WordPress Kontaktformulare und die DSGVO

Wichtig: Der folgende Artikel stellt keine Rechtsberatung dar und spiegelt nur unsere persönliche Meinung wieder, die wir uns auf Basis einer umfassenden Recherche gebildet haben. 

Die DSGVO (Europäische Datenschutz-Grundverordnung) hat im Mai 2018 vielen Webseitenbetreibern Kopfzerbrechen bereitet. Denn ob es mit einer Umstellung auf HTTPS (mit SSL-Zertifikat) und einer angepassten Datenschutzerklärung getan war, ließ sich aufgrund der teils widersprüchlichen Informationen im Netz nicht abschließend klären. Heute wissen wir: Anpassungen waren notwendig, aber viel Panikmache war nur heiße Luft. Vor allem für Anwälte war das Ganze ein lohnendes Geschäft, so wie die Angst vor Krieg und Verderben für die Sicherheitsbranche Gewinne verspricht. Auch beim Thema Kontaktformulare wurde viel Unsinn erzählt – besonders was die oft als notwendig angepriesene Checkbox betrifft. Falls ihr also noch immer nicht wisst, ob eure WordPress Kontaktformulare DSGVO sicher sind, geben wir euch jetzt die einzig wahre Antwort.

Kontaktformular Checkbox? Braucht kein Schwein!

Oft liest man im Zusammenhang mit Kontaktformularen und der DSGVO, dass es eine Checkbox bräuchte, über die der User seine Zustimmung zum Verarbeiten der Daten geben müsse. Stimmt nicht, sagen Fachanwälte für Internetrecht. Denn sobald ein Nutzer ein Kontaktformular nutzt, weiß er (oder sie) genau, was er dort tut – Kontakt aufnehmen nämlich. Wozu es eine Einwilligung bräuchte, dass der Kontaktierte (Webseitenbetreiber) die mit ihm geteilten Daten auch erhält, kann einem wohl niemand erklären.

Allerdings ist richtig, dass in der Datenschutzerklärung (die verpflichtend ist) darauf hingewiesen werden muss, was genau mit diesen Daten passiert; also ob sie lediglich zur Kontaktaufnahme dienen, oder ob Drittparteien Zugriff auf die personenbezogenen Daten wie E-Mail-Adresse, Name und IP bekommen.

Newsletter Anmeldung? Different story!

Wird das Kontaktformular gleichzeitig genutzt, um dem User einen Newsletter aufs Auge zudrücken, ist die Einwilligung notwendig. Denn diese Art der Datenverarbeitung ist auf den ersten Blick nicht ersichtlich. User müssen sich frei entscheiden können, ob Sie Newsletter erhalten wollen oder nicht. Außerdem müssen sie dem Erhalt solcher Nachrichten jederzeit widersprechen können – ist wahrscheinlich jedem klar.

Zusätzlich muss gewährleistet sein, dass die Nachrichten, die über ein entsprechendes Kontaktformular versendet werden, verschlüsselt sind. Entscheidend sind hier die eventuelle TLS-Verschlüsselung von E-Mails sowie die generelle SSL-Verschlüsselung der Webseite.

Zusammengefasst

Um mit einem Kontaktformular in Bezug auf die DSGVO auf der sicheren Seite zu sein braucht es:

  • ein SSL Zertifikat für die Website sowie
  • eine Datenschutzerklärung, in der auf den Umfang der Datenverarbeitung hingewiesen wird.

Nicht benötigt wird:

  • eine Checkbox (außer es handelt sich um die Anmeldung zu einem Newsletter).

Interessante Links:

Die DSGVO zum Nachlesen

Die besten Kontaktformular-Plugins für WordPress

Datenschutz-Guru Podcast zum Thema

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