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Warum Performance-Optimierung nie endet

Warum Performance-Optimierung niemals endet

Versuch und Irrtum bringen den Erfolg

Immer wieder treffe ich Blogger, die auf der Suche nach jemanden sind, der ihren WordPress Blog schnell und günstig optimiert. Caching einrichten, hier und da ein paar Tricks und Snippets einsetzten, das müsste doch eigentlich genügen, heißt es dann oft. Doch WordPress Performance ist anders gestrickt und Performance-Optimierung allgemein, bedeutet auch nicht, dass einmalig irgendwelche Änderungen durchgeführt werden, die dann für den Rest des Lebens funktionieren. Es geht wie bei so vielen Themen, auch bei der Performance-Optimierung von WordPress eher um ein Trial and Error, also um Versuch und Irrtum.

Immer wieder testen und verbessern

Natürlich ist es richtig, dass es gewisse Standards gibt. WordPress Performance heißt unter anderem zum Beispiel die Dynamik reduzieren, Caching einrichten, unnötige Elemente aus WordPress herausschneiden und so weiter. Doch wo und wann ist Schluss damit? Eben, eine Optimierung der Performance endet niemals, weil sie wie Suchmaschinenoptimierung auf Versuchen und Tests basiert. Verbessere, kontrolliere, teste und verbessere wieder, lautet die immer gleiche Kette, die niemals endet und sich einer Endlosschleife der Optimierung abspielt. Nur wer so für Performance sorgt, schafft es dauerhaft gute Ladezeiten zu präsentieren.

Es darf nichts pauschalisiert werden

Was lädt schneller, das .gif die .png, oder sollte das Ganze doch lieber nur mit CSS umgesetzt werden? Macht Javascript wirklich Sinn, oder lässt sich das Ganze sogar so nutzen, dass ein Vorteil in anderen Bereichen entsteht? Welche Permalink-Struktur von WordPress ist am Ende wirklich effektiv und performant, eignet sich aber weiterhin für die Suchmaschinen? Es gibt auf solche Fragen keine klassischen Antworten, da alles auf dem Ausprobieren basiert und die Regeln sich immer wieder ändern können, wie zum Beispiel mit HTTP/2, neuen Kompressionsalgorithmen wie Brotli, oder schlichtweg verbesserten Bildformaten wie WebP. Das alles kann nützlich sein, muss aber nicht nützlich sein und so geht es vor allem darum, alles für die eigene Umgebung, also den eigenen Blog zu testen und im Idealfall nichts zu pauschalisieren. Was bei eurem Konkurrenten hilft, kann sich bei euch auch negativ auswirken.

Blogger müssen wieder selbst denken

Auch dieser Punkt wird, gerade von Bloggern, gerne mal vergessen. Nicht alles was ein anderer macht, hilft auch dem eigenen Blog. 100 Punkte bei Pagespeed sind toll, können auf großen Blogs aber fast unmöglich werden und haben auch nichts mit echter Performance-Optimierung zu tun. Seiten mit 60 oder 70 Punkten, können daher auch schneller sein als diejenigen, die die 100 erreichen. Was Blogger allgemein lernen müssen ist, sich nicht so sehr auf Zahlen und Vergleiche zu stützen, sondern wieder eigene Wege zu gehen. Selbst ausprobieren, testen, anpassen und verbessern, ohne dabei auf Empfehlungen von außerhalb zu achten. Das ist die Regel und nur so wird der eigene Blog rasend schnell. Mit eigenen Ideen, neuen Wegen und kreativen Lösungen.

Die “Zeit” ist das große Thema an sich

In meinem eBook zum Thema WordPress Performance spreche ich auch immer wieder das Thema Zeit an. Das hat einen Grund, denn Zeit ist viel mehr als es zunächst scheint. Zeit wird unterschiedlich definiert, wahrgenommen und ist damit ein nicht gerade unwichtiger Faktor bei der Performance-Optimierung von WordPress. Wer sich mit diesem Thema noch ein wenig ausführlicher befassen möchte, kann sich die Aufzeichnung der Sendung Scobel zu dem Thema Zeit anschauen, die viele Aspekte genauer beleuchtet. Durchaus interessant, denn Zeit ist immer auch Performance und Performance ist immer auch Zeit. Den Beitrag findet ihr unten, oder direkt in der 3Sat Mediathek. Wirklich sehr sehenswert, wie ich finde, mit vielen interessanten Perspektiven auf die Zeit.

Performance-Optimierung endet nie

Doch zurück zum eigentlichen Thema des Artikel, denn eigentlich läuft alles nur auf den einen großen Hinweis hinaus. Performance-Optimierung endet niemals. Nie. Wer das glaubt, hat gar nichts verstanden und hat in gewisserweise auch schon verloren. Bei der Performance-Optimierung von WordPress geht es, wie auch bei der Suchmaschinenoptimierung, eigentlich nur darum, sich beständig zu verbessern, sich weiterzubilden, die Ergebnisse jederzeit zu analysieren, in Frage zu stellen und immer wieder eine Millisekunde mehr herauszuholen, wenn sich neue Möglichkeiten auftun. Schlussendlich geht es nur noch um viele kleine Mikrosekunden, die gemeinsam erst etwas bewirken können.

Es geht also nicht einfach nur um Caching, es geht um das Gesamtpaket, darum das bestmögliche zu wollen und dafür flexible Wandlängsfähigkeit an den Tag zu legen. WordPress Performance-Optimierung endet nie, sie ist ein stetiger Prozess und das zu verstehen ist wichtig, weil viele Anfänger immer wieder glauben, sie könnten derartige Themen an einem Tag oder in einer Woche abhaken. Doch so läuft das eben nicht. Performance-Optimierung bleibt ein ständiger Begleiter. Und wenn nicht, dann habt ihr sie noch nie richtig verstanden.



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