😱 Die WordPress-Seite will einfach nicht mehr laden – und der Browser meldet, dass es „zu viele Weiterleitungen“ gibt? Dann herzlichen Glückwunsch, ihr seid leider Opfer des berüchtigten „ERR_TOO_MANY_REDIRECTS“ (too many redirects) geworden. Doch keine Panik, mit ein paar kleineren Handgriffen lässt sich das Problem wieder aus der Welt schaffen und die Webseite ist wieder erreichbar. Wie das genau geht, zeigen wir in diesem Artikel.

Was ist „ERR_TOO_MANY_REDIRECTS“?

Wenn WordPress – aus welchen Gründen auch immer – eine Fehlkonfiguration bei Weiterleitungen von einer URL zur anderen URL aufweist, dann beschwert sich das System mit eben dieser Fehlermeldung. WordPress kann eine oder mehrere Seiten nicht mehr anzeigen, da sie in einer sogenannten Endlosschleife gefangen ist. Diese Schleife nennt man auch Redirect-Loop. WordPress versucht immer und immer wieder, im Kreis zu laufen. Seite A verweist auf Seite B, die wiederum auf Seite A verweist. Irgendwann gibt das System auf und es erscheint eine Fehlermeldung mit „ERR_TOO_MANY_REDIRECTS“.

Wie lassen sich falsche Weiterleitungen erkennen?

Kann WordPress die Webseite aufgrund von falschen Weiterleitungen nicht mehr anzeigen, dann kommt es je nach Browser zu unterschiedlichen Meldungen. Google Chrome weist darauf hin, dass die Webseite „ein Redirect-Loop-Problem“ hat. Firefox meint ebenfalls korrekt, dass die Seite „nicht richtig weiterleiten“ würde. In beiden Fällen wird empfohlen, sich die Cookies genauer anzuschauen – doch das ist nur die habe Wahrheit, wie ihr gleich erfahren werdet.

Wie kommt es zu „ERR_TOO_MANY_REDIRECTS“?

Der Fehler tritt in der Regel dann auf, wenn ihr Umleitungen falsch konfiguriert habt. Auch Plugins von Drittanbietern können die Suppe versalzen, besonders dann, wenn mehrere Erweiterungen die gleiche Aufgabe übernehmen sollen. Hier liegt oft der Ursprung des Problems.

Falls ihr also eine Plugin nutzt, um selbst Weiterleitungen zu setzen, dann ist genau hier anzusetzen. Vielleicht habt ihr ja aus Versehen selbst einen Redirect-Loop kreiert. In diesem Fall nehmt ihr die falsche Weiterleitung auf der Optionenseite des Plugins wieder heraus und die Fehlermeldung verschwindet – WordPress ist wieder da.

Oft kommt es aber vor, dass ihr selbst gar keine wissentliche Änderung durchgeführt habt und „ERR_TOO_MANY_REDIRECTS“ trotzdem sein Unwesen treibt. In diesen Fall müssen wir etwas tiefer in die Materie eingehen.

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So werden Probleme mit Weiterleitungs-Loops gelöst

Wir stellen euch fünf Lösungen vor, um das Problem mit Endlosschleifen schnell wieder in den Griff zu bekommen. Je nach Schwere der Situation kann es aber auch sein, dass ihr alle fünf Möglichkeiten durchgehen müsst.

Möglichkeit 1: WordPress-URL kurz überprüfen

Auch wenn es banal klingt: Nehmt euch zuerst ein paar Sekunden und überprüft eure WordPress-URL in den Einstellungen eurer Installation. Hier ist unter dem Reiter Einstellungen >Allgemein zum einen „WordPress-Adresse (URL)“ und zum anderen „Website-Adresse (URL)“ zu sehen sein. Überprüft, ob es sich um dieselbe Adresse handelt. Falls ja – und ihr WordPress NICHT in einem Unterordner auf dem Server installiert habt, dann geht gleich zum nächsten Punkt (Möglichkeit 2) über.

Falls die beiden Adressen nicht identisch sind, dann fügt die URL von „WordPress-Adresse (URL)“ bei „Website-Adresse (URL)“ ein.

Bei diversen Hostern ist diese Option zur Änderung der URL nicht möglich da diese zur Sicherheit gesperrt ist. Grundsätzlich könnt ihr diese Überprüfung und eventuelle Anpassung auch direkt in der Datenbank vornehmen. Dazu müsst ihr euch per phpmyadmin in die entsprechende Datenbank einloggen und hier dann in der wp_options die entsprechenden Einträge prüfen/anpassen.

Habt ihr durch „ERR_TOO_MANY_REDIRECTS“ allerdings gar keinen Zugriff mehr auf den Admin-Bereich von WordPress, dann könnt ihr die beiden URLs auch in der Konfigurationsdatei wp-config.php identisch machen. Die wp-config.php findet ihr im Hauptverzeichnis eurer WordPress-Installation. Haltet dort Ausschau nach folgende Code…

define (‚WP_SITEURL‘, ‚https://beispiel.de‘);

define (‚WP_HOME‘, ‚https://beispiel.de‘);

… und stellt sicher, dass es sich um identische Angaben handelt. Anschließend wird die Datei wp-config.php gespeichert.

