Ob sich lieber ein Freelancer oder eine Agentur mit eurem WordPress-Projekt befassen soll, hängt immer von den jeweiligen Anforderungen ab – und natürlich auch von den Projektkosten. Welche Vor- und Nachteile es bei Agenturen und Freelancern im WordPress-Bereich geben, ist schnell erklärt.

Was ist der genaue Unterschied zwischen Freelancern und Agenturen?

Freelancer arbeiten auf eigene Faust. Sie besitzen in der Regel kein größeres Unternehmen, sondern sind als Einzelunternehmen registriert. Anfänger unter den Freelancern bei WordPress besitzen auch mitunter den Kleinunternehmerstatus, unter dem keine Umsatzsteuer eingenommen wird.

Auf der anderen Seite sind WordPress-Agenturen zu finden. Hier beschäftigt sich oft ein ganzes Team mit den unterschiedlichen Facetten des Content-Management-Systems. Sei es die Webentwicklung – bei der es um eine Erweiterung oder Neuerstellung von Funktionen geht – oder das Webdesign, die Optimierung für Suchmaschinen oder das Erstellen von Inhalten für die Webseite. Oder anders gesagt: Agenturen beschäftigen Mitarbeiter, die jeweils Experten auf ihrem Gebiet sind – im Idealfall, versteht sich. Freelancer hingegen übernommen in der Regel nur einen Teilbereich, kenne sich dort aber mitunter besser aus Mitarbeiter einer Agentur.

Ob sich nun lieber eine Agentur oder ein freiberuflicher Programmierer, Designer oder Texter um das eigene WordPress-Projekt kümmern soll, hängt von verschiedenen Faktoren ab, die im Folgenden vorgestellt werden.

Freelancer oder Agenturen: Was ist besser?

Eine pauschale Antwort gibt es nicht, doch an diese nicht gerade unwichtige Frage könnt ihr euch herantasten, indem ihr selbst vorab ein paar Fragen beantwortet. Diese Fragen könnten zum Beispiel so lauten:

  • Wie wichtig ist mir eine schnelle Verfügbarkeit?
  • Benötige ich Full-Services oder reicht ein Teilbereich aus?
  • Wie viel Geld möchte ich investieren?
  • Wie schnell finde ich den richtigen Partner für das Projekt?

Erst wenn hier Klarheit herrscht, solltet ihr euch nach einem Freelancer oder einer Agentur umsehen. Um die jeweils richtige Antworten zu finden, helfen die folgenden Absätze sicher weiter.

Vor- und Nachteile von Agenturen

Einer der größten Vorteile von Agenturen liegt darin, dass es in der Regel einen festen Ansprechpartner gibt, der verlässlich und zu üblichen Geschäftszeiten verfügbar ist. Er fungiert für euch quasi als eine zentrale Schaltstation, bei der die Fäden innerhalb der Agentur zusammenlaufen. Informationen werden hier gebündelt und idealerweise zum richtigen Zeitpunkt in der richtigen Form an euch weitergegeben.

Die Expertise innerhalb der Agentur ist – insgesamt betrachtet – auch oft größer als bei Einzelkämpfern. Das liegt in der Natur der Sache: Wenn mehrere Personen zusammenarbeiten, können Fehler schneller entdeckt oder Ideen von anderen Mitarbeitern umgesetzt werden. Doch auch freiberufliche WordPressler kommen im Laufe der Jahre auf einen nicht zu unterschätzenden Wissensschatz.

Ein oft vergessener Punkt ist auch die Künstlersozialabgabe, die in Deutschland bei der Bezahlung von Freelancern fällig wird, bei einigen Agenturen (Gesellschaften wie GmbH, UG etc.) aber nicht fällig wird. Zwar halten sich die Beiträge insgesamt gesehen in Grenzen, doch vergessen solltet ihr sie nicht. Die Künstlersozialabgabe geht an die Künstlersozialkasse, die mit den Einnahmen wiederum etwa die Hälfte der Versicherungsbeiträge für Freischaffende übernimmt.

Vor- und Nachteile von Freelancern

Freelancer sind oft flexibler und kosten so gut wie immer weniger als eine Agentur. Zwar wird hier in den seltensten Fällen ein echter Full-Service angeboten doch innerhalb ihres Gebietes sind sie – im Idealfall – zu einem Experten geworden. Schwarze Schafe gibt es natürlich sowohl bei den Freiberuflern als auch bei den fest angestellten Mitarbeitern einer Agentur. Den oder die richtige zu finden ist da nicht immer leicht und kann gerade zu Beginn viel Zeit in Anspruch nehmen.

Als klassischer Nachteil von Freelancern gilt die Verfügbarkeit. Freiberufler arbeiten oft für einige Kunden gleichzeitig, da das Einkommen – je nach Tätigkeit – kein anderes Verhalten zulässt. Hinzu kommt, dass keine personellen „Reserven“ da sind. Liegt der Freelancer krank im Bett, dann kann die angestrebte Deadline auch schon mal vergessen werden. Hier hilft es dann nur, sich ein Netzwerk an Freiberuflern aufzubauen und sie flexibel zum Einsatz kommen zu lassen. Oft machen es Agenturen mit externen Freelancern ebenso, sie kommen entsprechend nur dann zum Einsatz, wenn die Arbeit intern nicht mehr geschafft werden kann oder die spezifische Expertise fehlt.

Fazit: Freelancer oder eine Agentur beauftragen

Freelancer und Agenturen besitzen Vor- und Nachteile, weshalb eine pauschale Antwort keinen Sinn ergibt. Sind die finanziellen Möglichkeiten eher begrenzt, ist eine Agentur nicht zu empfehlen. Auch bei eher kleineren Projekten ist es oft eine gute Idee, die Arbeit von einem oder mehreren Freelancern erledigen zu lassen. Dennoch gilt auch hier: Man bekommt, was man gibt. Wer Höchstleistungen zu Dumpingpreisen erwartet, der muss seine Lektion wohl erst noch lernen. Das gilt insbesondere für Aufträge, die an Programmierer, Designer oder Texter in Niedriglohnländern vergeben werden. In diesem Fall ist mitunter auch noch mit der Zeitverschiebung zu kämpfen, die eine effektive und schnelle Kommunikation oft unmöglich macht.

Je größer das WordPress-Projekt und je höher die geplante Investition, desto eher eignet sich eine Agentur. Auch in Sachen Kommunikation und Verfügbarkeit schlagen sich Agenturen oft besser  sie haben einfach mehr zu verlieren. Die Kosten sind aber in fast jedem Fall höher als bei Freiberuflern anzusetzen – und Ergebnisse zu bekommen dauert mitunter deutlich länger. Dafür habt ihr etwas mehr Sicherheit, dass der Auftrag auch tatsächlich erledigt wird.

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