WordPress und Fehlermeldungen: Leider manchmal ein nur zu bekanntes Paar. Immer mal wieder schleichen sich im Betrieb Fehler ein – besonders dann, wenn gerade Updates durchgeführt oder neue Plugins eingesetzt werden. Auch beim Bearbeiten von CSS- und PHP-Dateien des Themes kann es schnell und unbeabsichtigt der Fall sein, dass WordPress nicht mehr so funktioniert, wie es eigentlich sollte.

Im Laufe der Jahre haben sich typische Fehler herauskristallisiert, die so gut wie jedem WP-Admin schon mal über den Weg gelaufen sind. In vielen Fällen sind sie mit ein paar Klicks wieder zu beheben. Um welche Klicks es sich dabei handelt, verraten wir gerne in diesem Artikel.

Kurz Vorab: Backups helfen bei Desastern

Versteht sich von selbst: Eine ordentliche Website-Betreuung bedeutet auch, dass immer Backups zur Verfügung stehen. Falls es zu einem Desaster kommt, das eben nicht schnell wieder behoben werden kann, dann sind aktuelle Sicherungen Gold wert. Backups sind schließlich genau für solche Fälle gemacht worden – und zwar dann, wenn alles rund läuft, und nicht erst dann, wenn es quasi schon zu spät ist.

Syntax-Fehler bei WordPress beheben

Ein Syntax-Fehler tritt normalerweise dann auf, wenn versucht wird, Code-Schnipsel in WordPress hinzuzufügen – und versehentlich etwas übersehen wird oder der Code eine falsche Syntax aufweist. Dies führt zu einem PHP-Parse-Fehler. WordPress beziehungsweise der Server auf dem WP installiert ist, gibt in diesem Fall eine Meldung aus wie z.B.:

Parse error – syntax error, unexpected $end in /html/website/wp-content/themes/mein-theme/functions.php on line 158

Im Klartext: In der angegebenen PHP-Datei wurde etwas gefunden, was dort einfach nicht hingehört. In vielen Fällen wurde dieses „etwas“ einfach dadurch kreiert, das etwas anderes vorher weggelassen wurde. Meistens ist es eine fehlende Klammer oder ein unerwartetes Zeichen im Code. Wird die fehlende Klammer (Bracket) wieder eingefügt und die Datei gespeichert, läuft die Seite oft wieder ohne Probleme.

Internal Server Error bei WordPress beheben

Zu den bekanntesten Fehlern gehört der Internal Server Error, mitunter auch als 500 Internal Server Error beschrieben. Dieser Fehler tritt normalerweise dann auf, wenn etwas nicht stimmt, der Server aber nicht in der Lage ist, die Ursache des Problems genau zu erkennen. Da die Fehlermeldung leider nicht angibt, wo nach dem Fehler gesucht werden soll, bleibt alles etwas mysteriös. Es liegt an euch, herauszufinden, wo genau das Problem liegt.

Typische Fehlerquellen liegen in der Konfigurationsdatei .htaccess, die sich im Stammverzeichnis des Servers befindet. Gerade in Kombination mit eigenen Permalinks kann es hier zu Problemen kommen. Oft genügt es schon, die Permalinks wieder auf den WP-Standard zurückzusetzen.

Kommt es häufiger zu einem Internal Server Error, dann sollte das Speicherlimit für PHP auf dem Server erhöht werden, sofern möglich. WordPress benötigt mitunter viel Speicher, Anbieter von Shared-Hosting geben davon aber in der Grundeinstellung mitunter zu wenig an die Kunden ab.

Fehler beim Aufbau einer Datenbankverbindung beheben

Ein weiterer Klassiker ist der „Fehler beim Aufbau einer Datenbankverbindung“ (oder Error Establishing a Database Connection). WordPress findet – aus welchem Grund auch immer – keinen Zugang mehr zur Datenbank, in der sich alle Informationen z.B. zu Einträgen und Seiten der WP-Installation befinden. Der Fehler kann im laufenden Betrieb auftreten oder direkt bei der Installation.

Eine einfache Lösung besteht darin, die in der Datei wp-config.php gespeicherten Zugangsdaten zur Datenbank zu überprüfen, also genau diese hier:

define('DB_NAME', 'datenbank_name');
define('DB_USER', 'datenbank_benutzername');
define('DB_PASSWORD', 'datenbank_passwort');
define('DB_HOST', '127.0.0.1:3306');

Einträge können nun korrigiert und die Datei wp-config.php gespeichert werden. Das Frontend der WP-Webseite sollte dann wieder funktionieren. Falls nicht, dann ist die Datenbank evtl. beschädigt und muss repariert werden. Das geht über das Tool phpMyAdmin.

Bringen die genannten Lösungsvorschläge nichts, dann ist vielleicht der Datenbankserver kurzzeitig nicht erreichbar In diesem Fall hilft eigentlich nur, etwas zu warten.

