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Das schnellste Caching Plugin für WordPress

Das schnellste WordPress Caching Plugin

Die besten WordPress Caching Plugins

Auf FastWP dreht sich seit jeher alles um WordPress und vor allem um die Performance von WordPress. Unzählige Tipps habe ich inzwischen mit euch geteilt und sogar ein eBook zum Thema Performance wurde veröffentlicht und erfreut sich bei euch großer Beliebtheit. Jetzt ist es an der Zeit sich einem wichtigen Thema zu widmen, nämlich den schnellsten und besten Caching Plugins für WordPress. Welche Erweiterungen gibt es und welche sind wirklich effizient? Die Übersicht fällt mittlerweile nicht mehr leicht, doch ich habe über die Jahre so ziemlich jede Erweiterung getestet, an ihre Limits gebracht und immer weiter nach der perfekten Lösung gesucht. Hier sind nun meine Ergebnisse und Erkenntnisse nach all den Jahren.

Wie WordPress Caching funktioniert

Zunächst einmal müsst ihr das Thema Caching richtig verstehen, denn Caching ist alles andere als Hexenwerk. Im Grunde geht es bei dem Thema Caching vor allem darum, WordPress die Dynamik zu nehmen. WordPress muss statischer werden, damit es performant ist, also versucht das Caching die Dynamik zu umgehen. Statt ständig bei der Datenbank anzufragen, werden Anfragen einfach zwischengespeichert. Plugins gehen hier übrigens ähnlich vor. Was ein WordPress Caching Plugin nun also umsetzt, ist im Grunde ganz einfach. Es speichert die fertige HTML-Seite, die das CMS als Antwort auf die Anfrage an den Browser sendet. Statt die Seite also bei jedem Besucher neu zu generieren, wird die bereits gespeicherte Kopie angezeigt, was deutlich schneller und vor allem auch effizienter ist. Mehr zum Thema Caching gibt es in einem eigenen Artikel, denn das Thema ist komplexer als es zunächst scheint und hier soll es sich vor allem um Plugins drehen, weshalb ich die eigentlich Erklärung in einen separaten Artikel ausgelagert habe.

Eine Ära VOR und NACH W3 Total Cache

Glaubt mir, über die Jahre hinweg habe ich so gut wie alle Caching Plugins für WordPress getestet und auch heute ist es noch meine große Leidenschaft, Plugins auseinanderzunehmen und ihre Performance zu beurteilen, zu verbessern, zu analysieren. Im Grunde gibt es dabei nämlich, ähnlich wie in eigentlich allen Bereichen, einen Pionier und die typischen Nachfolger. Wie es in der gehobenen Gastronomie die Ära VOR und NACH Eckart Witzigmann gibt, so gibt es auch bei den WordPress Caching Plugins etwas sehr Ähnliches. Es gibt die Ära VOR und NACH W3 Total Cache, dem einstigen Pionier in Sachen WordPress Caching.

W3 Total Cache ist ein sehr umfangreiches und extrem komplexes WordPress Caching Plugin. Es war eines der ersten seiner Art, wenn nicht sogar DAS erste und stammte von Frederick Townes, was interessant ist, weil dieser damals als CTO von Mashable bekannt war und entsprechende Erfahrung mitbrachte. Die Erweiterung lieferte außerdem eine sehr umfangreiche und hochwertige Cache Engine mit, die für viele Anfänger aber viel zu komplex ausfiel. Das führte zwangsläufig dazu, dass schon die reine Konfiguration des Caching Plugins für echte Schweißausbrüche bei den meisten Bloggern sorgte. Das wiederum brachte ganze Guides und Anleitungen hervor, die sich ausschließlich damit beschäftigen, wie W3 Total Cache denn nun am besten läuft und wie es eigentlich eingerichtet werden muss, damit alles richtig funktioniert.

Auf W3 Total Cache folgten dann viele Konkurrenten und bis heute, in meinen Augen unangefochtene Nummer eins,ist das minimalistische Caching Plugin Cachify, welches ursprünglich vom prominenten deutschen WordPress-Entwickler Sergej Müller stammte, der sich inzwischen aber zurückgezogen hat. Ein kleines Meisterwerk in Sachen effizient, wenn auch nicht wirklich vergleichbar mit den “großen” Caching Engines da draußen. Doch Cachify hatte so seine Probleme und durch den kompletten Verzicht auf PHP bei der Cache-Auslieferung (was in Sachen Performance ein echter Traum ist), erforderte es einen separaten Cronjob, falls mit geplanten Beiträgen gearbeitet wurde.

