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Alloy: Der Browser, der auf einer To-Do-Liste basiert

Alloy Browser

Erst der Min Browser, jetzt Alloy

Vor einiger Zeit stellte ich euch den Browser Min vor. War die Skepsis anfangs noch groß, zeigte Min schnell, wie sinnvoll ein extrem minimalistischer Browser im Alltag sein kann. Inzwischen gab es einige Updates und Min ist, zumindest für mich, nur noch ein Feature davon entfernt, sich wirklich zum produktiven Einsatz zu eignen. Einen ähnlich interessanten Weg geht der Browser Alloy, der von einem Schweizer Entwickler stammt und auf Electron und Chromium aufbaut. Der Unterschied zu allen anderen Browsern: Alloy ist Task-Basiert.

To-Do-Liste bestimmt über Tabs

Alloy selbst ist ähnlich minimal gehalten wie Min, verfolgt aber nicht zwangsläufig den minimalistischen Ansatz. Keine Optionen, keine Schaltflächen, einfach ein sehr simpler und effizienter Browser eben, der sich auf eine bestimmte Idee konzentriert. Er geht keine neuen Wege, zumindest wenn man vom Hauptmerkmal einmal absieht. Alloy ist wie erwähnt Task-Basiert, doch was genau bedeutet das eigentlich? Es bedeutet, dass im Browser eine Art To-Do-Liste enthalten ist. Die verschiedenen Tabs im Browser basieren auf den einzelnen Punkten dieser Liste. So kann ich beispielsweise drei Tabs öffnen und den Task “Recherche” hinzufügen. Die drei Tabs sind dann dieser Aufgabe zugeordnet. Das Konzept ist hochinteressant, wie ich finde.

Alloy Browser Vorschau

Der Browser für Web Worker

So lassen sich Browser-Tabs ganz einfach den entsprechenden Aufgaben zuordnen, was heutzutage, wo quasi alles in der Cloud bzw. im Internet abläuft, gar nicht mal so unpraktisch ist. Die integrierte To-Do-Liste hilft dabei sehr in Sachen Verwaltung, weil die Aufgaben in diesem Bereich ja durchaus Sinn ergeben. Schließe ich den Browser, bleiben die Aufgaben der Liste bestehen und ebenso die entsprechenden Tabs, die den einzelnen Aufgaben zugewiesen wurden. So lässt sich der Tag perfekt planen und was ich nicht schaffe, bleibt in der To-Do-Liste erhalten, sodass ich es am nächsten Tag erneut aufgreifen kann. Für Web Worker wirklich ein spannendes Konzept.

To-Do-Liste als Basis des Browsers

Alloy ist also wirklich ein interessantes Konzept. Anders als Min, sagt mir der Browser selbst aber nicht unbedingt zu. Die Idee, eine To-Do-Liste die Tabs steuern zu lassen bzw. den ganzen Browser zu einer To-Do-Liste zu machen, halte ich aber für äußerst spannend und wertvoll. Gerade weil ich eben am Tag ein Dutzend Aufgaben im Web erledigen muss, habe ich selbst ein temporäres Verzeichnis in den Lesezeichen angelegt, wo ich entsprechendes speichern, oder Seiten kurzzeitig vermerken kann. Der Ansatz, alles auf einer To-Do-Liste aufzusetzen, ist also gar nicht so verkehrt. Alloy setzt ihn auch sehr gelungen um.

Alloy einfach mal ausprobieren

Wer möchte kann, nein sollte sich Alloy ruhig mal anschauen. Am Anfang dauert es ein paar Sekunden, bis ihr das Konzept verinnerlicht habt, aber dann geht die Idee hinter Alloy sehr schnell auf und es wird klar, wie der Browser behilflich sein kann und funktioniert. Für den Browser selbst gibt es eine kleine Microsite auf der Website des Entwicklers. Dort findet ihr noch ein paar weitere Infos und den Link zum Download. Wie gesagt: Alloy sollten sich Interessierte unbedingt mal genauer ansehen, aber trotzdem nicht zu viel erwarten. Während Min quasi einen ganz neuen Workflow aufbaut, ist das hier eher ein Konzept bzw. eine interessante Idee, die umgesetzt wurde. Mal schauen was daraus wird.



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