Fehler 404 bei einzelnen Beiträgen oder Seiten

Ein eher kurioser Fehler tritt dann auf, wenn einzelne Beiträgen oder Seiten der WP-Installation einen Fehler 404 zeigen statt des gewünschten Inhalts. Oft ist die Startseite und das Backend von diesem Fehler nicht betroffen. In diesem Fall handelt es sich so gut wie immer um einen Fehler bei den Permalinks.

Hier reicht es oft schon, in den Einstellungen den Reiter für Permalinks aufzurufen und die Einstellungen erneut zu speichern. Kommt es dann trotzdem zu einem Fehler 404, dann sollte die Konfigurationsdatei .htaccess im Stammverzeichnis der WP-Installation genauer unter die Lupe genommen werden.

Eine Standard-.htaccess mit eingeschalteten Permalinks unter WordPress sieht so aus:

# BEGIN WordPress
<IfModule mod_rewrite.c>
RewriteEngine On
RewriteBase /
RewriteRule ^index\.php$ - [L]
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-f
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-d
RewriteRule . /index.php [L]
</IfModule>
# END WordPress

Mitunter kann es auch vorkommen, dass die Datei nicht die benötigten Rechte hat, um das zu machen, was sie sollte. Die Berechtigungen sollten bei 640 liegen – oder temporär auf 660 gesetzt werden. Der Fehler 404 für einzelne Beiträge sollte dann verschwunden sein.

👉 Im folgenden Artikel erfahrt ihr wie ihr einen 404 Fehler auf eure Startseite leitet.

White Screen of Death beheben

Als „White Screen of Death“ wird eine gänzlich weiße Seite beschrieben. Die Webseite selbst ist quasi verschwunden, eine mehr oder weniger hilfreiche Fehlermeldung gibt es auch nicht – doch das Backend ist oft noch erreichbar.

Meistens wird der Fehler dadurch verursacht, dass ein Skript die PHP-Speichergrenze ausgeschöpft hat. Er kann aber auch aufgrund einer Konfiguration des Server passieren. Darüber hinaus ist es auch möglich, dass nur auf bestimmten Unterseiten einen „weißen Bildschirm des Todes“ droht. Hier hilft eine Erhöhung des Speicherlimits für PHP.

In jedem Fall lohnt es sich, direkt in den Backend-Bereich der WP-Installation zu schauen. WordPress bietet hier mittlerweile Hilfestellung an und informiert darüber, ob ein Plugin oder Theme „zu viele“ Fehler verursacht In diesem Fall ist der Übeltäter also schnell gefunden. Lohnenswert kann es auch sein, alle Plugins auf einen Schlag zu deaktivieren und sie dann nach und nach wieder zu reaktivieren.

Sidebar rutscht unter den Inhalt

Ein weiteres häufiges Problem – mit dem besonders Anfänger konfrontiert werden – betrifft die Sidebar (Seitenleiste), die plötzlich unter dem eigentlichen Inhalt erscheint, obwohl sie dort natürlich nichts zu suchen hat. Dieses Problem kennt ihr vielleicht wenn ihr mit html Code an einer Seite baut – ein fehlendes Zeichen, ein html Abschnitt zuviel – und schon kann es dir deine Seite „zerschießen“.

Manchmal vergessen Nutzer beim Hinzufügen oder Bearbeiten von Code-Schnipseln ihrer Website versehentlich, ein div-Tag zu schließen oder ein zusätzliches schließendes div hinzuzufügen, was dazu führen kann, dass das Layout des Themes durcheinander gerät. Eine weitere häufige Ursache ist die Verwendung einer „unverhältnismäßigen“ Breite in CSS oder das nicht ordnungsgemäße Löschen eines Float.

Also: Alle divs richtig schließen und sie Seitenleiste wird auch wieder zur Seitenleiste.

Bilder hochladen nicht möglich: Fehler beim Upload beheben

Wenn Bilder über die Upload-Funktion von WordPress nicht (mehr) hochgeladen werden können, dann kann das ganz verschiedene Gründe haben. Manche liegen bei den Bildern selbst, andere beim Server, auf dem WordPress installiert ist.

Es sollte zunächst überprüft werden, ob das Bildformat überhaupt von WordPress unterstützt wird (JPGs, GIFs, PNGs und SVGs). Hier kommt es gerade in den letzten Jahren immer wieder vor, dass WEBP-Dateien hochgeladen werden, dieses Format aber nach wie vor nicht von WordPress unterstützt wird – Plugins können dieses Problem aber lösen.

Falls es am Server liegt, dann ist vielleicht der physische Speicherplatz überfüllt. Das kann vor allem dann vorkommen, wenn nur ein kleines Webhosting-Paket gewählt wurde.

Möglich ist aber auch, dass der wp-content-Ordner nicht die nötigen Rechte besitzt, um den Upload von Dateien zu erlauben. Hier werden 755 benötigt, während die Dateien selbst Berechtigungen von 644 besitzen. Das sollte überprüft und ggf. angepasst werden, dann klappt es in vielen Fällen auch wieder mit dem Hochladen von Bildern.

