Kinsta – WordPress Hosting im ausführlichen Test

Kinsta: Managed WordPress Hosting – eine Alternative zu Raidboxes und Hostpress ?

In unserem heutigen Artikel geht es um Kinsta – einem Anbieter für managed WordPress Hosting mit Hauptsitz in LA und Serverstandorten rund um die Welt. Kinsta wurde 2013 von einigen WordPress Entwicklern mit dem Ziel gegründet ein speziell für WordPress optimiertes Hosting anzubieten, dass schneller und sicherer ist und typische Arbeitsabläufe effektiv umsetzen lässt.

Grundsätzlich also natürlich die gängigen Beweggründe die alle reinen WordPress Provider verständlicherweise angeben.

Kinsta in der Kurzübersicht:

  • Firmensitz: 10880 Wilshire Blvd, Suite 1101, Los Angeles, CA 90024
  • Server in Deutschland (Frankfurt)
  • Kostenlose Testphase (30 Tage)
  • SSL kostenlos inklusive
  • SSD Festplatten
  • 24h / 365 Tage Support via Ticketsystem
  • Kostenloser Umzugsservice
  • Tägliches Backup System
  • NGINX
  • HTTP2

Besonderheiten:

  • Reines Cloud Hosting über Google Clouds
  • Staging Funktionalität
  • Kostenloser CDN bereits ab dem Starter Tarif
  • Caching wird über ein „hauseigenes Plugin“ umgesetzt

Preis: ab 30$/Monat bis 1500$/Monat

Warum fastWP Kinsta überhaupt vorstellt!

Mittlerweile gibt es nun doch eine größere Anzahl an „reinen WordPress Providern“ und spätestens seit Raidboxes ist dieses Geschäftsmodell wohl auch in Deutschland angekommen und erfreut sich immer größerer Beliebtheit.

Wie so häufig kommen solche Entwicklungen natürlich aus den USA und schwappen dann irgendwann über den großen Teich.

Nun gibt es in Deutschland bereits Unternehmen die sich auf das reine WordPress Hosting spezialisiert haben, aber zumindest aus meiner Sicht sind hier momentan nur die 2 „Großen“ Raidboxes und Hostpress zu nennen und dann eventuell noch WP-Projects (zumindest kommuniziert man reines WP Hosting)

Viel ist das also nicht und so ist es natürlich eine berechtigte Frage ob dieses doch sehr überschaubare Angebot auch qualitativ mit Angeboten aus dem Ausland mithalten kann.

Um diese Frage zu klären möchten wir hier bei fastWP eben auch Dienste aus dem Ausland testen. Vielleicht stellt sich ja heraus das ein Angebot aus den USA weitaus attraktiver ist als ähnliche Produkte aus Deutschland.

Info: Wir werden von Kinsta nicht für diesen Test bezahlt, haben aber ein Partnerprogramm abgeschlossen. Heißt, meldet sich jemand über die hier verwendeten Links bei Kinsta an, bekommen wir von fastWP eine Provision.

Kinsta – Was macht dieses Hosting besonders?

Kinsta ist wie bereits erwähnt eine reine WordPress Hosting Plattform die von einigen WordPress Experten entwickelt worden ist.

Begonnen hat das ganze 2013 mit einigen Entwicklern in Budapest/Ungarn und dem Ziel vor allen Dingen „performantes“ WordPress Hosting anzubieten da die „Großen der Branche“ zwar bereits entsprechende Angebote kommunizierten, am diese nicht wirklich etwas mit „WordPress Hosting“ zu tun hatten – ein Umstand der ja bis heute Bestand hat!

Von Anfang an hat man alles ein wenig anders bei Kinsta gemacht. Allem voran steht wohl die Entscheidung das Hosting nicht über eigene Server abzuwickeln sondern dafür ausschließlich die Google Cloud zu nutzen.

Durch diese Nutzung kann Kinsta problemlos Anbindungen überall auf der Welt anbieten. Heißt im Klartext – als deutscher Kunde kann ich als Serverstandort Deutschland, speziell Frankfurt wählen.

Ein Umstand der natürlich extrem wichtig ist um unnötige Laufzeiten zu vermeiden.

