Lösung bitten und schauen es bringt.

Fazit zu Thank Me Later

Am Ende dreht sich alles nur darum, Nutzer bestmöglich zu motivieren, zu locken, sie zurück auf den eigenen Blog zu bringen. Thank Me Later stellt sich hier als wertvolle und gern gesehene Hilfe heraus, denn bekanntlich wirken E-Mails tatsächlich sehr gut und das lockende Angebot von Antworten und einer echten Diskussion auf den eigenen Kommentar, kann manch einen Leser dazu bringen noch einmal nachzuschauen. Oder ihr werbt eben ganz gezielt bei bestimmten Beiträgen, per Mail mit passenden Produkten. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Wie aggressiv Webmaster beim Thema E-Mails vorgehen sollten, ist allerdings umstritten und jeder hat bei dem Thema seine eigene Meinung, weshalb ich mich hier einfach mal enthalten möchte. Außerdem entspricht Thank Me Later derzeit nicht dem deutschen Recht und sollte daher auch nicht eingesetzt werden. Interessant klingt das Ganze jedenfalls, aber aktuell ist es in Deutschland leider nicht anwendbar.



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