FastWP

WordPress. Performance.

FastWP: Gedanken zum Neuanfang im kommenden Jahr 2017


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FastWP 2017

Wie FastWP sich im Jahr 2017 verändern wird | © CC0 License/pexels.com

Performance als Fokus

Als ich FastWP vor vielen Jahren ins Leben rief, da ging es mir vor allem darum, Snippets und Tipps für Anfänger zu teilen. In Deutschland gab es das so noch nicht, zumindest nicht so, dass es wirklich auch Anfänger verstanden. Damit wurde der Blog recht schnell ein großer Erfolg, auch weil ich Snippets optimierte und die gegangenen Wege entsprechend anpasste. Daraufhin merkte ich immer mehr, dass Nutzer die Snippets und Anleitungen zwar gerne kopieren, sich allgemein aber eher wenig Gedanken darum machen. Was ist mit der Sicherheit und vor allem mit der Performance? So war schnell ein neuer Fokus gefunden, der mich bis heute beschäftigt und begeistert. WordPress zu nutzen ist nämlich kinderleicht, aber dabei die Performance und Sicherheit im Griff zu behalten, eben nicht. Das ist die eigentliche Herausforderung. Skalierbar bleiben und nicht ständig unnötige Ressourcen verschwenden.

DER WordPress Blog

Über die Jahre wurde FastWP in meinem Augen DER deutschsprachige WordPress Blog. Das mag nun sicherlich ein wenig Arrogant klingen, aber ich kenne ja die anderen Blogs und wollte es immer besser machen, was mir meiner persönlichen Ansicht nach auch geglückt ist. Das liegt an mehren Dingen, vor allem aber wohl daran, dass ich von dem was ich schreibe überzeugt bin, gerne mal andere Wege gehe als üblich, die Dinge selbst ausgiebig teste und immer wieder herumprobiere, um Neues zu erschaffen, oder Bestehendes wirklich zu perfektionieren. Gerne auch kontrovers, keine Frage, gerne mal gegen den Strom oder die allgemeine Meinung, aber eben doch immer mit Kern und Hintergrund, mit Sinn und Verstand. Zumindest sehe ich die Dinge so und deshalb habe ich FastWP, auch wenn es zeitlich eng wurde, gerne immer wieder weitergeführt. Weil ich den Blog für wichtig hielt, weil ich es als richtig empfand, Nutzer so zu informieren und auf bestimmte Dinge aufmerksam zu machen, die andere auch gerne mal verschweigen oder unter den Teppich kehren.

Blog aus Leidenschaft

Die Jahre zogen ins Land, Features und Testläufe veränderten FastWP beständig. Für mich ebenfalls ein wichtiger Punkt, denn FastWP ist nicht nur mein Blog mit und über WordPress, er ist auch meine Testwiese, mein Versuchslabor, mein Blog zum ausprobieren. Wie wirken sich Sharing Buttons aus, Kommentare zulassen oder nicht, Disqus verwenden, komplett auf Javascript verzichten, Minimalismus vor Performance, weniger oder mehr Plugins – all das wurde auf FastWP gerne und immer wieder zum Thema gemacht. Dazu die vielen Optimierungen, die den Blog ausmachen und die mich teilweise ganze Nächte lang beschäftigten und wach hielten. Immer wieder testen, vergleichen, eruieren ob die Ergebnisse stimmen und so auch wirklich korrekt sind. Oft war das pure Leidenschaft, nicht mehr und nicht weniger. Denn die Dinge die du wirklich liebst, sind meistens nicht erfolgreich. Die Artikel, in die du wochenlange Recherche steckst, für die du dir Nächte um die Ohren schlägst, die gehen am Ende nämlich fast immer unter. Aber die Top 10 Listen, die du gelangweilt in der Mittagspause heruntertippst, die werden zum viralen Hype. Leider.