Eine weitere Besonderheit bei Kinsta ist das komplett individualisierte Kundendashboard. Das bedeutet das hier weder Plesk oder cPanel genutzt wird sondern eine Eigenentwicklung.

Diese schauen wir uns im Laufe des Artikels natürlich noch genauer an.

Die Preisstruktur von Kinsta

Wer Low Budget Hosting sucht ist bei reinem WordPress Hosting sowieso schon falsch. Bei Kinsta wird sogar noch einmal eine „Schippe drauf gelegt“ denn der günstigste Tarif startet hier bei 30$/Monat (netto).

Wir reden hier von einer einzelnen WordPress Installation.

Man muss hier also ganz klar sagen dass sich das Angebot klar an gewerbliche Kunden richtet und nicht unbedingt an den „kleinen Privatblogger“.

Dafür gibt es ab dem kleinsten Tarif bereits ein umfangreiches Komplettpaket inklusive der verschiedensten Features und vor allen Dingen eines – Performance!

Hier einmal einige der top Features die bereits ab dem STARTER Paket zu haben sind:

  • bis zu 20,000 monatliche Besucher
  • SSD Festplatte (5GB)
  • kostenloses CDN (unserer Meinung nach ein echtes Highlight)
  • tägliche Backups
  • kostenloses SSL
  • InHouse Caching Lösung
  • Staging Oberfläche

Support gibt es bei Kinsta über ein Ticket System und dies auch in deutscher Sprache!

Die Benutzeroberfläche bei Kinsta

Direkt nach dem ersten Login ist meiner erster Eindruck „WOW“ – das ganze präsentiert sich übersichtlich und klar. Über die wenigen Menüpunkte auf der linken Seiten wird schnell klar wo sich was befindet, so auch das Userprofil in dem ich direkt die Dashboard Sprache auf Deutsch ändere.

Das Kinsta User Dashboard

Die erste Webseite mit Kinsta

Unter dem Punkt Seiten soll nun die erste Seite hinzugefügt werden. Nach Klick auf den entsprechenden Button werde ich direkt nach dem gewünschten Standort gefragt.

Dieser Umstand stellt wie bereits erwähnt eines der wichtigsten Kriterien für die Auswahl eines „ausländischen Provider“ da, denn niemand möchte eine deutsche Seite hosten bei der der Server in New York steht.

Im Fall von Kinsta kann ich hier Frankfurt auswählen. Die weiteren Installationspunkte sind klar und eindeutig.

Optional kann ich direkt Yoast SEO und Woocommerce mit installieren. Auch die Nachfrage ob es sich um eine Multisite handeln soll, erfolgt.

Wichtig! Die Unterstützung von WordPress Multisites gibt es bei Kinsta erst ab dem 60$ teuren Pro Paket.

Die darauffolgende WordPress Installation hat gefühlt recht lange gedauert, wobei dies natürlich keinen wirklichen Kritikpunkt darstellt.

Die saubere und übersichtliche Darstellung wichtiger Aspekte rund um die erstellte Seite bleibt weiterhin erhalten. Bei Klick auf die Webseite erscheinen sämtliche nötigen Informationen und Einstellungsmöglichkeiten so z.B. :

  • Datenbank und FTP Infos, PhpMyAdmin ist direkt aus dem Dashboard heraus zugänglich
  • Einstellungsmöglichkeiten wie PHP Version, Caching, SSL etc.
  • Backups und Redirects
  • Übersicht aller Plugins
  • Logs
  • und Optionen für das bereits erwähnte Kinsta CDN
Kinsta Einstellungen für eine Domain

Grundsätzlich hier ein paar Infos zu den eben genannten Optionen.

Aspekte wie das Backup System, Einstellungsmöglichkeiten wie PHP, SSL oder auch Weiterleitungen sind top und wie gesagt extrem aufgeräumt dargestellt.

Toll finde ich die integrierte Search and replace Option in den Einstellungen. Sonst nutze ich dafür ein separates Plugin. Auch die Möglichkeit spezielle IP`s und Spamer zu sperren finde ich sehr gut.