Viele schreckte das ab und Anfänger waren wieder total überfordert. Außerdem zog sich Sergej aus der Entwicklung zurück, doch gerade seine minimalistischen Ansätze machten seine Plugins so erfolgreich. Seitdem gab es wenig Updates und kaum neues, doch dazu später mehr, wenn es um das wirklich beste Caching Plugin für WordPress geht.

Die Ära NACH W3 Total Cache brachte also allerlei neue WordPress Caching Plugins wie Cachify, WP Super Cache, Hyper Cache, Simple Cache, WP Fastest Cache, Cache Enabler, Quick Cache (welches dann Zen Cache hieß und inzwischen Comet Cache genannt wird), sowie noch sehr viele mehr. Unzählige Erweiterungen also, die zum Teil nur aufeinander aufbauten, oder aber dreist voneinander klauten. Die Kopie, einer Kopie, einer Kopie. Bis dann WP Rocket veröffentlicht wurde und als Premium Plugins schlichtweg alles, aber wirklich alles, richtig machte und die Szene damit ordentlich aufmischte.

Triumph und Siegeszug von WP Rocket

Als WP Rocket das Licht der Welt erblickte, war die Community von WordPress, man kann es gar nicht anders sagen, bereit für eine neue Art von Caching Plugin. WP Rocket war und ist ein Premium Caching Plugin, kostet also Geld und das nicht nur einmalig, sondern tatsächlich pro Jahr. Normalerweise schreckt das viele Nutzer ab, doch das Team hinter WP Rocket machte irgendwie alles richtig und kam vor allem auch zur richtigen Zeiten. Nicht nur, dass das Caching Plugin super einfach konfiguriert werden konnte, auch der Support war vorbildlich und auch wirklich bereit alle Fragen freundlich und schnell zu beantworten. Für Anfänger und überfragte Blogger war das ideal und bislang unbekannt, da die meisten Caching Plugins zwar nichts kosteten, sie dafür aber auch komplett alleine ließen, wenn es um die Einrichtung ging.

Das führte dazu, dass WP Rocket sich als Caching Plugin relativ schnell herumsprach, quasi viral ging. Bis heute wird es in den meisten Facebook-Gruppen und Foren von WordPress nur zu gerne empfohlen, weil es eine einfache All-in-One Lösung darstellt, die mit fast allen Plugins, Themes und Funktionen sauber zusammenarbeitet und tatsächlich am wenigsten Probleme bereitet. Zumindest bei mir und den meisten Nutzern, mit denen ich bislang sprechen konnte, gab es wirklich von Anfang an erstaunlich wenig Fehler.

WP Rocket ist in gewisserweise das neue W3 Total Cache (auf die gute, anfängliche Art), weil es so einschlug wie das Caching Plugin von damals. Wollen wir also hoffen, dass es in ein paar Jahren nicht ebenso untergeht, doch das scheint mir derzeit eher unwahrscheinlich, weil die Entwickler wirklich sehr engagiert sind und WP Rocket fleißig verbessern und erweitern. Die Erweiterung ist ihr Geld tatsächlich mal wert, wie ich finde, auch wenn ich eigentlich kein Freund von wiederkehrenden Zahlung bin und Premium Plugins lieber einmal und direkt bezahle. Bei WP Rocket wäre das, aufgrund der andauernden Arbeit und dem Support, aber wohl kaum realisierbar gewesen, da es hierfür eben auch feste Einnahmen bedarf.

Das schnellste Caching Plugin für WordPress

Doch kommen wir nun zu der Frage aller Fragen, auf deren Antwort ihr schon alle gewartet habt. Was ist denn nun das schnellste, wirklich schnellste WordPress Caching Plugin? Tatsächlich ist die Antwort sehr simpel und je nach Bedarf gibt es eine andere. Zwei Plugins haben sich bei mir über die Jahre hinweg regelrecht festgesetzt, haben sich immer wieder bewährt und konnten sich gegen neue Plugings im Test behaupten. Eben weil sie so sauber und damit unfassbar effektiv programmiert sind. Welche das sind? Schauen wir uns die beiden Erweiterungen noch einmal mit all ihren Vorteilen im Detail an.