Schreiben macht glücklich

Um genau diese kleinen Niederlagen zu kompensieren, fing ich wieder an als Texter für Nischenseitenbetreiber und andere Blogger zu agieren. Auf Blogprojekt zum Beispiel, hin und wieder auch auf Selbständig im Netz und so weiter und sofort. Außerdem widmete ich mich wieder mehr dem Schreiben und veröffentlichte meinen ersten Roman via Amazon und komplett in Eigenregie, mal abgesehen von Hilfe beim Buchsatz und dem so wichtigen Lektorat. Auch mein Wissen zur WordPress Performance bündelte ich in einem Buch, weil es dort meiner Ansicht nach besser verständlich und damit auch einfach sinnvoller aufgehoben war. Zudem konnte ich noch ein wenig über den Faktor Zeit und Ladezeit philosophieren, ein Thema was mir ebenfalls sehr am Herzen liegt und wichtig für das Grundverständnis ist. Die Psychologie hinter der Optimierung. Gekauft haben es die Leute nur teilweise. Erst als es vor kurzem kostenlos als Weihnachtsaktion angeboten wurde, gingen die Zahlen durch die Decke. Bewertungen gab es als Dankeschön trotzdem nicht, Feedback via E-Mail auch nicht und überhaupt, ihr kennt das Drama bestimmt, ihr seid selbst Blogger und Web Worker. Wie gesagt: Erfolg hast du mit Top 10 Listen und Clickbait. Das Leben als Web Worker, es macht mehr depressiv als glücklich. Denn Arbeit hast du immer und jederzeit, echte Erfolge aber nur sehr selten und wenn, dann bedeuten sie dir meist nicht so viel, weil es nicht die sind, für die du mit Herzblut gearbeitet hast. Aber wir haben uns daran gewöhnt, dass das Leben scheiße ist.

Mehr als nur WordPress

Tja und jetzt ist 2016 vorbei, 2017 ist endlich da. Ein neues Jahr und wieder einmal hat sich sehr viel verändert, der Grund dafür, warum ich diese »Neujahrsansprache« hier halte. Weil sich auch FastWP wieder verändern soll. Weil gute Blogs sich weiterentwickeln, nicht einfach stehen bleiben. In diesem Fall geht es thematisch in die Breite. WordPress als CMS ist nicht mehr uneingeschränkt zu empfehlen, gerade für die aktuell sehr populären Nischenseiten nicht. Außerdem gibt es viele spannende Entwicklungen und auch statische Flat-File- und Minimal Content Management Systeme sind auf dem Vormarsch. Das Internet wird statischer, zumindest in gewissen Bereichen, an anderer Stelle dagegen vollautomatisiert. FastWP soll dem gerecht werden. Meinem Mantra von Minimalismus und Performance bleibe ich treu, das ist einfach meine Persönlichkeit, nur möchte ich mehr über den Tellerrand eines Web Workers hinausblicken. Mehr als nur über WordPress berichten. Weil WordPress, zumindest in meinen Augen, einfach nicht mehr die immer richtige Wahl ist. Die Richtung in die sich das CMS bewegt, ist nicht mehr meine und eignet sich nicht mehr für jede Art von Projekt. Der Aufwand, WordPress performant zu machen, ist inzwischen gigantisch geworden, denn von Haus aus gibt es immer mehr Ballast und immer weniger wirklich nützliches. Dem Blind zu folgen, weil es einfach ist, wäre schwach.

Persönlicher und ehrlicher

Aber jetzt mal Klartext. Was genau soll das alles eigentlich bedeuten? Für mich bedeutet es, dass FastWP wieder kuscheliger werden soll. Einfach Persönlicher. Mit vielen eigenen Erfahrungen, Berichten und weniger 0815 Tipps zum direkten kopieren. Eindrücke, Meinungen, Vorstellungen von wichtigen Tools oder Plugins, von Dingen die ich selbst ständig verwende, Dingen die ich mag oder zu schätzen weiß. Ein persönlicher Web Worker Blog, mit ehrlichen Links und Empfehlungen, wie es sie vor langer Zeit in Form einer Blogroll gab. Als die Leute noch nicht Angst hatten Links zu setzten. Ein Blog der sogar wieder die ganz klassischen Kommentare zulässt. Der auch nichts dagegen hat, wenn ihr im URL-Feld einfach euren eigenen Blog hinterlegt. Der sich wieder Feedback wünscht, der ein Ort zur Kommunikation von neuen Gedankengängen sein will, für alle die dasselbe suchen und die darüber sprechen und diskutieren wollen. Im Grunde also ein Blog, wie er sein sollte. So wie Blogs eigentlich mal gedacht waren, bevor selbige total abdrifteten, in eine falsche Richtung. Heute sind das hohe Ziele, ich weiß, wahrscheinlich wie immer zu hoch und kaum zu erreichen. Aber zumindest sind sie mein Fokus für das Jahr 2017. Persönlicher. Direkter. Ehrlicher. Zurück zum echten Blog.


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