Ein kleiner Kritikpunkt ist die fehlende Option Plugins direkt aus dem Dashboard deaktivieren, aktivieren oder auch komplett löschen zu können.

Ich gebe offen zu diese Option hat mir bereits das ein oder andere mal das Leben leichter gemacht.

Migrationen von Seiten zu Kinsta

Über den Menüpunkt „Migrationen“ gelangt man zu den Einstellungen bezüglich der Migration und Umzüge von Webseiten zu Kinsta.

Im Starter Paket gibt es hier eine Premium Migration kostenlos. Dies bedeutet man füllt das entsprechende Formular aus und ein Mitarbeiter von Kinsta zieht eure Seite komplett für euch um.

Diesen Service kennt man bereits von Anbietern wie Raidboxes und Hostpress.

Zusätzlich gibt es noch die Basic Migration. Ich vermute diese wird über eine integrierte Plugin Lösung umgesetzt sein. Egal wie – hier werden eigentlich nur Provider aus den USA angeboten wie z.B. A2Hosting, Cloudways, SiteGround usw.

Kinsta Analytics

Besucherstatistiken als Analytics Ersatz

Als nächstes schauen wir uns den Kinsta Analytics Bereich an und hier war ich ein weiteres mal ein wenig beeindruckt. Neben grundsätzlichen Besucherstatistiken bietet Kinsta hier eine detaillierte Ansicht über abgefragte Daten und Dateien, detaillierte Lade- und Antwortzeiten und sogar eine Aufschlüsselung von fehlerhaften Seiten und entsprechenden Fehlercodes.

Das ist ein absoluter Pluspunkt und eine richtig tolle Sache. Für die Leute die Besucherzahlen nicht so detailliert auswerten wollen und müssen stellt dieser Bereich sicherlich eine gute Alternative zu Analytics dar.

Für Performance Optimierungen bietet dieser Bereich ebenfalls sinnvolle und hilfreiche Daten um entsprechende Probleme einzugrenzen.

detaillierte Statistiken auch bezüglich Fehlern etc.
detaillierte Aufschlüsselung von Scripten

Kinsta Staging Oberfläche

Staging Oberfläche wird erstellt

Eine Funktion die ich bereits bei Raidboxes extrem cool finde ist das „Staging“.

Auf Klick lässt sich hier eine quasi eine geklonte Version auf die Live Seite aufsetzen. Einmal eingeloggt arbeitet man hier in einer 2. Liveversion der Seite und kann Änderungen, Updates, Erweiterungen etc. vornehmen.

Bei kritischeren Updates ist dies ein tolles Feature da sich hier kurz prüfen lässt ob ein Update sauber durchläuft und wenn alles passt können die Änderungen einfach direkt Live gestellt werden.

Nachdem die Staging Version bei Kinsta erstellt worden ist erhält man eine neue URL, in unserem Fall in dem folgenden Format: http://staging-spielwiese.kinsta.cloud/

Im Gegensatz zu Raidboxes kann ich beim Kinsta Staging über das Dashboard zwischen den 2 Versionen hin und her schalten, was ich persönlich besser finde als bei Raidboxes. Hier befinden man sich in einer aktiven Browser Session dauerhaft in der Staging Oberfläche und muss einen separaten Browser öffnen um die eigentliche Seite zu sehen.

Über den Button „Änderungen Live stellen“ können getätigte Änderungen in die Live Seite eingespielt werden.

Änderungen der Staging Seite vor der Live Stellung

Hier gibt es tatsächlich den ersten Kritikpunkt. Im Fall von Kinsta ist es scheinbar nicht möglich nur spezielle Bereiche online zu stellen. Dies ist z.B. bei Raidboxes besser gelöst da ich hier über die erweiterten Einstellungen sagen kann „nur Änderungen Plugins live stellen“ etc.

Dies gibt einen etwas mehr Flexibilität. Ich erwähne dies da ich diese Situation bereits 2x bei Raidboxes hatte und hier mehr als dankbar für dieses Feature war.

Last but not least möchte ich die Nutzer Einstellungen kurz erwähnen. Hier lassen sich über individuelle Rechtevergabe die verschiedensten Zugänge erstellen um so anderen Leuten, Entwicklern etc. Zugriff auf eure Seite zu gewähren.

