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WordPress. Performance.

Web Worker Finest 2017: Meine Tops und Flops des letzten Jahres


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Web Worker Finest 2017 Edition

Meine Lieblingstools aus dem vergangenem Jahr. | CC0 License/pixabay.com

Das Beste des Jahres

Das letzte Jahr war ein gefühlt aufregendes Jahr. HTTP/2 setzte sich langsam aber sicher durch, HTTPS wird auf immer mehr Seiten zur Pflicht und WordPress wird mit jedem Update fetter und fetter, während triviale Dinge, wie beispielsweise ein Kalender bei der Wahl eines Veröffentlichungsdatum, immer noch fehlen. Davon abgesehen ist mein Buch WordPress Performance bei Amazon erschienen, ein Buch in dem ich all die Tipps und Tricks zur Optimierung zusammenfasse, viele Snippets teile, sowie allgemein das psychologische Thema der Ladezeit und Zeitempfindung behandle. Ein aufregendes Jahr also, auch weil es in diesem Jahr viele neue Plugins und Tools geschafft haben, mich wirklich zu begeistern. Wer mehr als nur die Highlights sehen möchte, der sollte am besten auf der komplett überarbeiteten Mein-Setup-Seite vorbeischauen. Dort gibt es eine komplette Liste von allem was ich wirklich (!) und fast täglich nutze. Angefangen von der Hardware, über die Software, bis hin zu Empfehlungen abseits des Themas.
Grüner Daumen hoch

Meine Tops des Jahres

Beginnen möchte ich mit meinen Tops des Jahres. Es gab ein paar Sachen, die einfach richtig gut waren, sich wunderbar entwickelt haben, oder die einfach nach wie vor perfekt sind, auch in diesem Jahr wieder. Für mich gab es da wenig Diskussionbedarf, meine Top 3 konnte ich also relativ einfach und sehr schnell aufstellen.

1. Metrics Tools

Streng genommen habe ich die Metrics Tools erst Anfang 2017 vorgestellt, hängengeblieben bin ich aber schon Ende 2016. Um es kurz zu machen: Es gibt viele SEO-Tools, aber die meisten von ihnen zeigen unpassende Keywords, oder sind zu umfangreich/teuer für normale Blogger und Nischenseitenbetreiber. Metrics Tools trifft genau den Punkt, wo es sich für Web Worker lohnt zuzuschlagen. Dank APImetrics und über 12 Millionen Keywords, vieler Filter und selbst einzurichtenden Dashboards, überzeugten mich die Metrics Tool schnell und ich bin, wie schon gesagt, nach der kostenlosen Testphase einfach hängengeblieben. Weil die Daten richtig gut sind, weil sie mir helfen und weil der Preis am Ende stimmt. Definitiv meine wichtigste Entdeckung des letzten Jahres, einfach weil es mir persönlich am meisten geholfen hat und mir nun viel Ärger mit den anderen Tools erspart.

2. Kirby

Vor gar nicht allzu langer Zeit, stellte ich in einem Artikel klar, warum WordPress mich einfach nicht mehr begeistern kann. Daran hat sich bis heute nichts geändert, denn WordPress erscheint mir für viele Projekte immer unlogischer. Es ist ein massiges CMS geworden, nicht mehr das schmale Blogsystem von damals. Es lässt in meinen Augen außerdem viele Kleinigkeiten vermissen, entwickelt sich auf der anderen Seite aber immer mehr zum Monstrum. Im letzten Jahr lernte ich also vor allem Flat-File-Systeme zu schätzen. Die brauchen keine hungrige Datenbank, sind schlank und effektiv. Das so etwas auch mit Komfort geht, zeigt das CMS Kirby sehr gut. Das hat einen Markdown Editor und es gibt sogar einige Themes und Plugins, was bei kleinen CMS nicht selbstverständlich ist. Natürlich ist das alles noch nicht so umfangreich wie bei WordPress, aber genau deshalb ist Kirby ja auch so genial. Für kleine Seiten oder Blogs, die den ganzen Ballast einfach nicht brauchen.

3. Raidboxes

Wer WordPress schnell und direkt hosten möchte, ohne Probleme, ohne Umwege, ohne viel Einrichtungs- oder Caching-Aufwand, der ist bei Raidboxes goldrichtig. Managed WordPress Hosting aus Deutschland und zwar so wie es sein muss. Die Jungs arbeiten hart und wachsen seit ihrer Gründung beständig, aber natürlich. Was mir persönlich nach wie vor fehlt, ist aber eine Art Komplettpaket aus Domain, E-Mail-Postfach und WordPress-Installation. Domains werden Anfang 2017 kommen, heißt es, E-Mails leider nicht. Kenne ich schon von US WordPress Hostern, denn auch dort fehlt es meist an dem Feature. E-Mails scheinen aufwendig und Ressourcenhungrig zu sein, so scheint mir. Mit Domains wäre Raidboxes allerdings schon perfekt, um Nischenseiten schnell und einfach als einzelne Box anzulegen und verwalten zu können. So hätten sie alle ihre eigene IP und sind damit nicht in Verbindung zu bringen, mit eventuellen anderen Seiten. Wer will testet 14 Tage kostenlos und ohne Kündigungsärger. Mir gefällt das Angebot nach wie vor, erst recht wenn jetzt noch die Domains hinzukommen.
Roter Daumen runter

Meine Flops des Jahres

Auch die Flops des Jahres habe ich diesmal tatsächlich sehr schnell gefunden. Es waren große Enttäuschungen, die mich durchaus auch persönlich getroffen haben, bei denen ich daher auch gar nicht erst lange überlegen musste. Was das für Ereignisse oder Angebote waren, die meine Top-Flops des Jahres geworden sind, erfahrt ihr unten.

