Affiliate Website mit WordPress erstellen

Affiliate-Marketing ist nach wie vor eine der am häufigsten genutzten Methoden, mit WordPress Geld zu verdienen. In diesem Artikel erklären wir euch, wie ihr mit WordPress eine Affiliate Website erstellt und leiten euch Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess.

Schritt 1: Das richtige WordPress wählen

WordPress ist nicht gleich WordPress. Unterschieden wird zwischen WordPress.com und WordPress.org. Während WordPress.com eine Art Komplettpaket inkl. Hosting darstellt, müsst ihr das Open-Source-CMS WordPress.com selber hosten. Das macht aber nichts, denn sobald ihr einen Premium-Tarif wählt, gibt es bei WordPress.com kein Sparpotential – mal abgesehen von der eingeschränkten Flexibilität der All-in-One-Lösung.

> Mehr zum Unterschied zwischen WordPress.com & .org erfahrt ihr hier.

> Wie ihr WordPress schnell und einfach installiert, erfahrt ihr unter diesem Link.

Da ihr euch (hoffentlich) für WordPress.org entscheidet, braucht ihr noch einen passenden Hoster. Tipps & Tricks zur Wahl des richtigen Hosting-Tarifs bekommt ihr in einem Beitrag, den wir schon vor einiger Zeit verfasst haben: Hier klicken, bitte!

Schritt 2: Die richtige Nische finden

Sobald ihr WordPress installiert habt (oder gerne auch noch davor), solltet ihr euch eine starke Nische suchen, in der ihr eure Affiliate-Website betreiben wollt. Um die richtige Nische zu finden, könnt ihr einfach ein wenig googeln und den Markt analysieren. Zusätzlich solltet ihr in jedem Fall das Suchvolumen für ein Thema ausfindig machen. Dafür eignen sich kostenlose Tools wie der Google AdWords Keyword-Planer und kwfinder.com. Grundlegend gilt: Je höher das Suchvolumen, desto mehr Geld lässt sich verdienen. Allerdings sind die besonders starken Bereiche meist schon besetzt. Eine Nische mit etwas weniger monatlichen Suchanfragen aber anständigem Potential ist der ideale Kompromiss.

Schritt 3: Art der Affiliate-Website festlegen

Bevor ihr ein Theme auswählt, müsst ihr erst einmal definieren, wie ihr die Affiliate-Produkte überhaupt bewerben wollt. Grundlegend unterscheidet man zwischen folgenden Arten von Affiliate-Webseiten:

  • Angebotsseiten
  • Gutscheinportale
  • Review-Seiten (Blogs)
  • Vergleichsseiten
  • Affiliate-Onlineshops

Angebotsseiten / Deal-Seiten bedienen vor allem kurzfristige Deals und Specials (zum Beispiel Reiseangebote). Dazu könnt ihr aktuelle News aus der jeweiligen Nische veröffentlichen und Angebote verschiedener Anbieter vergleichen.

Ähnlich aber doch irgendwie anders sind Produkt-Review-Seiten. Solche Blogs widmen sich in einzelnen Beiträgen speziellen Produkten (Technik, Haushalt usw.) und geben Empfehlungen. Indem Affiliate-Links zu den Produktseiten bei entsprechenden Online-Händlern gesetzt werden, lässt sich damit eine Provision erzielen.

Im Bereiche Gutscheine fokussieren sich Affiliates insbesondere auf Rabatt-Codes. Häufige Suchanfragen von Usern sind meist eine Kombination aus “Gutschein für” und “Shop”.

Ein Affiliate-Shop wirkt auf den ersten Blick wie ein “normaler” Onlineshop. Da ihr aber kein eigenes Lager habt, sondern lediglich die Produkte anderer Anbieter anzeigt, sind die Einnahmen weitaus passiver als mit einem klassischen Onlineshop. Ein weiterer Vorteil: Ihr müsst euch nicht auf einen speziellen Anbieter versteifen, sondern könnt Produkte von vielen unterschiedlichen Händlern anbieten und euch so einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Besonders beliebt sind außerdem Affiliate-Vergleichsseiten. Solche Projekte verbinden oft verschiedene Affiliate-Aspekte wie Review und Shop miteinander.

Schritt 4: Das passende Theme wählen

Jetzt geht es um die Wurst, denn die Wahl des richtigen Themes ist absolut entscheidend. Spezielle Affiliate-Themes wie affiliatetheme.io, affiliseo.de und nischenseiten-theme.de liefern euch von Haus aus eine Reihe nützliche Funktionen. Uneingeschränkt sind die Templates allerdings nicht zu empfehlen: Viele Funktionen sind nicht notwendig und wirken sich nur schlecht auf die Performance eurer WordPress Seite aus. Schaut also, dass ihr ein Theme bekommt, das sich individuell anpassen lässt und “schlank” programmiert ist. Nicht immer muss es ein spezielles Affiliate-Theme sein.

> Hier erfahrt ihr, wie ihr das passende WordPress Theme für euer Projekt findet.

> Eine Anleitung für die Installation eines WordPress Themes bekommt ihr hier.

Schritt 5: Wichtige Plugins installieren

Ist das Theme installiert, solltet ihr die wichtigsten WordPress Plugins installieren. Dazu zählen Plugins für die SEO, aber auch Plugins für die WordPress Sicherheit. Tipp: Vergesst außerdem nicht, eure WordPress Affiliate-Website aus SSL / HTTPS umzustellen. Besondere Affiliate-Plugins helfen euch außerdem bei der Bereitstellung der Produkte / Produktlinks.