Der Support bei Kinsta

Im Rahmen unseres Tests bei Kinsta war ich tatsächlich 3x in der Situation einen Supportmitarbeiter zu kontaktieren. Dies geht wie mittlerweile sehr üblich über die integrierte Chatfunktion aus eurem Dashboard.

Ich habe hier nur den englischen Support genutzt. Der Deutsche wird mittlerweile zwischen 9:00 – 17:00Uhr ebenfalls angeboten, jedoch habe ich diesen nicht getestet.

Ich weiß auch gar nicht wie, eine Vorauswahl gibt es nicht, vermutlich schreibt man einfach deutsch und wird dann entsprechend weitergeleitet 🙂

Die Antwortzeiten waren in allen 3 Fällen phänomenal und lagen immer unter 5 Minuten. Der Support war höflich und sehr hilfsbereit und konnte meine Anliegen zügig lösen.

Ein absoluter Pluspunkt!

Nichts stört mich mittlerweile mehr als ein langsamer Support. Ich brauche nicht mehr wirklich den telefonischen Support, zumindest nicht in 90% der Fälle, aber wenn ich über den Chat den Kontakt herstelle möchte ich nicht erst mal 30min gar nichts hören.

Zahlungsmethoden bei Kinsta

Als Dienstleister aus den USA habe ich hier jetzt keine Zahlung auf Rechnung oder Sofortüberweisung erwartet 🙂

Im Falle von Kinsta scheint man sich hier aber ausschließlich auf die Kreditkarte konzentriert zu haben.

Auch PayPal oder Stripe finden sich nicht.

Für den einen oder anderen eventuell ein negative Punkt, ich denke die Zahlungsmöglichkeit wäre für mich jetzt kein entscheidendes Kriterium.

Kinsta für Entwickler

Diesen Bereich werde ich zukünftig auch bei anderen Tests immer mit aufnehmen denn wir sprechen hier bei fastWP und auch mit diesem Test ja nicht nur den Endkunden an sondern auch den Entwickler und/oder die Agentur die gerne für deren Kunden Projekte entwickeln möchte.

Um es vorwegzunehmen. Hier hat Raidboxes für uns als Agentur quasi das Rad neu erfunden. Alles das was ich mir als Entwickler (zumindest in unserem Einsatzbereich wünsche) lässt sich perfekt und extrem einfach und effektiv bei Raidboxes umsetzen.

Alleine die kostenlose Entwicklung neuer Projekte und finale Übergabe an den Kunden ist grandios.

Im Falle von Kinsta habe ich hier solche „Grundvoraussetzungen“ nicht gefunden. Das heißt natürlich nicht dass ich auch bei Kinsta für meine Kunden entwickeln kann, aber die Einfachheit von Raidboxes wird hier nicht erreicht. Auch das schnelle und effektive klonen und Neuerstellen von Seiten aus bestehenden Backups, bestehender Seiten oder sogar aus gesicherten Vorlagen ist so bei Kinsta, zumindest in dieser Einfachheit nicht möglich.

Wie schnell ist das Kinsta WordPress Hosting?

Nun kommen wir zu einem Bereich der sicherlich die meisten interessiert und auch ich selbst freue mich darauf besonders.

Selbstverständlich sind die bisher geprüften Aspekte wichtig und können natürlich auch auch über einen guten oder schlechten Gesamteindruck entscheiden. Unabhängig trennt sich aber vor allen Dingen bei der Performance häufig die Spreu vom Weizen und in Zeiten wo Google unmissverständlich klar macht wie wichtig „top speed ist“ ist dieser Punkte natürlich bei jedem Test erneut sehr spannend.

Ich gebe offen zu dass ich mir im Falle von Kinsta sehr große Hoffnungen machen was die Performance angeht. Vor allen Dingen die Google Cloud als technische Oberfläche finde ich hier extrem spannend…also los gehts.

Folgende Provider testen wir.