1. Kindle Direct Publishing

Letztes Jahr habe ich zum ersten mal, mit viel Aufwand und Arbeit, Bücher mit Kindle Direct Publishing veröffentlicht. Meine Erfahrungen über den Ablauf findet ihr in einer Artikelserie auf Selbständig im Netz. Mein eigentlicher Flop war aber, wie schwer Amazon es Autoren macht, für das eigene Buch zu werben, oder überhaupt erfolgreich zu sein. Als Self Publisher hat man Kaum Möglichkeiten das Ranking zu beeinflussen, es gibt keine Funktion einen Buchtrailer, oder auch nur weitere Bilder hochzuladen, selbst die Beschreibungen werden stark limitiert und die Kategorien sind teilweise absurd bzw. sind nicht immer nachvollziehbar eingeordnet. Als Autor kann ich außerdem weder Werbung direkt auf dem Kindle schalten, noch Amazon Advertising nutzen. Das bedeutet, bei der Vielzahl an Büchern, dass ich anderswo viel Arbeit und Geld investieren muss, um ein Buch zu vermarkten. Schade ist das, weil Amazon all die Möglichkeiten ja bietet, nur den Self Publishern eben komplett verwehrt. Bücher via Kindle Direct Publishing zu veröffentlichen, ist mein Flop des Jahres. Vor allem weil ich weiß, wie viel ein guter Verlag für Autoren tun kann. Persönlich würde ich daher auch niemanden raten, sein Buch via KDP zu veröffentlichen.

2. Photodune

Der Service, der zu Envato gehört, war immer gut, um schnell und günstig ein paar Grafiken bzw. Bilder für kleinere Projekte zu kaufen. Das war einmal, denn diese Zeiten sind vorbei. Das Team hat am günstigen Preismodell (je nach Größe gab es Bilder ab 1 Dollar) geschraubt und damit sind die lizenzfreien Bilder jetzt genau so teuer wie bei vielen anderen Stockfoto-Anbietern. Das bedeutet aber auch, dass es keinen Grund mehr gibt bei Photodune zu kaufen, da andere Stock-Anbieter einfach mehr Auswahl und bessere Motive haben. Der Schritt war definitiv einer meiner größten Flops aus dem letzten Jahr. Statt sich in der Nische der mittelmäßigen, aber dafür günstigen Anbieter zu etablieren, trifft man eine Entscheidung, die mit dem aktuellen Angebot weder okay ist, noch mit den  Kunden Konform geht. Kein Wunder, dass im Forum damals seitenweise Beschwerden kamen, denn die meisten Käufer empfanden den Schritt als fragwürdig. Zumal niemand darüber informiert wurde, sondern Evato das Ganze einfach von jetzt auf gleich umschaltete. Sehr ärgerlich und damit ist der Anbieter für mich persönlich auch gestorben.

3. Google

Hier meine ich nicht nur die Suchmaschine Google, sondern Google als komplettes Imperium. Was Youtube mit seiner Sortierung oder den Trends abzieht, was AdWords inzwischen mit absurden Kosten versaut, was die Suchmaschine derzeit an schlechten Ergebnisse liefert – Alles ein riesengroßer Flop für mich. Am meisten stört mich aber, dass es bei Google, trotz der Größe des Unternehmens und den entsprechenden Angeboten, nach wie vor keinen echten Support gibt, dass sie nach wie vor mit fast allem durchkommen, dass sie nach wie vor bei vielen als positiv und freundlich gelten, dabei im Grunde aber alles schlechter für mich als Webmaster, aber auch als normalen Nutzer machen. Von den »Guten alten Zeiten« ist da nichts mehr zu spüren, finde ich.

Tops und Flops des Jahres

Das waren sie nun, meine Tops und Flops des letzten Jahres. Mit ein paar Empfehlungen und ein paar dringlichen Warnungen. Falls euch solche Dinge interessieren, findet ihr auf der Seite Mein Setup noch viele weitere Tools und Empfehlungen von mir. Dort zeige ich nämlich auf, was ich im Alltag selbst fast täglich nutze und was ich wirklich aus tiefster Überzeugung empfehlen kann, auch im Bereich WordPress, Hardware, Software und vielen mehr. In diesem Sinne: Auf ein weiteres gutes Jahr. Möge es diesmal weniger Flops und mehr Tops geben. Eure persönlichen Highlights könnt ihr gerne in die Kommentare posten. Die Lowlights natürlich auch.


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