Empfehlenswert in diesem Zusammenhang sind folgende Erweiterungen:

  • Auto Affiliate Links
  • AAWP
  • WP Product Review

Auto Affiliate Links ermöglicht es euch, spezielle Begriffe automatisch in einen Affiliate-Link umzuwandeln. Wenn ihr Affiliate-Links in längeren Blogbeiträgen setzt und keine gesonderten Buttons oder shop-ähnlichen Elemente nutzt, ist das Plugin durchaus nützlich.

> Hier geht es zum Plugin.

AAWP steht für “Amazon Affiliate Plugin”. Mit dieser Erweiterung lassen sich zum Beispiel Amazon Bestseller Listen erstellen. Leider ist das Plugin nicht kostenlos – die Lizenzen starten bei 39 Euro für eine Domain. Wenn ihr es mit eurer (Amazon) Affiliate Seite ernst meint, ist das Geld aber gut investiert.

> Hier kommt ihr zur offiziellen Seite des Plugins.

Vor allem bei Review- und Vergleichsseiten ist das Plugin WP Product Review interessant. Damit lassen sich einzelne Produkte umfangreich, und vor allem hübsch aufbereitet vorstellen. Den vollen Funktionsumfang gibt es mit der Pro-Version ab 59 Euro. Die Free-Version des Plugins reicht zu Beginn aber auch.

> Hier geht’s zur Lite-Version, und hier zur Pro-Version von WP Product Review.

6. Bei Partnerprogrammen bewerben

Solltet ihr keine reine Amazon-Affiliate-Seite aufbauen, sondern Produkte / Angebote anderer Shops bewerben wollen, müsst ihr euch zuerst einmal bei den entsprechenden Partnerprogrammen bewerben. Viele Webseiten wickeln die Affiliate-Programme über ein eigenes System ab. Die meisten Anbieter sind jedoch auf Affiliate-Börsen wie awin.com (Zanox und affili.net sind Teil von Awin) vertreten. Dort müsst ihr euch anmelden und eure WordPress Site (z. B. mittels HTML-Tag) verifizieren. Wie das funktioniert wird euch während des Anmeldeprozesse erklärt.

Sobald euer Profil aktiv ist, könnt ihr Anbieter aus eurer Nische suchen und euch bei diesen bewerben. Tipp: Die Ablehnungsrate ist nicht gering. Eure Chancen steigen, wenn ihr bereits reichlich guten Content und regelmäßige Besucher auf euer Affiliate-Seite vorweisen könnt. Schaut euch in diesem Zusammenhang doch mal unsere SEO-Tipps für WordPress an.

7. Affiliate Links in WordPress einbauen

Wurdet ihr für ein Programm zugelassen, könnt ihr damit starten, Affiliate-Links in WordPress einzubinden. Zwar bieten die Betreiber auch Affiliate-Werbebanner und teilweise sogar Vergleichsrechner (z. B. bei Versicherungsvergleichen) und Buchungsmasken (Reiseportale) an, doch in der Regel wird mit reinen Affiliate-Links gearbeitet. Zum einen könnt ihr auf Plugins wie das zuvor erwähnte Auto Affiliate Links zurückgreifen, zum anderen lassen sich die Links auch ganz simpel manuell einbauen. Im Dashboard eures Kontos bei Awin (oder einem anderen Affiliate-Netzwerk) findet ihr einen Link-Builder. Hinterlegt dort einfach die Ziel-URL, auf die ihr verlinken wollt. Das Programm spuckt euch dann einen sogenannten Deeplink aus, mit dem die Klicks registriert (getrackt) werden können.

8. Geld verdienen

Wie viel Geld ihr mit einer Affiliate-Seite verdienen könnt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum einen hängt es von der Provision ab, die der jeweilige Anbieter bereit ist, für einen erfolgreichen Lead oder Sale zu bezahlen. Noch viel entscheidender als eure Prozente ist aber der Preis des Produkts, das von euch beworben wird. 5 % von 1.000 Euro sind schließlich mehr als 5 % von 10 Euro. Der dritte Faktor hinsichtlich des Einnahmepotentials ist die Häufigkeit der Klicks. Zwar bekommt ihr nicht für den Klicks Geld (so wie bei Google AdSense), doch je mehr Leute auf einen Produktlink klicken, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kauf zustande kommt und eine Provision für euch abfällt.

Ziel muss es demnach sein, viele Besucher auf auf eure Affiliate-Website zu bekommen. Hierfür ist nicht nur die klassische SEO, sondern auch die Präsenz auf Social-Media-Kanälen wie Facebook, Twitter und Instagram wichtig.

FAQs zum Thema Affiliate-Website

Was ist Pay-per-Lead?

Von einem Lead spricht man, wenn das Ziel kein direkt Kauf, sondern eine Handlung wie z.B. die Anfrage einer Beratung ist. Klickt ein potentieller Kunde auf einen Affiliate-Link und kommt eine Anfrage zustande, die vergütet wird, handelt es sich bei dem Affiliate-Programm um ein Pay-per-Lead Modell.

Was bedeutet Pay-per-Sale?

Die meisten Affiliate-Programme basieren auf einem Pay-per-Sale Modell. Das bedeutet: Kommt es nach dem Klick auf einen Affiliate-Link zum Kauf eines Produkts, bekommt dr Werbepartner (Affiliate) eine zuvor festgelegte Provision.

Wie lange sind Affiliate-Cookies aktiv?

Affiliate-Cookies sind unterschiedlich lange aktiv. Manche Cookies werden lediglich 24 Stunden getrackt, andere hingegen 30 oder sogar 90 Tage. Wichtig: Klickt ein User auf einen Affiliate-Link eines anderen Webseitenbetreiber, der auf das gleiche Produkt verlinkt, überlagert dieser euren eigenen Affiliate-Cookie.

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