  • Ionos – Paket Webhosting Business (SSD, bis zu 2,5GB RAM, PHP 7.3)
  • WebGo – Paket go Platin (HDD, bis 1024MB RAM, PHP 7.3)
  • Raidboxes – Paket Starter (SSD, 2GB RAM, 1 vCore CPU, PHP 7.3
  • HostPress – Paket Multi Business (SSD, RAM dynamisch) PHP 7.3)
  • Kinsta – individuelles Paket (SSD, RAM dynamisch, 1vCore CPU, PHP 7.3)

Bei allen Paketen sollten 256MB PHP Memory Limit vorhanden sein.

Info: Der ein oder andere wird hier eventuell sagen dass wir hier Äpfel mit Birnen vergleichen. Ein Shared Hosting Paket bei Ionos sollte man nicht mit einem kleinen vServer Paket bei Raidboxes vergleichen. Grundsätzlich ist da etwas dran, aber zum einen erwähnen wir diesen Aspekt hier und zum anderen sollte man nicht vergessen dass so ein SharedHosting Paket auf einem absoluten Power Server liegt der merklich mehr Leistung an. Von der Theorie her kann es hier nämlich auch sein dass ein wenig ausgelasteter Server hier überraschende Ergebnisse zeigt.

Getestet wird eine Installation des DIVI Themes von elegantthemes.

Größe der Seite: 3,4MB

Keine Plugins oder Caching aktiv.

Folgende Dienste verwenden wir:

  • Pingdom
  • GTMetrix
  • Google Chrome TTFB
  • Google Chrome DOMContentLoaded
  • Google Chrome komplett geladen
 IonosWebgoRaidboxesHostpressKinsta
Testrunde 1     
Pingdom
2,31
772
1,1
1,23
871
Gtmetrix
3,2
1,3
2
1,8
2
TTFB (Chrome)
1007
525
652
532
558
DOMContent (Chrome)
1,69
1,24
1,39
1,15
1,23
komplett geladen (Chrome)
2,86
1,53
1,6
1,96
1,47
Testrunde 2
 
 
 
 
 
Pingdom
3,3
1,01
820
1,3
929
Gtmetrix
3,1
2,2
1,4
1,5
1,7
TTFB (Chrome)
993
635
633
586
592
DOMContent (Chrome)
1,62
1,37
1,48
1,35
1,32
komplett geladen (Chrome)
2,79
1,45
1,71
1,94
1,54
Testrunde3
 
 
 
 
 
Pingdom
1,66
830
1,02
1,14
989
Gtmetrix
4,9
1,9
2
2,2
1,3
TTFB (Chrome)
981
635
757
659
605
DOMContent (Chrome)
1,58
1,57
1,29
1,3
1,4
komplett geladen (Chrome)
2,77
1,88
1,54
2,05
1,55

Immer wieder spannend solche Tests, aber man muss diese auch immer etwas mit Vorsicht genießen.

Erste „Überraschung“ Webgo mit dem getesteten SharedHosting Paket schneidet sehr gut ab. Aber genau das hatte ich zuvor erwähnt. Ich glaube wir liegen auf einem ganz guten Server und da scheint (zumindest aktuell) wenig drüber zu laufen. Entsprechend top sind die Werte.

Am Ende ist das halt ein absoluter Hochleistungsserver der in der Lage ist 100 Kunden und mehr mehr zu „managen“. Wenn hier eben wenig Kunden aktiv sind oder in der Maße weniger Traffic über die Seiten läuft kann man da als Kunde profitieren.

Ionos schneidet wirklich bei allen Tests am schlechtesten ab. Ich habe fairerweise einen Tag später erneut einige Tests zu einer anderen Uhrzeit durchgeführt – die Werte blieben schlecht.

Nun aber zu Kinsta. Bei allen Tests sind die Ladezeiten top, teilweise wurden die Bestwerte erreicht.

Positiv ist auch dass sich die Werte immer auf einem hohen Level bewegt haben und es wenig „Ausschläge“ nach oben oder unten gab. Im direkten Vergleich mit den deutschen Anbietern Raidboxes und Hostpress muss man sich hier auch überhaupt nicht verstecken sondern bietet hier absolute top Performance.