Eine weitere Ursache kann die eigentliche Dateigröße darstellen. Beschränkt dein Hoster oder eine Einstellung die max upload Size wird die WordPress hier eine Fehlermeldung geben wenn deine Datei diese Größe überschreitet.

WordPress-Login: Ständige Weiterleitungen beheben

Beim Login auf die WP-Seite kann es manchmal vorkommen, dass die Login-Seite den Nutzer immer wieder versucht, weiterzuleiten – und daran einfach scheitert. Was sich einfach anhört, kann tatsächlich gravierende Konsequenzen nach sich ziehen: Nutzer können sich nämlich nicht mehr anmelden.

Hier können gesetzte Cookies die Fehlerquelle sein. Es empfiehlt sich also, die Cookies zur Domain kurzerhand zu löschen und den Login danach erneut anzugehen. Hat das nichts gebracht, kann die Datei .htaccess im Stammverzeichnis der Installation gelöscht werden. In diesem Fall vergisst WordPress allerdings die Einstellungen für Permalinks. Sie müssen anschließend wieder neu konfiguriert werden.

Mitunter kann es auch nützlich sein, die Datei wp-config um folgende zwei Zeilen zu ergänzen:

define('WP_HOME','http://example.com');
define('WP_SITEURL','http://example.com');

So wird WordPress klar gemacht, dass es sich bei beiden Einstellungen um die gleichen Werte handelt. Zu beachten ist hier allerdings, dass die Einstellungen im Backend dann nicht mehr manuell geändert werden können. Erst dann, wenn die beiden Zeilen wieder gelöscht werden, erscheinen die Einstellungen wieder im Backend.

403 Forbidden Error

Zugriff verboten? Der „403 Forbidden Error“ sagt genau das aus. Verschiedene Gründe können hier dafür sorgen, dass der Zugriff auf die Startseite oder eine Unterseite untersagt bleibt – und das selbst dann, wenn der Nutzer über Admin-Rechte verfügt.

Oft ist es ein Plugin, welches für diese Fehlermeldung verantwortlich ist. Dieses ist entweder falsch konfiguriert oder kann mit bestehenden Sicherheitsvorkehrungen auf dem Server nicht umgehen. Beim letztgenannten Fall lohnt es sich, nach einer Alternative zum Plugin zu suchen.

Möglicherweise ist auch eine kaputte .htaccess-Datei der Grund für den „403 Forbidden Error“. Hier kann die defekte Datei gelöscht werden, um dann im Backend die Permalinks (und damit eine neue .htaccess) zu generieren.

ERR_TOO_MANY_REDIRECTS: Zu viele Weiterleitungen beheben

Auch der klassische ERR_TOO_MANY_REDIRECTS treibt leider weiter sein Unwesen. Hier gibt es Weiterleitungen, die mitunter auf sich selbst verweisen – was zu einer unschönen Endlosschleife führt.

Ganz wie bei dem oben beschriebenen Problem der Login-Weiterleitungen kann es hilfreich sein, die Konfigurationsdatei wp-config.php die „WordPress-Adresse (URL)“ und „Website-Adresse (URL)“ festzulegen.

Sollte das nicht zum Erfolg führen, dann lest unseren Spezialartikel zum Thema: WordPress-Fehler „ERR_TOO_MANY_REDIRECTS“: So lässt er sich einfach wieder beheben.

Auch der klassische ERR_TOO_MANY_REDIRECTS treibt leider weiter sein Unwesen. Hier gibt es Weiterleitungen, die mitunter auf sich selbst verweisen – was zu einer unschönen Endlosschleife führt.

Ganz wie bei dem oben beschriebenen Problem der Login-Weiterleitungen kann es hilfreich sein, die Konfigurationsdatei wp-config.php die „WordPress-Adresse (URL)“ und „Website-Adresse (URL)“ festzulegen.

Sollte das nicht zum Erfolg führen, dann lest unseren Spezialartikel zum Thema: WordPress-Fehler „ERR_TOO_MANY_REDIRECTS“: So lässt er sich einfach wieder beheben.

Fazit: 10 typische WordPress-Fehler – und wie ihr sie einfach beseitigen könnt

WordPress hat schon einige Jahre auf dem Buckel – da ist es nur verständlich, dass manche Fehlermeldungen immer wieder auftauchen. Manche lassen sich schon alleine dadurch vermeiden, dass auf ein ordentliches Hosting-Paket gesetzt wird. Auch der sparsame Einsatz von Plugins bewahrt Seitenbetreiber vor so manchem Fallstrick.

Fest steht dabei natürlich auch, dass nicht gleich jeder Fehler ein Weltuntergang ist. Helfen die hier aufgelisteten Tipps und Tricks nicht weiter, dann muss ein Backup eingespielt werden.

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