Cache Enbaler: Wer keinen komplexen Blog besitzt und damit auch nicht spezielle Ausnahmen oder Optionen benötigt, fährt am besten mit dem Cache Enabler Plugin. Das stammt von KeyCDN, einem CDN-Anbieter, der damals das Plugin Optimus (ebenfalls empfehlenswert) von Sergej Müller übernahm und effektiv weiterentwickelte. Cache Enabler basiert dabei auf Cachify (ebenfalls von Sergej Müller), macht aber viele Kleinigkeiten besser und ist für Anfänger einfacher zu bedienen, wie ich finde.

Ein einfaches Set-and-Forget Plugin, wenn man so möchte, weil es wirklich nur aktiviert werden muss und das war es im Grunde auch schon. Mehr als eine handvoll Optionen findet ihr bei dem Caching Plugin nicht, was angenehm einfach ist. Für die perfekte Performance solltet ihr die Pre-compression und die Cache Minification aktivieren, das war es dann eigentlich auch schon. Wer noch mehr Performance möchte, kann durch dieses Snippet hier, zusätzlich die Ausführung von PHP umgehen. Das bringt im Regelfall noch einmal 50ms bis 150ms verbesserte Ladezeit mit sich. Einfach mal ausprobieren.

Der Cache Enabler ist für mich die klare Empfehlung für eigentlich alle Blogs, weil das Caching Plugin für WordPress wirklich minimal und rasend schnell ist. Wer nicht weitere Optionen oder Zusätze braucht, ist mit dem Plugin also mehr als gut beraten.

WP Rocket: Wer eine etwas komplexere Seite besitzt, zusätzliche Optionen und Möglichkeiten benötigt, der ist dagegen mit WP Rocket wirklich mehr als gut beraten. Die Erweiterung arbeitet schnell und sauber, ist eine gelungene All-in-One Lösung, die auch vor allem dafür bekannt ist, wenig Probleme zu verursachen. Sollte es dennoch ein Problem geben, hilft der Support gerne weiter und regelmäßig erscheinen neue Updates, auch die geplante Entwicklung ist öffentlich einsehbar.

Das alles ist vorbildlich und funktionierte bei mir immer fantastisch. Allerdings ist WP Rocket für kleine Blogs dann doch wieder einfach ein wenig überladen und ich bevorzuge, wo möglich, den minimalistischen Ansatz von Cache Enbaler. Trotzdem: Bei bestimmten Voraussetzungen braucht es mehr Möglichkeiten und die liefert euch WP Rocket. Zwar kostet das Plugin eine Kleinigkeit, doch hier kann ich mal ganz ehrlich sagen: Es lohnt sich und das Caching Plugin ist sein Geld wert. Auch weil es euch, im direkten Vergleich mit den meisten anderen Caching Plugins dieser Größe, viel Ärger ersparen wird.

Und die Moral von der Geschicht?

Wie schon erwähnt, habe ich so ziemlich jedes Caching Plugin für WordPress getestet und ausprobiert. Das liegt daran, dass ich diesen Blog über WordPress führe, aber auch am eigenen Interesse nach immer besserer Performance. Außerdem würde ich zu gerne mal wieder eine kreative, weil andere Art des Cachings sehen. Die Wahrheit ist aber: Die meisten Caching Plugins machen exakt dasselbe und nur wenige unterscheiden sich wirklich spürbar voneinander. Das ist schade, aber es liegt in der Natur der Sache, denn Caching ist Caching und so viele neue Wege gibt es da nun einmal nicht. Es geht eher darum, die vorhandenen zu perfektionieren und die Umwege möglichst minimal zu halten, also besonders effizient zu sein. Weniger Code, schnellere Umleitungen und so weiter.

Das ist auch der Grund, warum ich auf meinen Blogs zum minimalistischen Cache Enabler greife. Über die Jahre hinweg sind bei vielen Caching Plugins immer mehr Abfragen und Variablen hinzugekommen, damit diese mit möglichst allen WordPress Plugins und Themes zusammenarbeiten. Doch so etwas ist ineffizient und wo andere der Versuchung erlegen, ist der Cache Enabler stets minimal und damit rasend schnell. Am Ende ist es natürlich eure Entscheidung, aber desto größer und umfangreicher ein Caching Plugin für WordPress ist, desto langsamer wird es zwangsläufig auch sein.



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