Schlussbemerkung. Grundlegend wollte ich mit dem Test zeigen wie sich Kinsta mit der deutschen Konkurrenz schlägt. Ein richtig detaillierter Performance Test würde natürlich noch mehr in die Tiefe gehen. Extrem interessant ist neben der eigentlichen Ladezeit natürlich das Verhalten bei höherer Last – heißt, was passiert wenn mal 50 Leute gleichzeitig auf der Seite sind.

Hier wird es dann nämlich wirklich interessant wie sich ein „Server“ verhält und wie effektiv hier Ressourcen zur Geltung kommen.

Einen solchen Test werden wir hier auf fastWP demnächst aber noch durchführen.

Kinsta und die Sicherheit

Was mir persönlich bei den WordPress Providern immer eine gutes Gefühl gibt ist das Thema Sicherheit.

Server, Software etc. ist zu 100% auf WordPress abgestimmt und kann damit sicherlich effektiver in Sachen Sicherheit konfiguriert werden.

Optimalerweise haben alle Verzeichnisse die korrekten Berechtigungen, Systemkritische Files sind nicht oder nur schwer zugänglich/veränderbar.

Auch Kinsta bietet hier bereits von Haus aus einiges dass eure WordPress Seiten gegen Angriffe und Hacker absichern soll. Hier eine kleine Übersicht:

  • Zwei Faktor Authenifizierung
  • Limit Login Versuche (ein Aspekt bei dem ich bis heute nicht verstehe das dies nicht Standard im WordPress Core wird)
  • spezielle Hardware Firewalls
  • ausschließlich SFTP Verbindungen
  • tägliche Backups

Durch die Verwendung der Google Cloud ist Kinsta laut eigenen Angaben perfekt in der Lage jede einzelne Webseite komplett isoliert zu betreiben was die Sicherheit weiter erhöht.

Des weiteren sind die Google Server optimal gegen DDoS Angriffe abgesichert.

Als reiner WordPress Provider verwendet Kinsta einige grundlegende Sicherheitseinstellungen wie z.B.

  • PHP Version kann nicht ausgelesen werden
  • Ausführung von PHP in diversen Verzeichnissen wird geblockt
  • XML-RPC Brute Force Angriffe werden standardmäßig geblockt

In Sachen Sicherheit ist Kinsta also ebenfalls sehr gut aufgestellt. Dies ersetzt natürlich keine regelmäßigen Updates oder kann vor Sicherheitslücken in Plugins schützen, bietet jedoch bereits in der Grundkonfiguration ein hohes Maß an Sicherheit.

Sonstige Informationen zu Kinsta

Im Zuge dessen dass wir für fastWP diverse Funktionalitäten in einzelne WordPress Installationen aufgetrennt haben und wir feststellen mussten dass dieser Umstand gar nicht so ohne weiteres möglich ist habe ich auch hier kurz mit dem Kinsta Support gesprochen.

Speziell ging es um die Frage ob man eine zusätzliche WordPress Verzeichnis Installation bei einer bestehenden Seite anlegen kann.

Dies funktioniert genau wie bei Raidboxes nicht. Dies war übrigens einer der Gründe weswegen wir mit fastWP final zu Hostpress gewechselt sind. In Sachen Flexibilität, gerade bei speziellen Anforderungen gehört Hostpress mit Abstand zur besten Wahl. Dieses Thema behandeln wir aber auch noch in einem separaten Test über Hostpress.

Auch die Möglichkeiten zur individuellen Einstellungen bei Kinsta sind begrenzt.

Wenn man hier vorab weiß dass man sehr spezielle Anforderungen an Funktion, Struktur etc. hat, sollte man sich vorab mit dem Kinsta Support kurzschließen.

Abschluss

Kinsta ist aus meiner Sicht eine wirklich interessante Option für WordPress Hosting die nicht aus Deutschland stammt.

Das Kunden Dashboard präsentiert sich extrem aufgeräumt und übersichtlich.

Besonders beeindruckt haben mich die zusätzlichen Statistiken, speziell die Daten rum um Ladezeiten von Daten oder auch Fehlerseiten. Das kann eine echte Hilfe sein.

Der Support ist schnell und hilfsbereit.