Möglichkeit 2: Cookies löschen

Wie von den Browsern empfohlen, kann es hilfreich sein, Cookies zu löschen. Hierbei müssen aber zumindest bei Firefox nicht gleich alle Cookies von allen Webseiten entfernt werden. Es reicht aus, die Cookies der betroffenen Webseite zu löschen.

Wie das genau geht, ist in jedem Browser unterschiedlich. Bei Google Chrome klickt ihr auf das Menü-Symbol und wählt dann „Einstellungen“ und später auf der linken Seite „Erweitert“. Anschließend wird auf „Datenschutz und Sicherheit“ geklickt und ganz unten „Browserdaten löschen“ ausgewählt. Hier können die Cookies dann gelöscht werden.

Nachdem die Cookies nun gelöscht sind, sollte die betroffene Webseite neu aufgerufen werden. Mit etwas Glück ist der nervige „ERR_TOO_MANY_REDIRECTS“ jetzt verschwunden – doch leider nicht in jedem Fall.

Möglichkeit 3: WordPress Site Cache löschen

Beim Einsatz eines Caching-Plugins wie zum Beispiel wp-Rocket, W3 Total Cache oder Super Cache kann die falsche Weiterleitung noch im WordPress Site Cache gespeichert sein. So wird er immer noch angezeigt, obwohl das eigentliche Problem bereits behoben wurde.

Falls noch auf den Admin-Bereich der betroffenen Webseite zugegriffen werden kann, lohnt sich ein Blick in die jeweiligen Plugin-Einstellungen. Dort kann der Cache mit einem Klick gelöscht werden und der Redirect-Loop hat hoffentlich ein Ende.

Etwas schwieriger wird es, den Server Cache auch noch zu löschen. In diesem Fall müsst ihr euch bei eurem Hoster anmelden und dort entsprechende Schritte durchführen. Da jeder Hoster andere Möglichkeiten und Konfigurationen anbietet, kann hier leider keine allgemein gültige Vorgehensweise beschreiben werden. Im Notfall hilft der Support des Hosters weiter.

👆 Tipp: Manche Plugins wie zum Beispiel WP Engine erlauben es, den Server Cache direkt aus dem Admin-Bereich von WordPress heraus zu löschen. Das geht natürlich auch dann, wenn das Problem mit falschen Weiterleitungen bereits besteht.

Möglichkeit 4: WordPress Plugins einzeln durchgehen

Sollte ein Plugin der Übeltäter sein, kann eine Deaktivierung schnell Abhilfe schaffen. Falls ihr eine Erweiterung schon im Blick haben solltet, deaktiviert sie und ruft die Seite danach neu auf (evtl. vorher erneut Cookies löschen!). Wart ihr nicht erfolgreich, ist das nächste Plugin an der Reihe.

👆 Tipp: Habt ihr keinen Zugriff mehr auf euren Admin-Bereich, dann lassen sich Plugins auch durch eine Umbenennung des jeweiligen Plugin-Ordners auf dem Server deaktivieren. Hierzu müsst ihr euch bei eurem Hoster oder per FTP einloggen und in das Verzeichnis /wp-content/plugins/ vorarbeiten. Etwas radikaler ist auch die Option temporär den Ordner /wp-plugins umzubenennen. So erspart man sich zeit-intensive Tests wenn man viele Plugins aktiv hat.

Möglichkeit 5: .htaccess genau prüfen

Die Datei .htaccess kann ebenfalls dafür verantwortlich sein, dass WordPress in einem Endlos-Loop gefangen ist. Ein Blick auf die Datei, die sich im Hauptverzeichnis eurer WordPress-Installation befindet, bietet sich also an. Hierzu müsst ihr euch allerdings per FTP auf eurem Server anmelden.

Tipp: Wird euch die Datei .htaccess nicht angezeigt, müsst ihr in eurem FTP-Programm das „Anzeigen versteckter Dateien“ bestätigen. .htaccess ist immer im Hauptverzeichnis von WordPress zu finden, also NICHT in /wp-content/ oder anderswo.

Ein Blick in die .htaccess reicht in manchen Fällen schon aus, um falsche Anweisungen zu entlarven. Zeigt eine Seite dort auf sich selbst oder wird sie angewiesen, auf Seite B zu zeigen, während Seite B wiederum auf Seite A zeigt, dann solltet ihr diese Anweisung entfernen und die Datei anschließend speichern.

Alternativ kann der Inhalt der Konfigurationsdatei .htaccess nach einem Backup(!) auch komplett gelöscht werden. Wichtig ist hierbei allerdings, dass dadurch alle selbstgemachten Einträge verschwinden. Darunter auch solche, die von Plugins in die .htaccess geschrieben wurden! Anschließend werden die Standardeintragungen von WordPress wieder eingefügt.

Fazit: Weiterleitungsprobleme in den Griff bekommen

Mit unserer Anleitung habt ihr es hoffentlich geschafft, die Probleme mit „ERR_TOO_MANY_REDIRECTS“ zu lösen oder den Fehler zumindest einzukreisen. Da ein Redirect-Loop viele unterschiedliche Gründe haben kann, gibt es leider kein einfaches Patentrezept, um die Website mit einem Klick wieder ans Laufen zu bekommen. Die beschriebenen Lösungsansätze helfen aber in den allermeisten Fällen.

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