Die Vorteile von Kinsta

  • top Performance, extrem kurze Ladezeiten
  • dynamische Zuteilung von (Leistungs) Ressourcen
  • Google Cloud Plattform Hosting
  • Deutscher Serverstandort in Frankfurt
  • extrem schneller und hilfsbereiter Support
  • übersichtliches und leicht verständliches Kunden Dashboard
  • detaillierte Traffic Statistiken inkl. Ladezeitenübersicht für einzelne Dateien
  • kostenloser CDN Service
  • inHouse Caching Lösung
  • Nginx, PHP7+, MariaDB
  • hohe Sicherheitskriterien
  • tägliches und kostenloses Backup System
  • Staging Funktion für Entwickler
  • kostenloses SSL
  • deutsche Benutzeroberfläche inkl. deutschem Support

Die Nachteile von Kinsta

  • relativ hohe Einstiegspreise
  • maximal eine kostenlose Migration durch Kinsta
  • kein E-Mail Hosting möglich
  • kein telefonischer Support

Für wen eignet sich Kinsta?

30$ pro Monat ist sicherlich schon ein gehobener Preis für eine einzelne WordPress Installation. Potentielle Kunden sind also sicher nicht unbedingt private Blogger.

Für geschäftliche und professionelle Projekte ist Kinsta eine sehr interessante Alternative zu den deutschen Anbietern wie Raidboxes oder Hostpress.

Die Perfomance ist überragend und mit der Google Cloud geht man bei Kinsta einen modernen zukunftsträchtigen Weg. Wer weiß ob dies in den nächsten Jahren nicht sowieso zum Standard wird.

Wer also extrem gute Performance, einen schnellen und effektiven Support und dazu tolle Spezial Features wie Analytics Daten, CDN oder Staging Oberfläche sucht, wird bei Kinsta fündig.

Zum Abschluss noch ein kurzer Vergleich mit Raidboxes

Grund dafür ist dass ich Raidboxes eigentlich als deutsches Pendant zu Kinsta sehe. Also auf jeden Fall eher als Hostpress.

Die Frage ist nun, warum Kinsta wenn ich auch Raidboxes haben kann und damit einen deutschen Anbieter.

Grundsätzlich muss man sagen dass beide Anbieter Vor- und Nachteile im direkten Vergleich haben.

Raidboxes punktet durch den etwas günstigeren Preis, aber und das ist ein großes Aber! Kinsta bietet dynamische Ressourcenverwaltung – heißt im Falle von hoher Last kann hier eventuell weitaus mehr Leistung zur Verfügung stehen als bei Raidboxes.

Der Preis von 15€ bei Raidboxes zu 30$ bei Kinsta lässt sich noch etwas „schöner rechnen“. Bei jährlicher Buchung kostet Kinsta 300$, also 25$/Monat was aktuell 22,36€ entspricht.

Dann ist der Unterschied schon gar nicht mehr so groß.

Kinsta bietet mit der detaillierten Analytics Oberfläche eine aus meiner Sicht tolle Funktion. Ein absolutes +.

Auch der integrierte CDN ist sicherlich nicht zu unterschätzen.

Spätestens hier würde ich sagen hat man sogar gewissermaßen einen Gleichstand.

Bei Raidboxes liegen die Vorteile meiner Meinung nach definitiv in der absoluten Traumverwaltung für Entwickler. Einfach gehts nicht!

Das klonen von Boxen und die Durchführung von schnellen Tests mittels duplizierten Boxen ist top.

Genauso die Developer Optionen für Entwickler – heißt kostenlose Entwicklung für Kundenprojekte und finale Übergabe an den Kunden.

Um die Sache nun zum Ende zu bringen. Kinsta ist aus unserer sicht eine echte Empfehlung und 100% eine echte Alternative zu den deutschen Produkten. Ich kann mir gut vorstellen dass wir hier in den nächsten Monaten und Jahren noch deutlich mehr von diesem Anbieter hören.

 

Christian
Christian
Mein Name ist Christian und ich bin Mitgründer der Plattform fastWP. Hier im Magazin bin ich für die eher "technisch" lastigen Themen zuständig aber schreibe gerne über das Thema SEO, das nun bereits seit über 10 Jahren zu meiner Leidenschaft gehört.

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